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High-tech-Chip macht Spenderblut unverwechselbar

24.03.2006


Im Klinikum Saarbrücken wird die Versorgung der Patienten mit Blutkonserven jetzt noch sicherer. Siemens stattet die Beutel mit lebensrettendem Spenderblut mit RFID-Chips aus, die dem Krankenhauspersonal jederzeit genaue Auskunft über jede einzelne Konserve geben.




RFID (Radio Frequency Identification) ist eine Methode, um Daten jeglicher Art auf einem Chip berührungslos lesen zu können. Bislang wird diese Technik hauptsächlich bei Transportgütern eingesetzt. An Waren angebracht, werden den kleinen Plättchen mit der Größe eines Aufklebers alle Informationen wie zum Beispiel Inhalt, Herkunft und Zielort des Produkts einprogrammiert. Wird ein Code am Chip abgelesen, erscheinen auf einem Display des Scanners alle für die jeweilige Ware relevanten Daten.



Das Saarbrücker Klinikum verwendet diese Technik seit 2005 – als erstes deutsches Krankenhaus. Patienten erhalten kleine Armbänder mit Funkchips; Ärzte können sie so mit Hilfe eines Tablet-PCs identifizieren. Damit werden etwa Fehler bei der Medikamentengabe ausgeschlossen. Eine ähnliche RFID-Lösung setzt Siemens schon seit 2004 erfolgreich im New Yorker Jacobi Medical Center ein. Nun erweitert das 700-Betten-Klinikum im Saarland das System auf Blutkonserven. Das Risiko, einem Patienten eine falsche Blutspende zu verabreichen, reduziert sich so auf ein Minimum.

Auf den RFID-Armbändern der Patienten befinden sich individuelle Behandlungsdaten. Die Krankenschwester scannt mit einem mobilen Lesegerät den Chip und erhält so in Sekundenschnelle Zugriff auf die passende Krankenakte, die in einer geschützten Datenbank hinterlegt ist – etwa mit Details zur Krankengeschichte und den zu verabreichenden Medikamenten oder Blutkonserven.

Um bei einer Transfusion eine Verwechslung der Spende auszuschließen, werden die Daten mit denen des Empfängers verglichen. Erst wenn die Angaben mit denen auf der Blutkonserve übereinstimmen, findet die Transfusion statt. Der am Blutbeutel angebrachte Chip enthält Informationen wie Blutgruppe, Herkunft, Verwendungszweck und vorgesehenen Empfänger.

(IN 2006.03.7)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com

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