Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Karten in Navigationssystemen einfach freischalten

13.06.2006
Wer nicht ständig mit dem Auto im Ausland unterwegs ist, braucht für sein Navigationssystem keinen kompletten - und teuren - Kartensatz, zum Beispiel von Europa. Bei einzelnen Fahrten, etwa in den Urlaub nach Frankreich, lässt sich die Straßenkarte des jeweiligen Landes einfach vorübergehend freischalten. Für die Umsetzung dieser Geschäftsidee bekommen Dr.-Ing. André Weimerskirch und Dr.-Ing. Thomas Wollinger, Mitarbeiter der escrypt GmbH, den Transferpreis 2005. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert, gestiftet von der rubitec GmbH und der Gesellschaft der Freunde der RUB. Damit würdigt die RUB die erfolgreiche Umsetzung von Know-how aus der Hochschule in Produkte und Verfahren.
Transferpreis 2005 für RUB-Spin Off - Auch in diesem Jahr ist der Transferpreis wieder ausgeschrieben.

Das Problem

Navigationssysteme für Fahrzeuge werden heute mit einem Datenträger verkauft, der entsprechendes Kartenmaterial beinhaltet. Je nach Preis des Systems enthält der Datenträger eine komplette Deutschland- oder Europakarte. Die Datenträger sind auch heute schon kopiergeschützt, um die illegale Weitergabe zu verhindern. In vielen Fällen kann der Kopierschutz jedoch umgangen werden, so dass dem Hersteller ein beträchtlicher Schaden entsteht. Ein beachtlicher Nachteil existierender Geräte ist, dass Kunden selbst für kurzfristige Nutzungen (z. B. eine einzige Auslandsfahrt) einen kompletten, relativ teuren Datenträger (z. B. mit einer Frankreichkarte) kaufen müssen.

Die Lösung

Die beiden Preisträger und Firmenmitgründer Dr.-Ing. André Weimerskirch und Dr.-Ing. Thomas Wollinger haben ein System entwickelt, das diese Geschäftsidee - Kartenmaterial mit zeitlich begrenzter Dauer und mit sicherem Kopierschutz zu nutzen - mit Hilfe der Datensicherheit umsetzt und somit dieses Geschäftsmodell erst erlaubt. Es ermöglicht den Käufern, gezielt das von ihnen gewünschte Kartenmaterial zusammenzustellen. Daher muss ein Käufer nicht mehr eine Europakarte kaufen, wenn er einmal im Jahr in das europäische Ausland fährt. Der Käufer spart somit Geld. Außerdem hat der Käufer dadurch immer Zugang zum neuesten Kartenmaterial. Die technische Herausforderung dabei war, das Kartenmaterial im Initialzustand so stark mit Kryptographie zu verschlüsseln, dass die Daten nicht unmittelbar nutzbar sind. Die Kartendaten können allerdings je nach Bedarf freigeschaltet werden.

Die escrypt GmbH

Die escrypt GmbH, ein Spin Off der RUB, ist ein Systemhaus für alle Themen der Sicherheit in eingebetteten Anwendungen. Die Kunden der escrypt stammen aus den Branchen Smart Card, Automobilindustrie, Bahn- und Flugzeugbau, Mobilfunkindustrie, Prozessindustrie und Consumer-Elektronics. Auf der Referenzliste des Unternehmens stehen neben den großen deutschen Automobilherstellern und deren führenden Zulieferern ebenso Weltmarktführer im Chipbereich, Banken und staatliche Institutionen. Die escrypt ist aus dem Lehrstuhl für Kommunikationssicherheit von Prof. Christof Paar hervorgegangen und ist eine der wenigen Firmen weltweit, die auf dieses Thema spezialisiert ist. Die Firma ist Teil von eurobits, dem Europäischen Kompetenzzentrum für IT-Sicherheit der RUB.

Weitere Informationen

escrypt GmbH - Embedded Security, Haus für IT-Sicherheit, Lise-Meitner-Allee 4, 44801 Bochum, Tel. 0234/43870209, E-Mail: info@escrypt.com

rubitec GmbH, Dr. Gordon Heinemann, Tel. 0234/32-11951, E-Mail: gordon.heinemann@rub.de

Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://www.escrypt.com
http://www.rubitec.de

Weitere Berichte zu: Datenträger Kartenmaterial Navigationssystem RUB Transferpreis

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Layouterfassung im Flug: Drohne unterstützt bei der Fabrikplanung
19.05.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

nachricht Intelligente Industrialisierung von Rechenzentren
15.05.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten