Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gesellschaftliche Herausforderungen meistern mit Big Data

10.02.2015

Die Digitalisierung und Vernetzung unserer Gesellschaft nimmt großen Einfluss auf alle Lebensbereiche. Überall entstehen Daten die es zu analysieren und zu erschließen gilt, um neues Wissen zu gewinnen und intelligente Lösungen für Wirtschaft und Menschen zu entwickeln. Big-Data-Technologien können einen entscheidenden Beitrag für den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritt leisten.

Um ihren Einsatz voranzutreiben, fördert die EU im Projekt »BigDataEurope« den interdisziplinären Austausch zur Nutzung von Datentechnologien. Ein internationales Konsortium entwickelt unter der Leitung des Fraunhofer IAIS eine Plattform, die den Zugang zu Big-Data-Anwendungen erleichtert.


www.big-data-europe.eu

Gesundheit, Ernährung, Energie, Verkehr, Klima, Soziales und Sicherheit – dies sind die sieben wichtigsten »Herausforderungen« unserer Gesellschaft, wie sie die Europäische Union im aktuellen Rahmenprogramm »Horizon 2020« definiert hat.

In allen diesen Bereichen spielt die Verarbeitung großer Datenmengen eine zunehmend wichtige Rolle – sei es bei der Auswertung klinischer Daten in der Medizin, der dezentralen Versorgung durch regenerative Energien oder bei der Optimierung des Verkehrsflusses in Großstädten.

Big-Data-Technologien für den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritt

Obwohl fundamentale Big-Data-Anwendungen als Open Source Software verfügbar sind, ist ihre Integration und Etablierung in den genannten gesellschaftlichen Bereichen oft schwierig zu meistern. Das hat häufig alltagspraktische Gründe. So sind die Tools nicht immer ohne weiteres auf die jeweiligen Problemstellungen übertragbar oder ihre Integration in alltägliche Workflows gestaltet sich als zu teuer oder aufwändig.

Um die Entwicklung in den sieben gesellschaftlichen Bereichen voranzutreiben, schaffen im Projekt »BigDataEurope« zwölf europäische Partner unter der Leitung des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS eine Plattform, die für die verschiedenen Einsatzzwecke die jeweils passenden Anwendungen zusammenführt.

»Mit unserer Plattform stellen wir Unternehmen und Institutionen eine speziell an die jeweiligen Bedürfnisse angepasste Palette an Big-Data-Anwendungen zur Verfügung«, erklärt Prof. Dr. Sören Auer, Lead Scientist und Projektkoordinator am Fraunhofer IAIS. »Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen, die sich oft keine teuren Tools oder eigenen Datenexperten leisten können, bekommen hierdurch die Möglichkeit, von hochaktuellen Big-Data-Technologien zu profitieren«, betont Auer.

BigDataEurope stellt eine bedarfsgerechte Big-Data-Plattform bereit

Das Projekt besteht aus zwei Schritten: Zunächst bauen die Projektpartner ein Netzwerk aus europäischen Vertretern der sieben gesellschaftlichen Kernbereiche auf. Daraus bilden sich Interessensgruppen, die in Workshops ihre jeweiligen Anforderungen an Big-Data-Anwendungen diskutieren – und zwar für alle Abschnitte im Prozess der Datennutzung, von der Datengewinnung über die Verarbeitung, Speicherung und Visualisierung bis hin zur Entwicklung von Daten-Services. Im zweiten Teil des Projekts fließen die Ergebnisse der Workshops in die technische Umsetzung der frei zugänglichen technischen BigDataEurope-Plattform ein.

BigDataEurope startet am 27. Februar 2015 in Brüssel

Am 27. Februar 2015 stellen die Partner BigDataEurope erstmals der interessierten Öffentlichkeit vor. Dazu sind Akteure aus den Bereichen Gesundheit, Ernährung, Energie, Verkehr, Klima, Soziales und Sicherheit sowie Pressevertreter/-innen herzlich eingeladen. Die kostenfreie Veranstaltung findet in der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen in Brüssel statt. Alle Informationen und die Anmeldung sind zu finden unter http://www.big-data-europe.eu/events.

Über BigDataEurope

BigDataEurope ist Teil des EU-Rahmenprogramms »Horizon 2020« zur Förderung einer innovationsgestützten Gesellschaft und wettbewerbsfähigen Wirtschaft. Neben dem Fraunhofer IAIS als Konsortialführer beteiligen sich folgende Partner am Projekt: CESSDA (NOR), das National Center for Scientific Research DEMOKRITOS (GRE), ERCIM (FR), das European Union Satellite Centre (ESP), die Food and Agriculture Organization of the United Nations FAO (ITA), das Institut fur Angewandte Informatik (DE), Kentro Ananeosimon Pigon Ke Exkonomisis Energeias (GRE), die National and Kapodistrian University of Athens (GRE), The Open PHACTS Foundation (GB), Tenforce (BEL), die Semantic Web Company (AT), sowie das W3C (FRA).

Ansprechpartnerin für weitere Informationen:

Katrin Berkler
Fraunhofer IAIS
Phone +49 2241 14-2252
pr[at]iais.fraunhofer.de

Weitere Informationen:

http://www.big-data-europe.eu – Webseite BigDataEurope

Katrin Berkler | Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Smart Living: VDE-Institut entwickelt Cloud-basierte interoperable Testplattform
15.02.2017 | VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.

nachricht Saarbrücker Informatiker machen „Augmented Reality“ fotorealistisch
15.02.2017 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2017

23.02.2017 | Veranstaltungen

Wie werden wir gesund alt? - Alternsforscher tagen auf interdisziplinärem Symposium in Magdeburg

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus

23.02.2017 | Förderungen Preise

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Planeten außerhalb unseres Sonnensystems: Bayreuther Forscher dringen tief ins Weltall vor

23.02.2017 | Physik Astronomie