Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Einzigartiger Chip verschlüsselt ohne Wartezeiten

23.04.2002


Ein neuer Chip von Infineon Technologies verschlüsselt Daten ohne Wartezeiten - eingebaut in einen USB-Dongle oder eine Chipkarte sind beispielsweise moderne PCs mit einem Handgriff effektiv vor einem Informationsdiebstahl geschützt. Quellenangabe: "obs/Infinion Technologies AG"


Infineon Technologies steckt Daten-Verschlüsselung in die Tasche

Immer mehr Vorgänge sowohl des geschäftlichen als auch privaten Alltags werden digital erledigt. Bankgeschäfte über das Internet, die Anmeldung in einem Firmennetzwerk: Hierbei werden für gewöhnlich spezielle Zugangs- und Autorisierungscodes benötigt. Infineon Technologies erleichtert den Umgang mit diesen Systemen durch einen Spezialchip, der beispielsweise in so genannten USB-Dongles (elektronische Hardware-Schlüssel für den gängigen USB-Port eines PCs) oder auch Chipkarten seinen Platz hat. Infineons Sicherheits-Baustein "USBsec" nutzt weltweit anerkannte Standard-Algorithmen, mit denen sich Datenströme innerhalb von wenigen Millisekunden sicher ver- und wieder entschlüsseln lassen.

Vielseitiger Schutz sofort wirksam

Infineons Kryptographie-Chip der neuen Generation wurde unter anderem für die direkte und schnelle Kommunikation über das aus dem PC-Bereich bekannte USB-Protokoll (Universal Serial Bus) entwickelt. Hersteller von USB-Dongles oder USB-fähigen Chipkarten können den Infineon-Baustein, der im Spätsommer dieses Jahres in Massenproduktion geht, kostengünstig in ihre Produkte einbauen. Die Anwendung solcher persönlicher High-Tech-Schlüssel kann umgehend erfolgen: Benutzer müssen keine teure Zusatzhardware kaufen, denn USB-Ports finden sich inzwischen an jedem modernen Laptop oder Desktop-PC.

Moderne Verschlüsselungsmethoden wie DES/Triple-DES (Data Encryption Standard; wird beispielsweise zur Absicherung von EC-Karten benutzt) und so genannte "Hash"-Algorithmen (ein Dokument bekommt eine eindeutige Prüfsumme, mit der ein Empfänger Manipulationen während der Datenübertragung ausschließen kann) sind auch die Grundvoraussetzungen für das Prinzip der "Digitalen Signatur". Infineons Sicherheits-Chip unterstützt diese und weitere wichtige Standards mittels spezieller Co-Prozessoren, welche die Ver- und Entschlüsselung von Daten erheblich beschleunigen. Eine digitale Signatur von 1.024 Bits Länge verarbeiten diese Kryptographie-Beschleuniger bei einer Taktrate von 10 Megahertz nach dem RSA-Prinzip (benannt nach den Entwicklern Rivest, Shamir und Adleman) in rund 420 Millisekunden. Über das eingebaute USB-Interface können Datenströme von bis zu 3 Mbit pro Sekunde in Echtzeit nach dem Triple-DES-Standard kodiert werden. Anwender, die auf Produkte mit Infineons neuem Security-Baustein vertrauen, müssen keine zusätzlichen Wartezeiten mehr in Kauf nehmen, wenn sie auf besonders sichere Art und Weise digital kommunizieren.

Monika Sonntag | ots

Weitere Berichte zu: Datenströme Signatur USB-Dongle USB-Port Wartezeit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Schnelle Time-to-Market durch standardisierte Datacenter-Container
28.03.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Modellfabrik Industrie 4.0: Forschungs- und Trainingsplattform für Wissenschaft und Wirtschaft
28.03.2017 | Hochschule Konstanz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Organisch-anorganische Heterostrukturen mit programmierbaren elektronischen Eigenschaften

29.03.2017 | Energie und Elektrotechnik

Klein bestimmt über groß?

29.03.2017 | Physik Astronomie

OLED-Produktionsanlage aus einer Hand

29.03.2017 | Messenachrichten