Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Damit Daten schneller ihren Weg durchs Netzwerk finden

17.12.2009
Professur Schaltkreis- und Systementwurf der TU Chemnitz war im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten Projektes MORPHEUS an der Entwicklung eines Chips beteiligt, der Wartungsarbeiten vereinfacht

"Übertragungsstandards für Netzwerke ändern sich häufig", berichtet Erik Markert, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Professur Schaltkreis- und Systementwurf an der TU Chemnitz, und ergänzt: "Dann muss bisher immer ein teures Re-design der integrierten Schaltungen durchgeführt werden."

Das ist aufwändig und teuer, eine alternative Softwarelösung scheitert häufig an der benötigten Geschwindigkeit der Datenübertragung. Ein Konsortium aus 16 Firmen und Forschungseinrichtungen hatte es sich deshalb im Projekt MORPHEUS (Multi-purpose dynamically Reconfigurable Platform for intensive Heterogeneous processing) zum Ziel gesetzt, einen Chip zu entwickeln, der aus statischen Teilen besteht sowie aus dynamischen Teilen, die der Nutzer selber anpassen kann. Diese dynamischen Hardwarekomponenten vermeiden den Hardwareaustausch und steigern gegenüber Softwarelösungen die Übertragungsgeschwindigkeit.

Informationstechniker der Professur Schaltkreis- und Systementwurf der TU Chemnitz waren an dem Projekt beteiligt, das die Europäische Union mit insgesamt mehr als acht Millionen Euro unterstützte und das 2009 nach dreijähriger Laufzeit abgeschlossen wurde. Sie haben daran gearbeitet, dass sich in Zukunft Updates für die nötigen Hardwareanpassungen automatisch selbst verschicken. "Dadurch minimiert sich der Wartungsaufwand, da bei nötigen Änderungen keine Techniker mehr an den einzelnen Serverschränken arbeiten müssen, sondern Wartungen zentral durchgeführt werden können", erklärt Markert. Darüber hinaus waren die TU-Forscher an der Erstellung einer Software beteiligt, die beim Chipentwurf eingesetzt wird. Abnehmer für den neuen Chip, der bisher als Prototyp vorliegt, könnten Telekommunikationsunternehmen sein.

Koordiniert wurde das Projekt vom französischen Unternehmen Thales, die Fertigung des Chips lag beim italienischen Chipproduzenten ST Microelectronics. Die Projektergebnisse sind als Buch beim Springer-Verlag erschienen. An der TU Chemnitz waren auch Studenten eingebunden: "Es ist eine Studienarbeit entstanden und zwei Studenten haben Firmenpraktika bei ST Microelectronics in Bologna absolviert", berichtet Markert. Der entstandene Chip-Prototyp soll auch in der Lehre eingesetzt werden.

Detaillierte Projektinformationen: http://www.morpheus-ist.org

Weitere Informationen erteilt Erik Markert, Telefon 0371 531-35049, E-Mail erik.markert@etit.tu-chemnitz.de

Katharina Thehos | Technische Universität Chemnitz
Weitere Informationen:
http://www.morpheus-ist.org

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Smart Living: VDE-Institut entwickelt Cloud-basierte interoperable Testplattform
15.02.2017 | VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.

nachricht Saarbrücker Informatiker machen „Augmented Reality“ fotorealistisch
15.02.2017 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Im Focus: Breakthrough with a chain of gold atoms

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

Im Focus: Hoch wirksamer Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Im Focus: Sensoren mit Adlerblick

Stuttgarter Forscher stellen extrem leistungsfähiges Linsensystem her

Adleraugen sind extrem scharf und sehen sowohl nach vorne, als auch zur Seite gut – Eigenschaften, die man auch beim autonomen Fahren gerne hätte. Physiker der...

Im Focus: Weltweit genaueste und stabilste transportable optische Uhr

Optische Strontiumuhr der PTB in einem PKW-Anhänger – für geodätische Untersuchungen, weltweite Uhrenvergleiche und schließlich auch eine neue SI-Sekunde

Optische Uhren sind noch genauer als die Cäsium-Atomuhren, die gegenwärtig die Zeit „machen“. Außerdem benötigen sie nur ein Hundertstel der Messdauer, um eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

ANIM in Wien mit 1.330 Teilnehmern gestartet

17.02.2017 | Veranstaltungen

Ökologischer Landbau: Experten diskutieren Beitrag zum Grundwasserschutz

17.02.2017 | Veranstaltungen

Von DigiCash bis Bitcoin

16.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Stammzellen verlassen Blutgefäße in strömungsarmen Zonen des Knochenmarks

17.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

LODENFREY setzt auf das Workforce Mangement von GFOS

17.02.2017 | Unternehmensmeldung

50 Jahre JULABO : Erfahrung – Können & Weiterentwicklung!

17.02.2017 | Unternehmensmeldung