Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

FutureID: Sichere Identitäten im Internet

13.12.2012
Das von der Europäischen Union geförderte Projekt »FutureID« hat seine Arbeit mit einen »Kick-Off-Meeting« am Fraunhofer IAO begonnen. Das auf drei Jahre anberaumte Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, eine sichere Identifikation im Internet zu ermöglichen. Das Fraunhofer IAO übernimmt die Koordination von »FutureID«.

Bereits jetzt ermöglichen es mehrere europäische Staaten ihren Bürgern, sich mit Hilfe von Elektronischen Identitäten (eIDs) im Internet auszuweisen. So verfügt auch der neue deutsche Personalausweis über eine solche Funktion. Obwohl diese Technik eine erhebliche Verbesserung bei der sicheren Kommunikation und der Identifizierung der Kommunikationsteilnehmer verspricht, haben sich eIDs im täglichen Leben noch nicht so durchgesetzt wie erhofft.


FutureID
Foto: © maigi - Fotolia.com

Die Projektpartner von »FutureID« wollen dies ändern und gehen dafür die wichtigsten Herausforderungen an.

• Open Source eID Client
»FutureID« entwickelt einen innovativen, universal einsetzbaren, standard-konformen Open Source eID-Client, der alle wichtigen Plattformen inklusive Mobilgeräte sowie alle relevanten Protokolle und Formate unterstützt. Außerdem wird die Kompatibilität zu allen wichtigen eIDs sichergestellt.
• Unterstützung von Online-Dienstleistern
Um Anbietern von Online-Dienstleistungen eine einfache und kostengünstige Nutzung der eID Funktionen wie zum Beispiel der Identifikation ihrer Kunden zu ermöglichen, entwickelt »FutureID« passende Softwarekomponenten.
• Einheitliche Vertrauens-Infrastruktur für Europa
Eines der bisher größten Probleme bei der Nutzung von eIDs betrifft die uneinheitliche und teilweise nicht kompatible Infrastruktur der unterschiedlichen eID-Systeme. »FutureID« hat sich daher zum Ziel gesetzt, eine kohärente Infrastruktur zu entwickeln, die auch eine länderübergreifende Nutzung von elektronischen Identitäten ermöglicht.
• Verbesserung des Datenschutzes
Um Datenschutzbedenken entgegenzukommen, untersucht und berücksichtigt »FutureID« alle aktuellen Techniken zum Schutz der Privatsphäre.
• Berücksichtigen sozialer und juristischer Aspekte
Neben der technischen Umsetzung wird sich »FutureID« auch mit den Rechtsfragen, den sozio-ökonomischen und anderen nicht-technischen Aspekten eines eID-Systems beschäftigen, um beispielsweise die Bedienbarkeit der Software zu verbessern.
• Demonstratoren
Die Ergebnisse von »FutureID« werden mit Hilfe von zwei Anwendungen demonstriert: Zum einen soll es allen europäischen Bürgern ermöglicht werden, sich gegenüber Dienstleistern und Behörden des Gesundheitssektors in anderen europäischen Ländern zu identifizieren. Zum anderen wird exemplarisch ein eID-System in eine Wertschöpfungskette eingebunden, um dessen Nutzen in Unternehmen aufzuzeigen.

»FutureID wird die Interessen aller Beteiligten berücksichtigen, die in das eID-Ökosystem eingebunden sind, um ökonomisch tragfähige Lösungen zu erarbeiten«, so Dr. Heiko Roßnagel, Projektkoordinator am Fraunhofer IAO.

»FutureID« wird als Integrated Project (IP) innerhalb des siebten Rahmenprogramms (FP7) von der Europäischen Kommission gefördert. Das Konsortium besteht aus 19 Partnern aus elf europäischen Ländern und vereint multidisziplinäre und sich ergänzende Kompetenzen von Großunternehmen, klein- und mittelständische Betrieben, führenden Forschungseinrichtungen und Universitäten, einer Datenschutzbehörde und einer Non-Profit-Organisation.

Ansprechpartner:
Dr. Heiko Roßnagel, Fraunhofer IAO
Telefon +49 711 970-2145
E-Mail: heiko.rossnagel@iao.fraunhofer.de

Juliane Segedi | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://futureid.eu/
http://www.iao.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: Datenschutz FutureID IAO Identifikation Identifizierung Open Source eID-Client eIDs

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Layouterfassung im Flug: Drohne unterstützt bei der Fabrikplanung
19.05.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

nachricht Intelligente Industrialisierung von Rechenzentren
15.05.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen

23.05.2017 | Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Medikamente aus der CLOUD: Neuer Standard für die Suche nach Wirkstoffkombinationen

23.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten

CAST-Projekt setzt Dunkler Materie neue Grenzen

23.05.2017 | Physik Astronomie