Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mitdenkendes Haus – bald Realität

09.08.2007
Welche geniale Vorstellung. Ein Haus oder ein öffentlich genutztes Gebäude sind intelligent und denken für seine Bewohner oder Betreiber mit.

Sie helfen stets die richtige Temperatur herzustellen, wobei sie natürlich darauf achten würden, möglichst wenig Energie zu verbrauchen. Sie würden helfen Strom zu sparen, indem sie in nicht genutzten Räumen automatisch das Licht ausschalten oder die Heizung zurück regeln. Verlässt man das jeweilige Gebäude und hat vergessen etwas abzuschalten oder zu zumachen, warnt es sofort selbständig. Und sollte prinzipiell etwas schief gehen während einer Abwesenheit (Einbruch, Feuer, Wassereinbruch, Heizungsstörung usw.), würde sie automatisch sofort per SMS die Besitzer oder Betreiber informieren. Utopie? Von wegen!

Das Institut für Mikroelektronik- und Mechatronik-Systeme gGmbH (IMMS) ist Partner in dem im Mai 2007 gestarteten Wachstumskern „Customer Bautronic System (CBS)“. Dieser regionale Wachstumskern, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), beschäftigt sich mit der Nutzungsoptimierung der Technologien, die bereits heute bei intelligenten Häusern zum Einsatz kommen. Als intelligentes Haus, werden jene bezeichnet, die über eine sogenannte intelligente, interne Haussteuerung verfügen. Dabei ist die Haussteuerung ein Computer, welcher mit sämtlichen elektrischen Geräten und Haustechnik-Modulen (Schalter, Lampen, Jalousien, Lüfter, Heizkörper-Ventile, Pumpen, Thermostate usw.) über winzige Sensoren und Bewegungsmelder verbunden ist. Diese jeweilige Verbindung wird als Haus-Bus bezeichnet. Dieser Bus ist entweder ein Kabel, welches durch das gesamte Haus führt und an den entsprechenden Geräten angeschlossen ist oder die Kommunikation zwischen Computer und dem jeweiligen Haustechnikgerät funktioniert als drahtlose Funkverbindung.

Die Forschungsschwerpunkte, welche im Wachstumskern durch die IMMS gGmbH bearbeitet werden, unterteilen sich in zwei Bereiche. Einerseits wird das Institut ein einheitliches, modulares, universell einsetzbares und vernetztes Sensorsystem konzipieren und entwi-ckeln, welches den Haus-Bus über einheitliche Schnittstellen mit der Bedieneinheit zur Steuerung der individuellen Hausmerkmale verbindet. Haupteigenschaften der Multisensorplattform werden dabei Miniaturisierung, Langzeitstabilität und Energieeffizienz sein. Das zweite Spannungsfeld ist die Bedienbarkeit für den jeweiligen Nutzer selbst. Diese soll radikal vereinfacht werden und die unterschiedlichen und eigenen Individualitäten der entsprechenden Nutzer berücksichtigen. Dabei stehen die Anforderungen der heutigen Zeit bezogen auf Kostenminimierung, Verringerung des CO2 Ausstoßes, Energieeffizienz, Erhöhung der Wirtschaftlichkeit etc. im Vordergrund.

Noch ist es so, dass die Kosten für die zusätzlichen Ausstattungsmerkmale für „intelligente Häuser" enorm und für private und öffentliche Bauherren fast unerschwinglich sind. Deshalb ist eins der zentralen Anliegen des Wachstumskern, die zu entwickelnde Technologie so zu gestalten, dass sie mit einem gewöhnlichem Bau-Budget vereinbar sind und zukünftigen Hausbesitzern und -betreibern sofortigen Nutzen nach der Übernahme bringen.

Prototyp-Räume für so ein intelligentes Haus werden durch den Wachstumskern „CBS“ im Frühjahr 2008 realisiert sein.

Ansprechpartner:

Institut für Mikroelektronik- und Mechatronik-Systeme gGmbH
Ulrike Rommel
PR/Marketing
Ehrenbergstr. 27
D-98693 Ilmenau
Tel: +49 (3677) 69-5513
Fax: +49 (3677) 69-5515
E-Mail: ulrike.rommel@imms.de

Ulrike Rommel | IMMS
Weitere Informationen:
http://www.imms.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Intel und Universität Luxemburg kooperieren, um selbstfahrende Autos sicherer zu machen
24.11.2017 | Universität Luxemburg - Université du Luxembourg

nachricht Europäisches Konsortium baut effizientestes Rechenzentrum der Welt
22.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Metamaterial mit Dreheffekt

Mit 3D-Druckern für den Mikrobereich ist es Forschern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) gelungen ein Metamaterial aus würfelförmigen Bausteinen zu schaffen, das auf Druckkräfte mit einer Rotation antwortet. Üblicherweise gelingt dies nur mit Hilfe einer Übersetzung wie zum Beispiel einer Kurbelwelle. Das ausgeklügelte Design aus Streben und Ringstrukturen, sowie die zu Grunde liegende Mathematik stellen die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift Science vor.

„Übt man Kraft von oben auf einen Materialblock aus, dann deformiert sich dieser in unterschiedlicher Weise. Er kann sich ausbuchten, zusammenstauchen oder...

Im Focus: Proton-Rekord: Magnetisches Moment mit höchster Genauigkeit gemessen

Hochpräzise Messung des g-Faktors elf Mal genauer als bisher – Ergebnisse zeigen große Übereinstimmung zwischen Protonen und Antiprotonen

Das magnetische Moment eines einzelnen Protons ist unvorstellbar klein, aber es kann dennoch gemessen werden. Vor über zehn Jahren wurde für diese Messung der...

Im Focus: New proton record: Researchers measure magnetic moment with greatest possible precision

High-precision measurement of the g-factor eleven times more precise than before / Results indicate a strong similarity between protons and antiprotons

The magnetic moment of an individual proton is inconceivably small, but can still be quantified. The basis for undertaking this measurement was laid over ten...

Im Focus: Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

Computersimulation zeigt, wie der Eismond Wasser in einem porösen Gesteinskern aufheizt

Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein....

Im Focus: Frictional Heat Powers Hydrothermal Activity on Enceladus

Computer simulation shows how the icy moon heats water in a porous rock core

Heat from the friction of rocks caused by tidal forces could be the “engine” for the hydrothermal activity on Saturn's moon Enceladus. This presupposes that...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mathematiker-Jahrestagung DMV + GDM: 5. bis 9. März 2018 an Uni Paderborn - Über 1.000 Teilnehmer

24.11.2017 | Veranstaltungen

Forschungsschwerpunkt „Smarte Systeme für Mensch und Maschine“ gegründet

24.11.2017 | Veranstaltungen

Schonender Hüftgelenkersatz bei jungen Patienten - Schlüssellochchirurgie und weniger Abrieb

24.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mathematiker-Jahrestagung DMV + GDM: 5. bis 9. März 2018 an Uni Paderborn - Über 1.000 Teilnehmer

24.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Maschinen über die eigene Handfläche steuern: Nachwuchspreis für Medieninformatik-Student

24.11.2017 | Förderungen Preise

Treibjagd in der Petrischale

24.11.2017 | Biowissenschaften Chemie