Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Städte erkunden, Staus vermeiden - HPI-Studenten erleichtern das Reisen

02.03.2007
Acht Bachelor-Absolventen des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) haben eine neue Software entwickelt, die Handynutzern die Planung individueller Städtetouren und das Umfahren von Staus erleichtert.

Ihr System zur Darstellung und Verarbeitung orts- und personenbezogener Informationen in Mobiltelefonen präsentierten sie auf dem "Bachelorpodium", zu dem rund 200 Entscheider aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft nach Potsdam gekommen waren.

Die HPI-Studenten hatten während ihres Bachelorprojekts in München mit europäischen Forschern von NTT DoCoMo, einem der größten Mobilfunkanbieter der Welt, zusammengearbeitet. Betreut wurden sie von Prof. Robert Hirschfeld, Leiter des HPI-Fachgebiets Software-Architekturen. Ziel war es, die Einsatzmöglichkeiten von Mobiltelefonen zu erweitern und deren Nützlichkeit im Alltag deutlich zu erhöhen. "Dazu haben wir eine vorhandene Handysoftware von NTT DoCoMo erweitert. Sie zeichnet Daten wie zum Beispiel Position, Fotos oder Freundschaftsbeziehungen des Nutzers auf und sendet sie zur Aufbereitung ins Internet. Dort kann man dann viele Dienste wie etwa ein automatisch erstelltes Online-Tagebuch (Blog), ein persönliches Fotoalbum oder einen ortsabhängigen Wetterbericht nutzen", erläuterte Dominic Letz, Sprecher der Bachelorprojektgruppe.

Das Team entwickelte nun zusätzlich eine "Sightseeing-Tour"-Anwendung für Städtereisende. Jeder Handynutzer kann dadurch auf Vorlagen zurückgreifen, mit denen andere Reisende bereits gute Erfahrungen sammelten, die Touren aber auch an seinen individuellen Geschmack anpassen. "Die Besonderheit unserer Lösung ist, dass man die Tourpläne nach dem Erstellen auf das Handy laden kann, das den Nutzer während der Tour dann unterstützt", betonte HPI-Student Thomas Kowark. Das Mobiltelefon zeigt nicht nur Karten an, auf denen die jeweils nächsten Sehenswürdigkeiten der Tour in einem Stadtplan verzeichnet sind, sondern auch Notizen, die an vorher festgelegten Positionen als Meldung erscheinen. Alle während der Tour aufgenommenen Fotos und Videos können gespeichert und später zu einem persönlichen Reisealbum zusammengefasst werden, das die Nutzer dann nach Belieben verändern, an Freunde versenden oder abschließend ausdrucken können.

... mehr zu:
»HPI-Student »Mobiltelefon »Staus

Außerdem erweiterte die Bachelorprojektgruppe die Handyanwendung um die Möglichkeit, Staus und andere Verkehrshindernisse sofort zu melden - auf Knopfdruck. "Die Informationen werden im Netzwerk gesammelt und ausgewertet. Autofahrer, die sich der Gefahrenstelle nähern, werden dann unverzüglich über ihr Mobiltelefon gewarnt und können so rechtzeitig reagieren", betonte Teammitglied Michael Perscheid.

Beide Dienste werden durch ein umfangreiches Webportal unterstützt. Darin können die Nutzer ihre Sightseeing-Touren planen und verwalten, den aktuellen Verkehrsstatus auf ihrem Heimweg in Erfahrung bringen oder sich für automatische Benachrichtigungen über veränderte Verkehrsmeldungen registrieren.

Bachelorpodium - Ausweis der praxisnahen Ausbildung am HPI

Das "Bachelorpodium" des Hasso-Plattner-Instituts gibt es schon seit dem Jahr 2005. Seitdem präsentieren die Bachelorstudenten des HPI einmal im Jahr öffentlich die Ergebnisse ihrer Praxis-Projekte, die sie in Teams von vier bis acht Studenten am Ende ihres Bachelorstudiums abgeschlossen haben. Sie zeigen, wie sie zwei Semester lang - von ihren Professoren angeleitet - größere praktische Aufgaben der Informationstechnologie eigenverantwortlich angepackt und welche innovativen Lösungen für Wirtschaft und Gesellschaft sie dabei entwickelt haben. Projektgeber sind renommierte Unternehmen und Institutionen aus ganz Deutschland. Eine Übersicht über die laufenden Projekte gibt die HPI-Internetseite http://www.hpi.uni-potsdam.de/lehre/studienprojekte/bachelorprojekte.html.

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für IT Systems Engineering. Als einziges Universitäts-Institut in Deutschland bietet es den Bachelor- und Master-Studiengang "IT Systems Engineering" an - eine praxisnahe und ingenieurwissenschaftlich orientierte Alternative zum herkömmlichen Informatik-Studium, die von derzeit 360 Studenten genutzt wird. Insgesamt 50 Professoren und Dozenten sind am HPI tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung - auch für erste Adressen der Wirtschaft. Vor allem geht es um Grundlagen und Anwendungen für große, hoch komplexe und vernetzte IT-Systeme.

Hans-Joachim Allgaier | idw
Weitere Informationen:
http://www.hpi-web.de
http://www.hpi.uni-potsdam.de/lehre/studienprojekte/bachelorprojekte.html

Weitere Berichte zu: HPI-Student Mobiltelefon Staus

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Smart Living: VDE-Institut entwickelt Cloud-basierte interoperable Testplattform
15.02.2017 | VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.

nachricht Saarbrücker Informatiker machen „Augmented Reality“ fotorealistisch
15.02.2017 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Im Focus: Breakthrough with a chain of gold atoms

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

Im Focus: Hoch wirksamer Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Im Focus: Sensoren mit Adlerblick

Stuttgarter Forscher stellen extrem leistungsfähiges Linsensystem her

Adleraugen sind extrem scharf und sehen sowohl nach vorne, als auch zur Seite gut – Eigenschaften, die man auch beim autonomen Fahren gerne hätte. Physiker der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Welt der keramischen Werkstoffe - 4. März 2017

20.02.2017 | Veranstaltungen

Schwerstverletzungen verstehen und heilen

20.02.2017 | Veranstaltungen

ANIM in Wien mit 1.330 Teilnehmern gestartet

17.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Innovative Antikörper für die Tumortherapie

20.02.2017 | Medizin Gesundheit

Multikristalline Siliciumsolarzelle mit 21,9 % Wirkungsgrad – Weltrekord zurück am Fraunhofer ISE

20.02.2017 | Energie und Elektrotechnik

Wie Viren ihren Lebenszyklus mit begrenzten Mitteln effektiv sicherstellen

20.02.2017 | Biowissenschaften Chemie