Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schluss mit falschen Übersetzungstechniken

07.09.2005


Automatische Übersetzungsprogramme, bekannt als maschinelle Übersetzer, sind relativ neue Technologien. Trotzdem sie mittlerweile weit fortgeschritten sind, sind ihre Genauigkeit und vielseitige Anwendbarkeit fragwürdig. An einer spanischen Universität wurde nun ein maschinelles Übersetzungsprogramm entwickelt, das in Bezug auf diese beiden Aspekte sehr viel versprechend ist.



Die größten Schwierigkeiten beim Übersetzen bilden häufig technische Fachbegriffe und die verschiedenen kontextabhängigen Bedeutungen eines Wortes. Weiterhin werden in vielen Unternehmen sehr viele Übersetzungen benötigt, sodass der Zeitfaktor ebenfalls eine Rolle spielt.



Technologien für die Verarbeitung menschlicher Sprache stehen somit unter dem Druck, akkurate Übersetzungen in Rekordzeiten zu liefern. Die neue Technologie übersetzt etwa 10.000 Wörter pro Sekunde mit einer Genauigkeit von 85-90%.

Um dies zu erreichen, nutzen die Projektentwickler modulare Maschinen, die unabhängig voneinander an endlichen Techniken arbeiten. Diese endlichen Techniken sorgen für die erforderliche Schnelligkeit (erreichbar an einem normalen Bürocomputer). Anteil an diesem hohen geforderten Maß an Genauigkeit hat der Unicode, auf dem die Technologie aufgebaut ist. Unicode berücksichtigt das Rich Text Format (RTF) eines Textes, der Sonderzeichen enthalten kann, wie es zum Beispiel im Polnischen der Fall ist. Somit werden Inkompatibilitäten minimiert.

Zusätzliche Vorteile wie die quelloffene Kodierung und der einfache Anschluss an Internet-Technologien, die über keine maschinellen Übersetzungsprogramme verfügen, sorgen für die kommerzielle Machbarkeit dieses Produkts. Damit werden die Voraussetzungen geschaffen, um die Technologie besser an die Bedürfnisse des Einzelnen anzupassen. Außerdem werden die Verfahren zur Fehlerbehebung verbessert.

Das automatische Übersetzungsprogramm legt seinen Schwerpunkt vor allem auf Sprachen lateinischen Ursprungs (romanische Sprachen) und ist in der Lage, bestimmte und syntaktisch einfache Strukturen zu verarbeiten. Dazu gehören spezielle Funktionen wie Übereinstimmung von Zahl und Geschlecht, der Umgang mit Präpositionen und die korrekte Platzierung von Syntaxstrukturen.

Weiterhin bietet der neu entwickelte maschinelle Übersetzer auch Raum für Minderheitensprachpaare wie Okzitanisch, Korsisch und Sardisch. Zurzeit steht ein Prototyp für Tests zur Verfügung. Die Entwickler suchen Partner aus der Wirtschaft, der Forschung und aus Technologiezentren.

Maribel Sola | ctm
Weitere Informationen:
http://www.cenemes.es

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft
27.04.2017 | Kompetenzzentrum - Das virtuelle Fahrzeug Forschungsgesellschaft mbH

nachricht Ergonomie am Arbeitsplatz: Kamera erkennt ungesunde Bewegungen
24.04.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

Jenaer Akustik-Tag: Belastende Geräusche minimieren - für den Schutz des Gehörs

27.04.2017 | Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

VLC 200 GT von EMAG: Neue passgenaue Dreh-Schleif-Lösung für die Bearbeitung von Pkw-Getrieberädern

27.04.2017 | Maschinenbau

Induktive Lötprozesse von eldec: Schneller, präziser und sparsamer verlöten

27.04.2017 | Maschinenbau

Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

27.04.2017 | Informationstechnologie