Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forscherinnen und Forscher arbeiten an intelligenten Videosystemen

22.06.2010
Bundesforschungsministerium fördert Verbundprojekt mit rund 2,6 Millionen Euro

Immer mehr öffentliche oder private Räume werden mit Hilfe von Videokameras überwacht. Reagiert wird oft aber erst, wenn bereits etwas passiert ist, d.h. um Straftaten aufzuklären, werden die aufgezeichneten Daten hinterher ausgewertet. Bislang ist es mit konventionellen Ansätzen nur selten möglich, Gefahren bereits im Moment des Entstehens zu erfassen und so vielleicht das Schlimmste zu verhindern.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben sich nun das Ziel gesetzt, ein praxistaugliches intelligentes Videosystem zur Erfassung akuter Bedrohungssituationen zu erforschen und zu entwickeln. Dazu arbeiten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verschiedener Einrichtungen und Institutionen unter der Leitung von Prof. Jörg Hähner, Fachgebiet System und Rechnerarchitektur an der Leibniz Universität Hannover, zusammen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Verbundprojekt „CamInSens“ mit etwa 2,6 Millionen Euro im Rahmen des Forschungsprogrammes für die zivile Sicherheit. Die Laufzeit beträgt drei Jahre (01.04.2010 bis 31.03.2013).

Bei „CamInSens“ geht es um verteilte vernetzte Kamerasysteme zur in situ-Erkennung Personen-induzierter Gefahrensituationen. Entwickelt werden Algorithmen für eine Software, um Bewegungen von Personen mittels mehrerer Kameras an verschiedenen Standorten automatisch zu verfolgen und zu analysieren. Die rechnergestützte Auswertung von Bewegungsmustern und Aufenthaltsorten soll es ermöglichen, unter Einhaltung der Rechtskonformität und des Datenschutzes akute und potenzielle Gefahrensituationen automatisch zu erkennen. Der Aufwand einer manuellen Analyse von Bildmaterial wird so verringert. Auffällige Bewegungsmuster werden selbstständig vom System zum Beispiel an das Personal in der Sicherheitszentrale oder auf mobile Endgeräte übermittelt. Dabei werden die Daten fortlaufend aktualisiert. Das Sicherheitspersonal kann dann entscheiden, ob Alarm ausgelöst wird.

Die Beteiligten der Leibniz Universität Hannover:

- Prof. Jörg Hähner, Institut für Systems Engineering, Fachgebiet System und Rechnerarchitektur (Koordination)
- Prof. Monika Sester, Institut für Kartographie und Geoinformatik
- Prof. Helena Szczerbicka, Institut für Systems Engineering, Fachgebiet Simulation und Modellierung

- Prof. Christian Heipke, Institut für Photogrammetrie und Geoinformation

Projektpartner:

- Prof. Alexander Roßnagel, Vizepräsident der Universität Kassel, Institut für Wirtschaftsrecht der Universität Kassel
- Dr. Manfred Bogen, Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS, Sankt Augustin
- Dr.-Ing. Jürgen Beyerer, Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB, Karlsruhe
- Vitracom AG, Karlsruhe
- Ingenieursgesellschaft für Verkehrs- und Eisenbahnwesen mbH, Hannover
- Landeskriminalamt Baden-Württemberg (Technikzentrum), Stuttgart

| Leibniz Universität Hannover
Weitere Informationen:
http://www.uni-hannover.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Schutz vor Angriffen dank flexibler Programmierung
22.03.2017 | FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Störungsfreie Kommunikation für die Fabriken von morgen
22.03.2017 | Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen