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Wissensmanagement reduziert den Abfall in der Beschichtungsindustrie

07.09.2005


Wissensmanagement ist der Schlüssel zur Wettbewerbsfähigkeit in allen Geschäftsbereichen der heutigen Informationswirtschaft - die Farb- und Beschichtungsindustrie bildet dabei keine Ausnahme. Im Rahmen des EU-finanzierten KnowCoat-Projekts wurde durch die Nutzung von Internetdiensten eine auf Standards basierende Software-Plattform zum Wissensmanagement entwickelt, die speziell auf die Wertschöpfungskette des Beschichtungssektors ausgerichtet ist.



Die Beschichtungsindustrie umfasst alles von korrosionsbeständigen Farben über Dichtungsmittel für Glas- bzw. Holzbeläge bis hin zu zahlreichen Anwendungen im Bereich der Automobil-, Luftfahrt- und Lebensmittelverpackungsindustrie. Die Partner des KnowCoat-Projekts haben sich vorgenommen, den Müll in diesem Sektor zu reduzieren - um ungefähr 400 Millionen Euro jährlich. Dies soll durch eine erhöhte Transparenz und eine verbesserte Entscheidungsfindung erreicht werden.



Das Wissensmanagement bezieht sich normalerweise auf das Sammeln, Organisieren, Analysieren und Verteilen unstrukturierter Informationen, die im Besitz von Organisationen und den dort beschäftigten Personen sind. Im Rahmen der KnowCoat-Plattform wird eine Expertensystem-Software genutzt, die Anwendungen des Wissensmanagements für die Nutzer in der Wertschöpfungskette der Beschichtungsindustrie bereitstellt.

Die Plattform beinhaltet den Support zahlreicher Programmiersprachen und Entwicklungstools innerhalb ihrer auf Internetdiensten basierenden Architektur. Das System enthält darüber hinaus sowohl ein Softwareentwicklungskit als auch Lösungen und Anwendungen, die bereits mit Hilfe der Plattform ausgearbeitet wurden.

Die unterstützten Wissensmanagement-Funktionen beinhalten die intelligente Informationsbeschaffung über Software-Agenten, oder "Spiders" (Surfprogramme), die den Fileserver oder das Internet durchsuchen. Ein halbautomatisches Tool wandelt die von den Spiders gesammelten Informationen in ein standardisiertes XML-Format um. Danach können die Dokumente in einer XML-Datenbank gespeichert werden. Dies kann auch mit einer indexierenden Datenbank kombiniert werden, die die unstrukturierten, von den Spiders gesammelten und mittels einer Mustervergleichssoftware klassifizierten Dokumente speichert.

Künstliche Intelligenz und Expertensystem-Software werden auch verwendet, um Expertenwissen zu speichern und Geschäftsprobleme und -lösungen zu strukturieren. Dabei werden fallbezogene Beweisführung und neuronale Netze genutzt. Die von der Plattform unterstützten Industriestandards umfassen die Web Service Definition Language (WSDL) and das CoatML-Vokabular zur Beschreibung von Beschichtungsprodukten, -materialien, -anbietern und -herstellern in XML-Sprache.

Somit präsentiert sich die Technologie selbst als das erste Service-on-Demand-System zum Wissensmanagement für die Beschichtungsindustrie. Es soll die Nutzer mit einem flexiblen Tool ausstatten, mit dem komplexe Projekte zu einem Bruchteil der Kosten herkömmlicher Verfahren erfolgreich abgeschlossen werden können.

Christine Horn | ctm
Weitere Informationen:
http://www.broadcast.ie/

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