Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Arche Noah: Arten schützen - dank Informatik

18.04.2006


Was haben Zoologische Gärten mit Informatik zu tun? Damit die Zoos ihre Funktion als Arche Noah für bedrohte Tierarten erfüllen können, sind sie weltweit miteinander vernetzt. Sie sammeln und organisieren Informationen über ihre Tiere mit Hilfe globaler Datenbanken und koordinieren weltweite Zuchtprojekte. Im April, Mai und September beteiligen sich im Rahmen des Informatikjahres sechs deutsche Zoos an der Aktion "Arche Noah: Arten schützen - dank Informatik".

... mehr zu:
»Arche »Gärten »Tierart »Zoo

Im April, Mai und September beteiligen sich sechs deutsche Zoos an der Aktion "Arche Noah: Arten schützen - dank Informatik" im Rahmen des Informatikjahres. Der Verband Deutscher Zoodirektoren ist Partner im Wissenschaftsjahr 2006, das sich mit der Informatik und ihrer Anwendung beschäftigt. Was haben Zoologische Gärten mit Informatik zu tun? Auch wenn man es nicht sofort vermuten würde, läuft in modernen Zoos eine ganze Menge dank Informatik. So sammeln und organisieren zoologische Gärten umfangreiche Informationen über ihre Tiere mit Hilfe globaler Datenbanken. Sie koordinieren weltweite Zuchtprojekte und speichern zum Beispiel Details über Haltung und tiermedizinische Informationen. Nur so ist es möglich, Populationen optimal zu managen. Die Zoologischen Gärten in Stuttgart, Köln, Frankfurt am Main, Münster, Rostock und Duisburg erklären an besonderen Terminen in Führungen und an Infoständen die Bedeutung der Informatik für die Arterhaltung und die Forschung.

Damit die Zoos ihre Funktion als Arche Noah für bedrohte Tierarten erfüllen können, müssen sie weltweit miteinander vernetzt sein. Die erste Version dieser Datenbank existiert seit 1974: In ihr werden Informationen von über zwei Millionen Tieren in 10.000 Arten gespeichert - und zwar aus 630 Zoos aus über 70 Ländern. Eine aktualisierte Software ist noch in 2006 geplant. Die globale Vernetzung ist ein entscheidender Vorteil: So werden beispielsweise Zuchtbücher für seltene Tierarten über Ländergrenzen hinweg koordiniert oder Wiederansiedlungsprojekte aufeinander abgestimmt.


Folgende Zoologische Gärten beteiligen sich an der Aktion am ersten Mai-Wochenende, 6. und 7. Mai 2006:

Der Zoo Duisburg widmet sein Informatik-Wochenende dem Koala-Bären und dem Pinselohrschwein. Im Jahre 1994 wurde dem Zoo die Koordination des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) für die Fossa (größtes Raubtier auf Madagaskar) übertragen. Ziel dieses Zuchtprogrammes ist unter anderem, eine genetisch intakte Population der Fossas aufzubauen und zu bewahren. Die Anmeldung für die Führungen am 6. und 7. Mai, jeweils um 11.00 Uhr und 14.00 Uhr, bitte per E-Mail an: kamela@zoo-duisburg.de.

Ansprechpartner:
Michael Kamela, Zoo Duisburg, Mühlheimer Str. 273, 47058 Duisburg,
Tel.: 0203 / 30559 - 16, Fax: 0203 / 30559 - 22, E-Mail: kamela@zoo-duisburg.de

Der Zoo Frankfurt am Main gibt an Infoständen Einblicke in die Datenbanken ARKS (Animal Records Keeping System) und SPARKS (Single Population Animal Records Keeping System), mit denen der Tierbestand verwaltet wird. Insbesondere wird der Bezug des Europäischen Erhaltungsprogramms zum Arterhalt der Socorrotaube und der goldgelben Löwenäffchen gezeigt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Ansprechpartner:
Stefan Stadler, Zoo Frankfurt, Alfred-Brehm-Platz 16, 60316 Frankfurt/Main,
Tel.: 069 / 212 344 - 28, Fax: 069 / 212 450 - 67, E-Mail: stefan.stadler@stadt-frankfurt.de

Bei den Informatik-Touren im Kölner Zoo geht es unter anderem um den Ein-satz von Chips zur Individualmarkierung von Erdmännchen und softwarege-stützte Wiederansiedlungsprojekte der Wildpferdrasse Przewalski. Anmeldung für Führungen am Samstag und Sonntag jeweils um 11.00 Uhr und 14.00 Uhr, bitte montags und donnerstags von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr unter der Telefonnummer 0221/7785 - 121.

Ansprechpartnerin:
Lucia Schröder, Zoo Köln, Riehler Straße 273, 50735 Köln, Tel.: 0221 / 7785 - 243, Fax: 0221 / 7785 - 111, E-Mail: schroeder-zoopaedagogik@zoo-koeln.de

Was der digital gesteuerte Artenschutz für den Nasenbär und den Persischen Leoparden zu tun vermag, wird in der Informatik-Tour des Allwetter-Zoos Münster deutlich. Auch das Münstersche Meerschweinchen und der Malaienbär werden eine zentrale Rolle einnehmen. Die Führungen finden an beiden Tagen um 14.00 Uhr statt; Treffpunkt ist im Eingangsbereich. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Ansprechpartner:
Dr. Dirk Wewers, Allwetterzoo Münster, Sentruper Str. 315, 48161 Münster,
Tel.: 0251 / 8904 - 19, Fax: 0251 / 8904 - 90, E-Mail: wewers@allwetterzoo.de

Weitere Zoo-Veranstaltungen in Rostock und Stuttgart

Zuchtbuch-Datenbanken von Eisbären und Videoüberwachung von Tieren sind Themen der Informatik-Vorträge im Zoologischen Garten Rostock. Die Vorträge finden bereits im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften in Rostock am Donnerstag, 27. April, jeweils um 19.00 Uhr und um 20.30 Uhr in der "Darwin-Box" statt. Auch die Bilddatenbank Cumulus und die Rolle der Elektronischen Datenverarbeitung in der Tiermedizin spielen hierbei eine Rolle. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Ansprechpartner:
Frank Fuchs, Zoologischer Garten Rostock, Rennbahnallee 21, 18059 Rostock,
Tel.: 0381 / 208 21 04, Fax: 0381 / 493 44 00, E-Mail: f.fuchs@zoo-rostock.de


Die Wilhelma in Stuttgart wird die Zoo-Informatikjahr-Führung erst im Sep-tember am so genannten "Wilhelma-Tag" durchführen. Präsentiert wird die neue globale Datenbank ZIMS (Zoological Information Management System), über die veterinärmedizinische Daten abrufbar sind, Bilder und Videos eingestellt, Tiergruppen besser erfasst und gemanagt und eine Vielzahl an Informationen zur Haltung bestimmter Tierarten verfügbar gemacht werden.

Ansprechpartnerin:
Dr. Ulrike Rademacher, Wilhelma Stuttgart, Postfach 50 12 27, 70342 Stuttgart,
Tel.: 0711 / 5402 - 133, Fax: 0711 / 5402 - 222, E-Mail: ulrike.rademacher@wilhelma.de

Alle Termine eignen sich besonders gut für die Bildberichterstattung.

Weitere Informationen zu den Führungen erhalten Sie direkt bei den
Ansprechpartnern der beteiligten Zoos. Oder unter:
www.isis.org
www.zoodirektoren.de
www.waza.org

Pressevertreter, die an einer Führung teilnehmen möchten oder weitere Informationen zum Informatikjahr benötigen, wenden sich bitte an:

Team Informatikjahr

Susanne Kumar-Sinner
Neue Schönhauser Straße 3-5
10178 Berlin
Tel.: 030 / 590 04 33 - 11
Fax: 030 / 590 04 33 - 51
E-Mail: kumar@informatikjahr.de
www.informatikjahr.de

Ulrich Weigand
Neue Schönhauser Straße 3-5
10178 Berlin
Tel.: 030 / 590 04 33 - 55
Fax: 030 / 590 04 33 - 51
E-Mail: weigand@informatikjahr.de

Susanne Kumar-Sinner | idw
Weitere Informationen:
http://www.informatikjahr.de

Weitere Berichte zu: Arche Gärten Tierart Zoo

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Schutz vor Angriffen dank flexibler Programmierung
22.03.2017 | FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Störungsfreie Kommunikation für die Fabriken von morgen
22.03.2017 | Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen