Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nationale Gesundheitstelematik ist eines der größten IT-Projekte weltweit

09.09.2005


Seit zwei Jahren laufen in Deutschland die nationalen Vorbereitungen zur Einführung von etwa 80 Millionen elektronischen Gesundheitskarten und zum Aufbau einer nationalen Telematikinfrastruktur für das Gesundheitswesen auf Hochtouren. Dabei stehen drei Aspekte im Fokus: Zum einen soll dadurch die Qualität der medizinischen Versorgung verbessert werden - durch eine schnellere und vollständigere Informationsübermittlung zwischen den Gesundheitsversorgungseinrichtungen oder durch die Nutzung einer gemeinsamen elektronischen Krankenakte. Zum anderen soll auch die Effizienz der Versorgung durch die Vermeidung von Doppeluntersuchungen, frühzeitige Erkennung von unerwünschten Arzneimittelwirkungen und eine koordinierte prospektive Behandlungsplanung und damit durch insgesamt verkürzte Behandlungsprozesse erhöht werden. Und nicht zuletzt soll auch eine aussagekräftige Datenbasis für die Gesundheitsberichtserstattung, Forschung und Gesundheitssystemplanung geschaffen werden.


Die Komplexität und das notwendige Finanzierungsvolumen dieses Projektes, das weltweit zu den größten IT-Projekten zählt, wurden anfangs vor allem durch das Bundesgesundheitsministerium und die Organe der Selbstverwaltung unterschätzt. Mit ihrer Expertise und der qualifizierten Arbeit ihrer Projektgruppen begleitet und kommentiert die GMDS diesen Prozess seit vielen Jahren. Frühzeitig hat sie auf die Komplexität und Breite des Themas hingewiesen.

Die GMDS mit ihrem Fachbereich "Medizinische Informatik" - zu dem die Gesundheitstelematik zählt - und der umfangreichen Expertise ihrer Mitglieder, ist die wissenschaftliche Fachgesellschaft schlechthin für dieses Thema.


Hauptanliegen der GMDS hinsichtlich der Ausgestaltung der nationalen Gesundheitstelematik sind:

  • Die Balancierung von Aspekten des Datenschutzes einerseits und der aufgaben-angemessenen Benutzbarkeit der Telematik-Lösungen für die Patienten und Ärzte andererseits, da beides oftmals antagonistisch wirkt.
  • Die ausreichende Berücksichtigung der Interessen der Bürger und Patienten.
  • Die angemessene Berücksichtigung internationaler Standards und aktueller Entwicklungen im Bereich der Medizinischen Informatik.
  • Die Entwicklung und der Einsatz zentraler Referenzserver für inhaltliche Standards wie Terminologien und Klassifikationen.
  • Die Förderung der Akzeptanz bei Bürgern und Ärzten für Verfahren der Medizinischen Informatik.

GMDS-Arbeitsgruppen bearbeiten teilweise seit Jahrzehnten die wichtigsten dieser Aspekte.

Neben speziellen Arbeitsgruppen wie "Datenschutz", "Standardisierte Terminologien", "Archivierung von Krankenunterlagen", "Informationssysteme im Gesundheitswesen", "Standards zur Kommunikation und Interoperabilität" beschäftigt sich die Arbeitsgruppe "Telemedizin" seit nunmehr fast 10 Jahren mit dem Thema Gesundheitstelematik und beteiligt sich seit Jahren an der Ausrichtung einschlägiger Tagungen und Workshops.

Auf der gemeinsamen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (GMDS) und der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Epidemiologie (DAE) in Freiburg vom 12. bis zum 15. September werden sehr viele wissenschaftliche Beiträge zu Anwendungen der Gesundheitstelematik zur Diskussion gestellt.

Nähere Informationen und das endgültige Programm mit informativen Kurzfassungen der Beiträge finden Sie im Web unter www.gmdsdae2005.de

Information für die Presse: Als Vertreter der Presse können Sie die Fachtagung kostenfrei besuchen. Wenn Sie sich für dieses Thema interessieren, vermitteln wir Ihnen gerne den Kontakt zum Spezialisten oder detailliertes Material.

Kontakt: Wenn Sie vorab Kontakt aufnehmen möchten oder eine Karte für den freien Eintritt benötigen, wenden Sie sich bitte an: Dr. med. Albrecht Zaiß, Leiter Lokales Organisationskomitee GMDS / DAE 2005, Tel. 0761 / 203-6707, eMail: information@gmdsdae2005.de

Beatrix Behrendt | idw
Weitere Informationen:
http://www.gmdsdae2005.de
http://www.gmds.de

Weitere Berichte zu: DAE Expertise Gesundheitstelematik Gesundheitswesen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Computer mit Köpfchen
18.08.2017 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

nachricht Pepper, der neue Kollege im Altenheim
17.08.2017 | Universität Siegen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie