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Das Gebiet der Künstlichen Intelligenz in Europa maßgeblich mitgeprägt

17.09.2014

Auf der 21st European Conference on Artificial Intelligence wurde die Augsburger Informatikerin Prof. Dr. Elisabeth André in die Reihe der ECCAI Fellows aufgenommen.

Auf der 21st European Conference on Artificial Intelligence, die im August 2014 in Prag stattfand, wurde die Augsburger Informatikerin Prof. Dr. Elisabeth André für ihre herausragende Forschungsarbeiten ausgezeichnet und in die Reihe der ECCAI Fellows aufgenommen.


Fellow des European Coordinating Committee for Artificial Intelligence: die Inhaberin des Augsburger Lehrstuhls für Multimodale Mensch-Technik Interaktion, Prof. Dr. Elisabeth André (rechts).

Foto: privat

Das ECCAI Fellow Programm wurde 1999 vom European Coordinating Committee for Artificial Intelligence eingeführt, um Forscherinnen und Forscher zu würdigen, die maßgeblich das Gebiet der Künstlichen Intelligenz in Europa geprägt und zu dessen Weiterentwicklung beigetragen haben. In den letzten 15 Jahren wurde die Auszeichnung an knapp zwei Dutzend deutsche Forscherinnen und Forscher verliehen. Mit der Ernennung Andrés gibt es nun drei ECCAI Fellows in Bayern.

Elisabeth André studierte Informatik und Mathematik in Saarbrücken, promovierte dort und leitete mehrere Projekte im Bereich "Intelligente Multimediale Benutzerschnittstellen“ am damals dort neu gegründeten Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz.

Ihr Spezialgebiet ist die Mensch-Maschine-Interaktion, ihre Forschungsinteressen sind u. a. Interaktionstechniken für virtuelle Charaktere und anthropomorphe Roboter, die Computersimulation von emotionalen und sozialen Verhaltensweisen sowie computerbasiertes Rollenspiel für emotionales und soziales Lernen. Mit ihren Methoden zur computerbasierten Analyse von Körpersignalen ebnet sie den Weg zu gänzlich neuen pädagogischen und therapeutischen Einsatzfeldern.

In der Leopoldina und in der Academia Europaea

Zu den wissenschaftlichen Preisen und Auszeichnungen, auf die die Informatikerin verweisen kann, zählen u. a. der Europäische "Information Technology Innovation Award" (IT Prize), 1995, der RoboCup Scientific Award, 1998, und die Alcatel-Lucent Fellowship am Internationalen Zentrum für Kultur- und Technikforschung der Universität Stuttgart (IZKT), 2007. Im Jahr 2010 wurde Elisabeth André zum Mitglied der "Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina" ernannt und in die Academia Europaea gewählt. Zudem ist sie in der Excellenz-Datenbank "AcademiaNet" vertreten.

Lässt sich Empathie simulieren?

Am 28. September 2014 hält Elisabeth André einen öffentlichen Vortrag über ihre Arbeiten zur computerbasierten Simulation emotionaler menschlicher Fähigkeiten im Rahmen des Symposiums "Das soziale Gehirn: Neurowissenschaften und menschliche Bindung", das vom Nürnberger Hands-on-Museum "turmdersinne“ organisiert wird (siehe http://www.turmdersinne.de/de/symposium/symposium-2014). Der Titel von Andrés Vortrag lautet "Lässt sich Empathie simulieren? Empathische Reaktionen und ihre Modellierung im Computer".


Kontakt:
Prof. Dr. Elisabeth André
Multimodale Mensch-Technik-Interaktion
Institut für Informatik der Universität Augsburg
86135 Augsburg
Telefon -49(0)821-598-2341
andre@informatik.uni-augsburg.de

Weitere Informationen:

http://www.informatik.uni-augsburg.de/de/lehrstuehle/hcm/

Klaus P. Prem | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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