Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fernwartung der nächsten Generation mit Smart Data

09.09.2014

Siemens macht seinen zentralen Fernwartungsdienst fit für große Datenmengen und neue Anwendungen.

Das Unternehmen betreut über seine common Remote Service Platform (cRSP) rund 250.000 Anlagen und Systeme bei Kunden weltweit - etwa große Motoren in der Industrie, Verkehrsrechner in Großstädten, Computertomographen oder Gebäudemanagementsysteme.


Fachleute erwarten indes bis 2020 eine Verdopplung der angeschlossenen Systeme und einen exponentiellen Anstieg des Datenaufkommens. Der größte Teil des Datenverkehrs entfällt auf Medizingeräte. Alleine dieser Sektor, der heute monatlich im Terabyte-Bereich liegt, soll sich bis 2020 verzehnfachen.

Siemens Health­care entwickelt daher die nächste Generation der Serviceplattform zusammen mit Experten aus den anderen Geschäftseinheiten und der globalen Forschung Corporate Technology. Die common Remote Service Platform ist eine einheitliche IT-Infrastruk­tur in Form von Rechenzentren und standardisierten Datenverbindungen, über die alle Siemens-Einheiten ihre Wartungsdienste organisieren.

Aus mehreren Rechenzentren werden Geräte mit aktueller Software versorgt, Fehler erkannt und behoben oder Techniker vor Ort online unterstützt. Proaktive Wartung, also die Auswertung von Sensordaten zur Früherkennung von sich anbahnenden Fehlern wie dem Ausfall bestimmter Teile, gehört ebenfalls dazu.

Dieses Angebot lässt sich mit neuen Technologien zur intelligenten Auswertung riesiger Datenmengen erheblich ausbauen. Das Ziel der Siemens-Entwickler ist es, für alle wichtigen Ersatzteile - beispielsweise Röhren für Computertomographen oder zum Gerät gehörende Computer - zum Zeitpunkt des Ausfalls bereits einen Techniker samt neuem Teil vor Ort zu haben. 

Der Ausbau der Übertragungskapazität bietet neue Formen der Videokollaboration. Heute unterstützen die Experten der cRSP Kunden oder Techniker vor Ort via Audio oder sie schalten sich auf das Gerät auf. Künftig geht das per Video. Online-Videover­bindungen sind etwa in Kliniken eine Herausforderung: WLAN gibt es meist nicht, viele Behandlungsräume sind elektromagnetisch abgeschirmt, und der Datenschutz ist hoch.

Über die von Siemens entwickelten, sicheren Videoverbindungen können Kunden auch externe Experten einbinden.  Die neue Service Platform wird über eine neue Netzwerkarchitektur verfügen und soll in einer ersten Version 2016 zur Verfügung stehen.

So können die großen Datenmengen flexibler geleitet werden. Zudem berücksichtigt die Technik, dass bestimmte, meist medizinische Daten in manchen Ländern das Land nicht verlassen dürfen und auf nationalen Servern liegen müssen. Außerdem werden die erfassten Daten künftig selektiv behandelt: Sensible Informationen laufen über hochgesicherte Verbindungen, unkritische Daten werden z.B. über Cloud-Dienste versandt. (2014.09.2)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/innovation/de/news.php

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Mehrkernprozessoren für Mobilität und Industrie 4.0
07.12.2016 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Wenn das Handy heimlich zuhört: Abwehr ungewollten Audiotrackings durch akustische Cookies
07.12.2016 | Fachhochschule St. Pölten

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Das Universum enthält weniger Materie als gedacht

07.12.2016 | Physik Astronomie

Partnerschaft auf Abstand: tiefgekühlte Helium-Moleküle

07.12.2016 | Physik Astronomie

Bakterien aus dem Blut «ziehen»

07.12.2016 | Biowissenschaften Chemie