Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Virtueller Drucker für die Fußball-WM

02.06.2006


In Zukunft entscheiden Drucker, Fax und Scanner selbst, wann sie aktiv werden. Eine Software verwaltet die Geräte und ordnet Aufträge dem richtigen Apparat zu. Während der Fußball-Weltmeisterschaft nutzen Sportjournalisten erstmals das »Virtual Office of the Future«.



In Kaiserslautern werden es die Sportjournalisten zur Weltmeisterschaft etwas bequemer haben als in anderen Spielstädten. Denn obwohl sie ständig zwischen Pressekonferenzen und Stadion unterwegs sind, werden sie nicht auf Bürokomfort verzichten müssen. Mit dem »Virtual Office of the Future«, kurz VOF, des Fraunhofer-Instituts für Experimentelles Software Engineering IESE lassen sich Bürogeräte intelligent vernetzen und von überall her erreichen. Den Journalisten bietet es die Möglichkeit, an jedem Punkt der Stadt mit dem eigenen Laptop Aufträge an Drucker zu senden, die über ganz Kaiserslautern verteilt sind. Beispielsweise können Texte oder Dokumente direkt vom Stadion zum Drucker ins Hotel geschickt werden.

... mehr zu:
»Drucker »Fußball-WM »Sportjournalist »VOF


»Natürlich ist diese Anwendung nur ein kleines Beispiel für das, was das VOF leisten kann«, sagt Entwicklungsleiter Dr. Dirk Muthig. Gemeinsam mit Forschern des japanischen Geräteherstellers Ricoh arbeitet er in Kaiserslautern daran, Fax, Scanner oder Drucker schlauer zu machen und so neue Anwendungen zu erschließen. Ein Beispiel: Statt im Firmennetzwerk mühsam nach dem geeigneten Drucker zu suchen, der Farbausdrucke in Laserqualität liefert, muss der Nutzer nur noch wählen, welche Qualität der Ausdruck haben soll. Das VOF findet dann den entsprechenden Drucker von allein. Auch die Suche nach einem freien Faxgerät ist damit endgültig vorbei. Der Faxbefehl genügt, und schon schickt der VOF-Zentralrechner das Dokument auf ein Gerät in der Firma, das gerade nicht besetzt ist.

Mit dem VOF-Ansatz verabschieden sich die Entwickler von der Kommunikation mit einzelnen Geräten. Stattdessen schaffen sie eine virtuelle Druckumgebung, die selbst entscheidet, wie sie sich am effi-zientesten nutzen lässt. Ganz gleich, welche Bedürfnisse der Kunde hat, das Forscherteam entwickelt mit Hilfe der Fraunhofer »PuLSE™-Technologie« – dem Product Line Software and Systems Engineering – die entsprechende Lösung. »Unsere Software ist wie ein Werkstoff, den wir nur noch in die richtige Form bringen müssen«, erklärt Muthig. So ist zum Beispiel ein Dokumentationssystem für die Polizei angedacht: Bei Aufnahmen an Unfallorten soll die Digitalkamera automatisch das korrekte Format und den richtigen Ausschnitt auswählen, um die Einbindung der Bilder in den späteren Bericht zu erleichtern.

Dr. Dirk Muthig | Fraunhofer-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.iese.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: Drucker Fußball-WM Sportjournalist VOF

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Schnelle Time-to-Market durch standardisierte Datacenter-Container
28.03.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Modellfabrik Industrie 4.0: Forschungs- und Trainingsplattform für Wissenschaft und Wirtschaft
28.03.2017 | Hochschule Konstanz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Organisch-anorganische Heterostrukturen mit programmierbaren elektronischen Eigenschaften

29.03.2017 | Energie und Elektrotechnik

Klein bestimmt über groß?

29.03.2017 | Physik Astronomie

OLED-Produktionsanlage aus einer Hand

29.03.2017 | Messenachrichten