Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

E-Plus 2007 mit weiteren Marken und erhöhter Netzqualität

29.01.2007
Konferenz-Bericht zur EUROFORUM-Konferenz „Telecom Trends 2007“, Teil 3
Die inzwischen schon verwirrende Vielfalt der Mobilfunkmarken in Deutschland hat System und – was viel wichtiger ist – offenbar auch Erfolg. Aufgrund des immer intensiveren Wettbewerbs und der zunehmenden Konzentration auf bestimmte Kundenbedürfnisse und -gruppen wird die Zahl der Marken deshalb in Zukunft noch zunehmen.

„Jede Marke hat und braucht ihre Nische und wir werden da künftig noch feiner reingehen“, erklärte Dr. Andreas Gregori, Chief Marketing Officer (CMO) des Düsseldorfer Mobilfunkbetreibers E-Plus, am Donnerstag auf der EUROFORUM-Konferenz www.euroforum.de/tk-trends „Telecom Trends 2007“ (24./25. Januar) in Köln. Als potentielle weitere Kundengruppen für neue Angebote unter Eigen- oder Partner-Marken nannte der ehemalige Vodafone-Manager Studenten, verschiedene in Deutschland lebende ausländische Volksgruppen (Ethno-) wie Russen, Griechen oder Italiener. Großes Potential erschließe sich zudem durch die noch immer hohen Roamingentgelte bei Angeboten für bestimmte Länder beispielsweise für Urlauber und Geschäftsreisende.

Immer mit der Zielsetzung „Preis-Leistungsführerschaft“ hat E-Plus den Mobilfunkmarkt für Vertragskunden Gregoris Ausführungen zufolge nach bestimmten Tarif-Kernbedürfnissen unterteilt in:

Prepaid (Marktanteil 2-5%)
Strukturtarife (30%)
Minutenpakete (25%) und
Flatrate-Kunden (40%).

Die E-Plus-Antwort darauf ist für jeden Kunden die richtige Marke: E-Plus (Familien/Geschäftskunden), Base (Singles, Doppelverdiener, GK), ay yildiz (in Deutschland lebende Türken), Simyo (Smart shopper) oder vybemobile (junge Twens). Eine zusätzliche Differenzierung und weitere Submarken ergeben sich aus der Zusammenarbeit mit Vistream, einem Enabler für Mobilfunkmarken, der inzwischen Marken wie Igge & Ko, Telesim oder Che Mobile auf den Markt gebracht hat.

Mit mehr als 2 Millionen Netto-Neukunden in zwölf Monaten auf zuletzt 3,6 Mio Kunden (Stand September 2006) ist E-Plus durch seine Markenstrategie inzwischen zum Wachstumsführer in Deutschland aufgestiegen: „42 Prozent der Netto-Neukunden im Markt nutzen das E-Plus Netz“, kann Gregori für den Zeitraum zwischen Januar und September 2006 sagen. E-Plus werde diesen Weg daher weiter verfolgen und noch ausbauen, denn bei den neuen Marken erhalte E-Plus eine extrem positive Resonanz und Kundenzufriedenheit. So sei das Minutenvolumen je Kunde im dritten Quartal 2006 im Vergleich zum Vorjahresquartal massiv gestiegen von 78 auf 114 Minuten (+45%). Die Kundenrückgewinnungskosten seien im gleichen Zeitraum von 136 auf 88 Euro gefallen (-35%) und der Umsatz habe um elf Prozent zugelegt von 644 auf 714 Millionen Euro. Gregori: „Wir haben den Stein ins rollen gebracht und ernten jetzt die Früchte.“ Bei allen noch zu erwartenden Discount-Angeboten geht der E-Plus Marketingchef davon aus, dass die E-Plus-Marken Base und Simyo als Marktführer den Markt weiter dominieren werden.

Parallel zu seiner Markenstrategie wird der Düsseldorfer Mobilfunkanbieter seine Kundennahbereiche massiv ausbauen und die Netzqualität deutlich verbessern. So soll das Filialnetz mit einem überarbeiteten Filialdesign in einheitlichem, markenübergreifendem Look für die gesamte E-Plus-Markenwelt von derzeit noch unter 200 Shops deutlich aufstocken - Insider rechnen gar mit einer Verdoppelung. Dazu wird das Unternehmen dieses Jahr bundesweit 350 neue Vertriebsmitarbeiter anheuern.

Demnächst Qualitätssprung bei der Netzqualität

Bei der Netzqualität geht der Düsseldorfer Mobilfunknetzbetreiber schon für das zweite Quartal von einem deutlichen Qualitätssprung bei der Verfügbarkeit und der Sprachqualität im E-Plus-Netz aus. „Durch die neuen 900er-Frequenzen, die wir im vergangenen Jahr von der Bundesnetzagentur erhalten haben, werden wir eine deutlich bessere Abdeckung auf Land und in Gebäuden in den Innenstädten erhalten“, so Gregori in Köln gegenüber Portel.de. Zudem würden alte Stationen, die noch aus den Anfangszeiten des Netzaufbaus stammen, ausgetauscht und durch neuere Technik ersetzt, die den gestiegenen Nutzungszahlen besser gerecht wird. Einen dreistelligen Millionenbetrag nehme das Unternehmen dafür jedes Jahr in die Hand.

Themen 2007

DSL-Angebote unter einer eigenen Marke wird es zumindest im laufenden Jahr von E-Plus noch nicht geben. Man werde den Markt aber zusammen mit Partnern wie United Internet/1&1 laufend beobachten und zeitnah reagieren, kündigte Gregori an. Sein Hauptarbeitsfeld sehe er auch 2007 in den Bereichen Voice und SMS. Zudem glaube er fest an das Thema Musik auf dem Handy. Bei allen Angeboten von E-Plus stünden aber weniger die Hardware, also Handys, im Fokus, sondern vielmehr die Tarife.

(Autor: GEORG STANOSSEK)
www.portel.de/index.php?id=33&tx_ttnews[tt_news]=13445

Weitere Informationen:

Claudia Büttner
Leiterin Presse/Internet
EUROFORUM Deutschland GmbH
Prinzenallee 3
40549 Düsseldorf
Tel.: +49 (0) 211/96 86- 3380
Fax: +49 (0) 211/96 86- 4380
Mailto:presse@euroforum.com

Dr. phil. Nadja Thomas | EUROFORUM Deutschland GmbH
Weitere Informationen:
http://www.euroforum.com
http://www.euroforum.de/presse

Weitere Berichte zu: E-Plus Marken Netto-Neukunden Netzqualität

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Smart Living: VDE-Institut entwickelt Cloud-basierte interoperable Testplattform
15.02.2017 | VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.

nachricht Saarbrücker Informatiker machen „Augmented Reality“ fotorealistisch
15.02.2017 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie