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RFID-Chips optimieren Reinigung von Klinikbetten

12.09.2006
Die berührungslose Funktechnik RFID optimiert den Reinigungsprozess von Klinikbetten. Krankenhäuser sparen damit Kosten und erhöhen letztlich die Auslastung ihrer Betten.

Mit RFID-Chips kann die Reinigung der Betten an den wirklich notwendigen Aufwand angepasst werden. Das hat jetzt ein Pilotprojekt von Siemens in den städtischen Kliniken in Bielefeld ergeben. Siemens Business Services hat dort mit Partnern Betten mit RFID-Chips ausgestattet und sie während ihrer Benutzungszeit verfolgt.


Bisher werden Klinikbetten nach einer Belegung immer komplett gereinigt, egal ob ein Patient nur wenige Stunden oder wochenlang darin gelegen hat. Die Klinikmanager wissen in der Regel auch nicht, wie lange es dauert, bis ein Bett gereinigt ist und wieder zur Verfügung steht.

Die Siemens-Experten brachten mit dem Bettenhersteller Stiegelmeyer in einer Station an jedem Bett einer einen RFID-Chip an, der eine eindeutige Identifizierung per Funk ermöglichte. An den Ein- und Ausgängen der Station sowie der zentralen Bettenaufbereitung erfassten Lesegeräte die Betten und gaben die Daten an eine Software weiter. Wenn ein Bett aus der Station in die Reinigung kam, erkannte die Software, wie lange das Bett benutzt war. Für ein Bett, das nur einen Tag auf einer Station verwendet wurde, reicht eine einfache Desinfektion aus, erst ab drei Tagen erfolgt eine vollständige Reinigung.

Das Pilotprojekt wies für die Klinik ein erhebliches Einsparpotenzial nach. Demnach kann der Aufwand für die Reinigung deutlich reduziert werden. Es wird weniger Reinigungsmittel verbraucht. Ein Ergebnis ist auch, dass die Betten durchschnittlich zwei Tage praktisch ungenutzt in der Aufbereitung stehen. Das bedeutet weiteres Einsparpotenzial, weil offenbar der Bettenbestand zu hoch ist.

Nach einem ähnlichen Konzept stattet das Inselspital Bern alle 1600 Betten, 1000 Matratzen und die Bettenzentralen mit RFID-Chips von Siemens aus. Die Klinikleitung des ältesten und größten Universitätskrankenhauses der Schweiz geht von Einsparungen von jährlich 200.000 Franken (rund 127.000 Euro) aus. (IN 2006.09.1)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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