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Vertrauen dient zur Eindämmung der Verbreitung von Spam

30.10.2006
Softwareentwickler an der Universität Genf entwickelten einen neuen Spamfilter, der E-Mails von nicht vertrauenswürdigen Absendern an Ihrem Posteingang vorbei und in spezielle Ordner umleitet.

Die elektronische Post oder E-Mail hat weit reichende Auswirkungen auf die Kommunikation in Beruf und Freizeit. Die E-Mails sind aber auch nicht frei von Problemen. Die Verbreitung von Spam, also unerwünschten Nachrichten, nimmt zu.

Im Zuge eines Projekts des Information Society Technologies-Programms mit dem Titel SECURE trieb man die Idee des Vertrauens im Computerwesen voran, vor allem die Nutzung von Vertrauen zur Steigerung der Sicherheit. Der SECURE-Arbeitsplan diente der Erarbeitung eines Spamfilters. Die Leitung bei dieser Aufgabe übernahmen Sicherheitsexperten an der Universität Genf.

Jede auf dem Server des Kunden eingehende E-Mail wird anhand des im Rahmen von SECURE implementierten Vertrauensmodells überprüft. E-Mails aus gültigen Quellen werden direkt in den Posteingang des Benutzers geleitet, während die übrigen Nachrichten als Spam gekennzeichnet und in einen gesonderten Ordner geschickt werden. Falls erwünschte E-Mails fälschlicherweise als Spam eingestuft werden oder umgekehrt, beobachtet der Filter die Aktionen des Benutzers (z.B. Verschieben von Nachrichten zwischen Ordnern) und richtet seine Vertrauensstrategie entsprechend aus.

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Durch mehrere tausend Zeilen einer Java-Programmierung kann der Spamfilter mit dem beliebten Simple Mail Transfer Protocol (SMTP) auf der Serverseite und dem Internet Message Access Protocol (IMAP) auf der Kundenseite zusammenarbeiten. Zwar ist die Funktionalität eingeschränkt, aber der Filter kann auch bei der Version 3 des Post Office Protocol (POP3) benutzt werden. In jedem Umfang ist IMAP zurzeit bei allen wichtigen E-Mail-Anwendungen (z.B. Microsoft Outlook, Mozilla usw.) verfügbar.

Der neue Spamfilter unterstützt künftig die bestehenden Spamfilter, die E-Mails mit verdächtigem Inhalt blockieren und befreit die E-Mail-Benutzer vom lästigen Löschen unzähliger Spam-Nachrichten. An der Universität Genf plant man weitere Tests und Entwicklungen, bevor der neue Filter in den Handel kommt.

Jean-Marc Seigneur | ctm
Weitere Informationen:
http://cui.unige.ch/~seigneur/

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