Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

„Grüne" Kraftwerke effizienter betreiben

20.03.2014

Mit spezieller Informationstechnik und Software sollen die Betriebskosten von regenerativen Kraftwerken wie Biogasanlagen oder Solarparks sinken.

Die Lösung besteht in einer Software-Plattform, auf der die beteiligten Firmen effizient und vertraulich zusammenarbeiten können.

Dazu gehören unter anderem Investoren, Planungsbüros, Komponentenhersteller, Wartungsfirmen sowie Dienstleister für die Betriebsführung oder den Stromhandel. Die Plattform verschaltet alle so, dass jeder Partner Zugriff auf die für ihn nötigen Informationen hat.

So lassen sich zum Beispiel Zeitfenster für Wartungsarbeiten schneller festlegen oder Stromverkäufe besser planen. Siemens ist Konsortialführer des Forschungsprojekts EUMONIS, in dem diese Software- und Systemplattform mit Partnern realisiert wurde. Nach einer Präsentation auf der CeBIT wird die Lösung auch auf der Hannover Messe vorgestellt.

Anders als bei Großkraftwerken können Betreiber kleinerer Anlagen nicht für jede Aufgabe eigene Ressourcen bereithalten. Sie beauftragen Dienstleister und koordinieren deren Aktivitäten. Für die Wartung werden zum Beispiel anhand von Monitoringdaten der Komponentenhersteller Wartungstechniker beauftragt.

Je nach Anlage hängt der beste Zeitpunkt für die Arbeiten vom Wetter oder der Tageszeit ab. Dienstleister für die Stromverkäufe werden über den geplanten Stillstand informiert und Investoren passen ihre Ertragsprognosen entsprechend an.

Das allein ist schon komplex, aber für Betreiberfirmen, die gleichzeitig Biogasanlagen sowie Wind- und Solarparks managen oder Anlagen verschiedener Hersteller haben, ist der Prozess noch aufwändiger.  

Einfacher wird es mit der neuen Software-Plattform: Hier hat zum Beispiel die Wartungsfirma Zugriff auf Informationen der zu wartenden Anlage- und Monitoringdaten, plant ihre Einsätze und hinterlegt die erwarteten Stillstandszeiten als Information für Stromhändler und Investoren. Die Plattform hält auch Daten vor, die zum Beispiel für künftige Audits benötigt werden. Das spart Zeit und reduziert die Betriebskosten. 

Forscher der globalen Siemens-Forschung Corporate Technology entwickelten die Software-Archi­tekturen für die Plattform und erarbeiteten mit Kollegen von Siemens Industry die einzelnen Komponenten, beispielsweise für Datensicherheit oder Kommunikation. Eine wichtige Anforderung an die Plattform ist Vertraulichkeit. Das System muss die vertraglichen Beziehungen aller Partner untereinander - also die Festlegung, wer wann welche Informationen abrufen darf - sicher abbilden.

Deshalb sind zum Beispiel nur bestimmte Daten in der Plattform gespeichert. Andere Informationen halten die Firmen vor und übermitteln sie nur an berechtigte Partner. Für diesen selektiven Austausch verteilter Daten wurden im Projekt DIN-Spezifikationen als Grundlage für künftige Normen entwickelt. Die Plattform ist außerdem so ausgelegt, dass man jederzeit neue Partner einbinden oder bereits vertretene Firmen für Aufgaben freischalten oder sie von ihnen entbinden kann. 2014.03.5)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Smart Living: VDE-Institut entwickelt Cloud-basierte interoperable Testplattform
15.02.2017 | VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.

nachricht Saarbrücker Informatiker machen „Augmented Reality“ fotorealistisch
15.02.2017 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie