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Fortschrittliche Systeme für Beschichtungen

29.08.2005


Das Projekt KNOWCOAT richtet sich auf die Aufgabe, strukturierte, zuverlässige Informationen zur Nutzung in der Beschichtungsindustrie zu liefern.



Beschichtungen nehmen in zahlreichen Branchen - von Farben- bis hin zu Stahlwerken - einen besonderen Stellenwert ein. In diesem Bereich haben sich zahlreiche Informationen angesammelt, es ist jedoch noch immer schwierig, auf diese zuzugreifen. Das Ziel des KNOWCOAT-Projekts liegt in der Bereitstellung einer Verteilungsplattform mit fortschrittlichen Abfrageverfahren und einer inhaltsreichen Client-Architektur, über die strukturierte Informationen problemlos erlangt werden können.



Das Projekt richtete sich auf drei Entwicklungsbereiche. "Help Desk" könnte als erste Anlaufstelle für die Nutzer angesehen werden. Hier werden Informationen dazu geliefert, was erforderlich ist, um eine qualitativ hochwertige, kosteneffiziente Beschichtung für den vom Benutzer angegebenen Zweck in einer sicheren und umweltfreundlichen Weise zu liefern. Der Benutzer wählt verschiedene Parameter wie beispielsweise den Anwendungsbereich der Beschichtung aus. Daraufhin wird ihm Zugang zu allen verfügbaren Beschichtungssystemen gewährt, die diese Kriterien erfüllen, ohne dass der Benutzer dazu auf die Webseiten von Zulieferern gehen muss. Help Desk liefert darüber hinaus Informationen zum Einkauf von Rohmaterialien und zum Umgang mit verschiedenen Problemen, auf welche die Benutzer treffen könnten.

Um die Knowcoat-Plattform nutzen zu können, wurde das Knowcoat Software Development Kit (SDK) entwickelt. Dabei handelt es sich um eine Reihe von Tools, die den Benutzern die Entwicklung, den Test und die Integration von Anwendungen ermöglichen, die Dienste von der Plattform anfordern. Somit kann eine Management-Software in bereits bestehende IT-Systeme integriert werden.

Darüber hinaus wurde auch ein Virtueller Formulator (VF) zur Beschichtungsherstellung entwickelt. Die Formulierung bestimmt die Eigenschaften der Beschichtung und steuert die Betriebssysteme zur Produktion. Dies spielt nicht nur bei der Beschichtungsherstellung, sondern unter anderem auch in der Pharma- und Tensidindustrie eine entscheidende Rolle. Der VF liefert eine virtuelle Umgebung, in der flüssige Farbsubstanzen in Hinblick auf ihre wesentlichen Eigenschaften wie optische Dichte, Schlüsselgewicht oder Masse- zu Betriebsquotienten, zum Beispiel Mahlgut zu Abfüllmenge, getestet werden können. Dies vermindert den Bedarf an Nasschemie und senkt sowohl den Zeit- als auch den Kostenaufwand.

Parteien der Lebensmittel-, Tensid- und Pharmabranchen, die sich für die Plattform-Technologie sowie die effiziente Entwicklung von Formulierungen und Beschichtungen interessieren, können sich am Ausbau des enormen Potenzials dieser Tools beteiligen.

Bram Stalknecht | ctm
Weitere Informationen:
http://www.semlab.nl

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