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TUHH untersucht Qualität von Gleisanlagen

08.02.2006


Forschungsprojekt in Kooperation mit Hochbahn AG

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Im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekts forscht die Technische Universität Hamburg-Harburg (TUHH) in Kooperation mit der Hamburger Hochbahn AG an einem Verfahren, das es erlaubt, den Zustand von Gleisen während des regelmäßigen Bahnbetriebs zu ermitteln. Zu diesem Zweck sind Sensoren und Rechner in den Fahrerstand eines fahrplanmäßig verkehrenden Hamburger U-Bahnzuges installiert worden. Seit dem 15. Oktober 2005 sind die Prüfgeräte im Einsatz; erste Daten wurden bereits analysiert.

Gleisanlagen können bislang nur während der kurzen Betriebspausen geprüft werden. Diese Tests sollen künftig während des laufenden Betriebes möglich sein. Dadurch können größere Schäden erst gar nicht entstehen und somit Instandhaltungskosten gesenkt werden.


In den kommenden Monaten werden weitere Daten gesammelt. Das Ziel ist, die Qualität der befahrenen Gleisanlage während des laufenden Betriebes zu ermitteln. "Das dynamische Zusammenspiel von Eisenbahnrädern und Schienen ist sehr empfindlich. Deshalb verwenden wir für die Auswertung der Messungen spezielle Methoden aus der Chaostheorie. Diese Methoden helfen uns, Störungen in den Messdaten von relevanten Signalanteilen zu unterscheiden", sagt Philipp Glösmann, Doktorand im Institut für Mechanik und Meerestechnik der TUHH.

Leiter des Projektes ist Prof. Dr.-Ing. habil. Edwin Kreuzer. "Die Herausforderung bei diesem Projekt besteht darin, aus der Fülle unterschiedlicher Daten die für die Bewertung des Gleiszustandes wichtigen Informationen herauszufiltern."

Bis zur Serienreife der an der TUHH entwickelten neuen Technologie werden nach Einschätzung der Projektpartner noch zwei Jahre vergehen. "Wir betreiben Grundlagenforschung und stehen trotz unserer langjährigen Erfahrungen aus anderen Projekten bislang noch am Anfang", sagt Professor Kreuzer. Zunächst bedarf es einer deutlich höheren Anzahl an Messwerten, um das Auswertungsverfahren verfeinern zu können.

Jutta Katharina Werner | idw
Weitere Informationen:
http://www.mum.tu-harburg.de

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