Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

FH Reutlingen und Nationale Bergbauakademie Ukraine - Zusammenarbeit im Bereich IT und Automation

18.12.2001


Personen von links nach rechts:Prof.Dr.Gerhard Gruhler,Prof.Dr.Georg Obieglo, Rektor FH Reutlingen,Dr.Leonid Tsvirkun, Prof.Dr.Victor Tkachov, Dr.Nikolaus Neuberger, Dolmetscher, Alexander Khilov, Doktorand der ukrainischen Universität


Beziehungen besonderer Art auf Basis von Kooperationsvereinbarungen verbinden den Studiengang Informationstechnologie und Automation der FH Reutlingen mit dem fachlichen Pendant der Nationalen Bergbauakademie der Ukraine.
Im Jahr 1998 wurden die ersten Kontakte mit dieser Universität geknüpft, die ein Jahr später zu einem Kooperationsvertrag führten. Ursprünglich hätte man gerne die sehr gut ausgebildeten Wissenschaftler und Absolventen im IT- und Automatisierungsbereich an die Fachhochschule über Green-Card-Arbeitsverträge gebunden, denn auch hier spürt man die Folgen des Arbeitskräftemangels im IT-Bereich - die eigenen Absolventen bevorzugen nun mal die lukrativeren Chancen in Industrie und Wirtschaft. Doch von dieser Lösung distanzierte man sich, da vor Ort sehr schnell erkannt wurde, dass diese Fachkräfte das wesentliche hochwertige Potential dieser Region darstellen, wie dies oft in Ländern der ehemaligen Sowjet-Union der Fall ist. Es wäre somit unverantwortlich gewesen, der Region diese Grundlage zu entziehen.

Aber es wurden Lösungen gefunden, die den Interessen beider Kooperationspartner Rechnung tragen. Doktoranden, wissenschaftliche Mitarbeiter und Studierende der Universität in Dnjepropetrowsk/ Ukraine kommen zu Studienzwecken und wissenschaftlicher Mitarbeit nach Reutlingen. So auch Alexander Khilov, der zur Zeit als Aspirant (im deutschen Sprachgebrauch Doktorand) seiner Hochschule im Reutlinger Forschungsprojekt Verbund Virtuelle Hochschule mitarbeitet.
Die hochwertige Ausbildung dieser Wissenschaftler ermöglicht ihnen einen schnellen Einstieg in die hier verfügbaren modernen Technologien, so dass sie wertvolle Beiträge liefern können, wie Alexander Khilov und seine Vorgänger schon gezeigt haben.

Ein weiterer Aspekt der effizienten partnerschaftlichen Zusammenarbeit ist die im Bereich Informationstechnologie organisierte Durchführung von Projekten. Es wird versucht, Aufträge zur Softwareentwicklung von deutschen Firmen an die ukrainischen Hochschulpartner der Bereiche Automatisierungstechnik und Computer Engineering zu vermitteln. Auf dieser Basis erhalten deutsche Firmen zu attraktiven Preisen die von ihnen benötigte Software, entwickelt von hervorragend ausgebildeten Wissenschaftlern der Bergbauakademie, und unterstützen mit ihren Aufträgen diese Wissenschaftler vor Ort, den Aufbau einer Infrastruktur, Modernisierung der Laborausstattungen und damit die Verbesserung der Arbeits- und Forschungsmöglichkeiten an der ukrainischen Universität. Im Jahr 2000/2001 wurde das erste Projekt dieser Art durchgeführt, das zweite beginnt voraussichtlich Anfang 2002.

Partnerschaftliche Beziehungen zwischen Hochschulen müssen gepflegt werden. So ist Prof. Dr. Gerhard Gruhler, IT und Automation, FH Reutlingen, schon zwei Mal in Dnjepropetrowsk / Ukraine gewesen; er begrüßte nun in der ersten Dezemberwoche Prof. Dr. Victor Tkachov und Dr. Leonid Tsvirkun, die in Reutlingen zu einem dritten Gegenbesuch eintrafen. Prof. Dr. Tkachov ist Lehrstuhlinhaber und Institutsleiter, Automatisierungstechnik, und Dr. Leonid Tsvirkun stellvertretender Institutsleiter, ebenfalls Automatisierungstechnik, der Nationalen Bergbauakademie Ukraine.
Während dieses Besuches war nicht nur die Planung und Abstimmung einer weiterführenden Kooperation für die nächsten 1-2 Jahre von Interesse sondern auch Alexander Khilov, der wie schon erwähnt zur Zeit als Doktorand an der FH Reutlingen seine Dissertation vorbereitet. Eine Präsentation seiner Arbeiten und Ergebnisse wurde von seinem künftigen Doktorvater Prof. Dr. Victor Tkachov gehört, der diesen Besuch selbstverständlich auch für die Betreuung seines Aspiranten nutzte.

Auch der Rektor der FH Reutlingen, Prof. Dr. Georg Obieglo, empfing die ukrainischen Gäste und betonte damit die Bedeutung der bisherigen und künftigen Zusammenarbeit, die noch sehr viel ausbaufähigen Charakter aufweist. So wie die dortige Entwicklung voranschreitet, so viel mehr Möglichkeiten werden sich ergeben.

Rita Maier | idw

Weitere Berichte zu: Automation Automatisierungstechnik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Computer mit Köpfchen
18.08.2017 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

nachricht Pepper, der neue Kollege im Altenheim
17.08.2017 | Universität Siegen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie