Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

MultiDSL Tool der Fraunhofer ESK misst VDSL2-Verträglichkeit

03.07.2007
Die Fraunhofer-Einrichtung für Systeme der Kommunikationstechnik ESK bietet ab sorfort als eines der wenigen DSL-Testlabore in Deutschland Tests der neuen schnellen Internetzugangstechnologie VDSL2 an. Mit Hilfe von DSL-Systemen, wie sie auch im deutschen Telekommunikationsnetz zu finden sind, können im DSL & Access Test Lab der Einrichtung neben DSL-Optimierungen zusätzlich Konformitäts- und Performance-Tests für VDSL2 durchgeführt werden. Dazu haben die Wissenschaftler das MultiDSL Messtool entwickelt.

Mit der VDSL2-Technologie erhält der Anwender höhere Datenraten. Gleichzeitig weist VDSL2 jedoch ein höheres Störpotenzial als beispielsweise die aktuell vorherrschende ADSL2+-Technologie auf. Um VDSL2 problemlos neben den bestehenden DSL-Technologien einzusetzen, sind gezielte Untersuchungen notwendig. Da DSL-Signale verschiedener Technolgien gemeinsam über ein Telefonkabel - einem Bündel von Kupferdrähten - übertragen werden, kann es zu einer gegenseitigen Beeinflussung der Signale, dem Nebensprechen, kommen. Um die maximal erreichbare Datenrate zu erhalten, muss gegengesteuert werden.

Die hohen Datenraten bei VDSL2 werden v.a. durch zwei Maßnahmen erreicht: Zum einen werden die Daten über eine kürzere Strecke im Telefonkabel transportiert, indem die Verteilung der Signale näher an die Haushalte, d.h. in die Kabelverzweigungs-Kästen am Straßenrand, verlagert wird. Zum anderen werden höhere Frequenzen genutzt. Beide Maßnahmen bergen ein höheres Störpotenzial als bisherige DSL-Systeme. Bei der zusätzlichen Einspeisung von VDSL2-Signalen in Telefonkabel muss somit durch Simulationen, Verträglichkeits- und Performance-Tests sichergestellt werden, dass die Qualität der bisherigen DSL-Anschlüsse nicht vermindert wird. Dies erreicht man u.a. durch gezielte Reduzierung der Sendeleistung auf ein "netzverträgliches" Maß (Power Backoff).

DSL & Access Test Lab der Fraunhofer ESK

... mehr zu:
»Datenrate »Lab »MultiDSL »Telefonkabel »VDSL2

Die Testumgebung der Fraunhofer ESK bildet das Zugangsnetz in Deutschland exemplarisch ab und reicht vom Endgerät über Modems und reale Leitungen bis hin zum Diensteserver, z.B. einem Web-Server. Das Testspektrum des Labors umfasst DSL-Funktionalitäts-Tests, Performance-Untersuchungen sowie Tests von Diensten und Anwendungen (Triple Play) einschließlich der Teilnehmer-Authentifizierung über das PPP-Protokoll. Zusätzlich sind Untersuchungen der spektralen Verträglichkeit verschiedener Systeme in typischen Szenarien des Teilnehmeranschlussnetzes möglich. Durch eine speziell für diesen Zweck entwickelte Software - das MultiDSL Messtool- werden solche Untersuchungen unterstützt.

Neben Selbstkonfigurations- und Selbstoptimierungsmechanismen liegt der Forschungsfokus der Fraunhofer ESK auf Dynamic Spectrum Management (DSM), das die Minimierung des Nebensprechens im Kabelbündel durch dynamische Einstellungen im Sender und Empfänger zum Ziel hat. Mit den Ergebnissen werden Breitbandanschlüsse optimiert, wodurch trotz steigender Anschlusszahlen und der notwendigen Erhöhung der Flächendeckung von DSL-Anschlüssen die Qualität neuer und bestehender Anschlüsse garantiert werden kann.

Fraunhofer ESK | Fraunhofer-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.esk.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: Datenrate Lab MultiDSL Telefonkabel VDSL2

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Schnelle Time-to-Market durch standardisierte Datacenter-Container
28.03.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Modellfabrik Industrie 4.0: Forschungs- und Trainingsplattform für Wissenschaft und Wirtschaft
28.03.2017 | Hochschule Konstanz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Von Agenten, Algorithmen und unbeliebten Wochentagen

28.03.2017 | Unternehmensmeldung

Hannover Messe: Elektrische Maschinen in neuen Dimensionen

28.03.2017 | HANNOVER MESSE

Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome

28.03.2017 | Medizin Gesundheit