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DFG-Schwerpunktprogramm zu Software-Sicherheit RS3 startet in zweite Phase

25.09.2012
Das Schwerpunktprogramm „Reliably Secure Software Systems“ (RS3) der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) startet im Oktober 2012 nach erfolgreicher Begutachtung in die zweite Phase.
Übergeordnetes Ziel des vom Darmstädter Informatik-Professor Heiko Mantel koordinierten Programms ist es, die Sicherheit von komplexen Softwaresystemen zuverlässig überprüfbar zu machen. Zum Auftakt der zweiten Phase findet das Jahrestreffen des Schwerpunktprogramms vom 09.10. bis zum 12.10.2012 in München statt.

Bei der Verwendung üblicher Sicherheitsmechanismen (Kryptographie, Zugriffskontrolle etc.) in modernen Softwaresystemen sind die resultierenden Sicherheitsgarantien häufig unklar. Zum Beispiel wird aus der Zugriffsberechtigung eines Programms auf ein Adressbuch nicht deutlich, ob es die darin enthaltenden Daten an Dritte weitersendet.

Die vollständigen Konsequenzen der Zugriffsberechtigung sind somit für einen Nutzer oft nicht ersichtlich. Das DFG-Schwerpunktprogramm „Reliably Secure Software Systems“ hat daher den Wechsel von mechanismenorientierter Sicherheitstechnologie hin zu einem eigenschaftsorientierten und mathematisch fundierten Zugang zur Sicherheitsforschung zum Ziel.

Hierzu werden neue Werkzeuge und Methoden für die Analyse und Entwicklung sicherer Software entwickelt sowie theoretische Grundlagen erforscht. Die entwickelten Resultate werden in Anwendungsszenarien evaluiert. Zum Beispiel werden im Szenario „Softwaresicherheit für mobile Endgeräte“ Analysewerkzeuge verwendet, um Apps hinsichtlich des sicheren Gebrauchs von vertraulichen Daten zu zertifizieren. Ein weiteres Anwendungsszenario stellt sich den Sicherheitsproblemen eines E-Voting-Systems, wie den Diebstahl von Stimmen. Hierbei werden die erarbeiteten Resultate des Schwerpunktprogramms angewandt, um ein voll funktionsfähiges E-Voting-System zu zertifizieren.

An RS3 beteiligen sich Forscher aus ganz Deutschland von Universitäten und Technischen Universitäten aus Augsburg, Darmstadt, Dortmund, Erlangen, Freiburg, Kaiserslautern, Karlsruhe, Mannheim, München, Münster, Rostock, Saarbrücken und Trier sowie vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz und von den Max-Planck Instituten für Informatik und für Softwaresysteme. Die Koordination liegt bei Prof. Dr. Heiko Mantel, Leiter des Fachgebiets Modellierung und Analyse von Informationssystemen an der TU Darmstadt. In der zweiten Phase von RS3 werden 13 Projekte durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft gefördert.
Pressekontakt
Dr. Artem Starostin
Telefon: 06151/16-6802
E-Mail: starostin@mais.informatik.tu-darmstadt.de

Jörg Feuck | idw
Weitere Informationen:
http://www.dfg.de
http://www.reliably-secure-software-systems.de/

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