Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fit für die Cloud

18.03.2013
Umwandlung softwarebasierter Dienste in Cloud-fähige Anwendungen
Wie wird aus einem traditionellen Softwareangebot eine Cloud-fähige Anwendung? Im EU-Projekt ARTIST entwickeln zehn internationale Partner, darunter das Fraunhofer IAO, dazu Vorgehensweisen und Werkzeuge. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen Unternehmen dabei unterstützen, ihre Programme kosteneffizient für das Cloud-Zeitalter fit zu machen.

Das Cloud-Paradigma eröffnet neue Nutzungspotenziale für Anwender und ermöglicht es Unternehmen, neue Leistungen mit geeigneten Geschäftsmodellen anzubieten. Eine Migration von bestehender Software in die Cloud, wie sie im EU-Projekt »ARTIST: Advanced software-based service provisioning and migration of legacy software« angestrebt wird, bietet für Firmen mit eigener Softwareentwicklungsabteilung Chancen, neue Geschäftsmodelle aufzubauen, zusätzliche Kundengruppen zu erschließen und ihre Software auf eine neue tragfähige technologische Basis zu stellen.

Das von der Europäischen Kommission geförderte Projekt ARTIST verfolgt das Ziel, die Weiterentwicklung von bestehender Software mit innovativen Methoden und Werkzeugen zu unterstützen – beginnend mit den Anforderungen bis zum lauffähigen Programm. Hierzu erarbeiten die Partner Vorgehensweisen und entwicklungsunterstützende Werkzeuge, mit denen bestehende konventionelle Java- und C#-Anwendungen in Cloud-fähige Anwendungen umgewandelt werden können. Dabei werden nicht nur technische Fragestellungen, sondern auch Realisierbarkeit und Aufwand einer Cloud-Migration sowie deren Auswirkungen auf die Geschäftsmodelle berücksichtigt.

»ARTIST« verfolgt bei der Softwaremodernisierung einen modellbasierten Ansatz, um die Analyse der Altanwendung (Reverse Engineering) und die Entwicklung der neuen Anwendung möglichst automatisiert zu unterstützen. Bei der Migration entstehen plattformunabhängige Modelle, die verschiedenste Aspekte der alten und der neuen Anwendung beschreiben. Diese Modelle werden mit Hilfe automatisierter Transformationen in technologiespezifische Lösungen umgewandelt.

Um diese Modelle und Transformationen verwalten und in späteren Projekten wiederverwenden zu können, entwickelt das Fraunhofer IAO eine Modelldatenbank. Diese stellt Entwicklern einerseits die Modelle und Transformationen direkt in ihrer Arbeitsumgebung zur Verfügung. Andererseits werden ausgewählte, wiederverwendbare Projekterzeugnisse über eine Weboberfläche der Entwickler-Community zur Verfügung gestellt.

Die Ergebnisse von ARTIST sollen Softwareherstellern helfen, bestehende Anwendungen kosteneffizient für neue Softwareparadigmen fit zu machen, sodass sowohl Softwarehersteller als auch Nutzer von Open Source Software von den Vorteilen der neuen Paradigmen profitieren können.

Ansprechpartner:

Oliver Strauß
Softwaretechnik
Fraunhofer IAO
Nobelstraße 12
70569 Stuttgart, Germany
Telefon +49 711 970-2406
Fax +49 711 970-2299
Email: oliver.strauss@iao.fraunhofer.de

Juliane Segedi | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.iao.fraunhofer.de/lang-de/component/content/article.html?id=1098&lang=de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Smart Living: VDE-Institut entwickelt Cloud-basierte interoperable Testplattform
15.02.2017 | VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.

nachricht Saarbrücker Informatiker machen „Augmented Reality“ fotorealistisch
15.02.2017 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie