Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Motorola und Fraunhofer-Gesellschaft unterzeichnen mehrjährigen Kooperationsvertrag

12.05.2000


Neuer Rahmenvertrag vereinfacht die Durchführung gemeinsamer Forschungsprojekte

In Berlin unterzeichneten am 30. November 2000 die Fraunhofer-Gesellschaft und die Motorola GmbH, Geschäftsbereich Halbleiter, ein Abkommen, das die Rahmenbedingungen für gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte in der Mikroelektronik für die nächsten Jahre festlegt.

Durch den Erfolg vorangegangener und bestehender Forschungsprojekte bestätigt, welche teilweise vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt wurden, baut Motorola seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in Deutschland aus. Das Unternehmen investiert nicht nur mehrere Millionen US-Dollar in die Forschungsprojekte, sondern stellt für gemeinsame Projekte auch Spezialisten zur Verfügung.

Mit dem neuen Vertrag wird durch die Einbindung aller Fraunhofer-Institute eine neue Dimension der Kooperation beider Partner eingeleitet. Die Forschungs- und Entwicklungsprojekte werden sich vorwiegend auf folgende Inhalte konzentrieren: Verbindungstechnologien, Schaltungs- und Systemmodellierung, Mikroelektronische Komponenten und Prozesstechnologien, Zuverlässigkeits- und Umwelteinflüsse von Mikroelektronischen Systemen sowie Bio- und Optoelektronische Komponenten.

Nach Aussagen von Dr. Andreas Wild, Direktor der DigitalDNA Laboratorien in Europa, Naher Osten und Afrika, hat Motorola Halbleiter vor kurzem seine europaweiten Forschungs- und Entwicklungs-Aktivitäten innerhalb der DigitalDNA Laboratorien konsolidiert. »Damit steigern wir die Effizienz unserer beträchtlichen Investitionen und schaffen neue Arbeitsplätze auf dem technologischen Sektor - in ganz Europa, aber insbesondere in Deutschland. Wir freuen uns darauf, in der Kooperation mit den Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft bei der Entwicklung von Technologien für das 21. Jahrhundert auf unseren Erfolgen aus der Vergangenheit aufbauen zu können«, führt Wild aus.

Erfolgreiche Kombination von Forschung und Praxis

Das aktuelle Projekt »RF Module Design Methodology« beschäftigt sich mit der Erforschung von drahtlosen Kommunikationssystemen. Das Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM, Berlin, entwickelt Packaging-Modelle für Hochfrequenzsysteme sowie die dafür notwendigen Algorithmen. Die Ergebnisse dieser Forschung werden bei Motorola umgesetzt.

Verbindliche Regelungen für institutsübergreifende Zusammenarbeit

Motorola und die Fraunhofer-Gesellschaft arbeiten bereits seit über zehn Jahren erfolgreich in der Forschung und Entwicklung im Bereich Mikroelektronik zusammen. Das neue Rahmenabkommen regelt generelle Kooperationen; dies vereinfacht die Arbeit zwischen dem Unternehmen und den Instituten der Forschungs-Organisation und minimiert den Verwaltungsaufwand bei der Ausführung der Projekte.

Hierzu Dr. Padmasree Warrior, Corporate Vice President und Chief Technology Officer des Motorola Halbleiter-Bereichs: »Als Marktführer bei Embedded Systems nutzt Motorola vielfältige Technologien, die in enger, langfristiger Zusammenarbeit mit führenden Forschungs- und Entwicklungsinstituten wie der Fraunhofer-Gesellschaft entwickelt wurden.«

Professor Dr.-Ing. Dr. E. h. Herbert Reichl, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM in Berlin, und Vorsitzender des Direktoriums des Fraunhofer Verbundes Mikroelektronik, unterzeichnet den Vertrag im Auftrag des Vorstands der Fraunhofer-Gesellschaft. »Die Erweiterung unserer Zusammenarbeit mit dem Halbleiter-Bereich von Motorola bestätigt einmal mehr die internationale Wettbewerbsstärke der Fraunhofer-Gesellschaft«, so Reichl.

Ansprechpartnerin:
Frau Ortrud Hinkel


Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM
Gustav-Meyer-Allee 25, Geb. 17, 13355 Berlin
Telefon: 0 30/4 64 03-1 78, Fax: 0 30/4 64 03-1 62

hinkel@izm.fhg.de

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

| idw

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Ein Terabit pro Sekunde – Neuer Modulationsansatz zur schnelleren optischen Übertragung von Daten
16.09.2016 | Technische Universität München

nachricht Simulation von Personenströmen erhöht Sicherheit bei Großveranstaltungen
13.09.2016 | Technische Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenboost für künstliche Intelligenz

Intelligente Maschinen, die selbständig lernen, gelten als Zukunftstrend. Forscher der Universität Innsbruck und des Joint Quantum Institute in Maryland, USA, loten nun in der Fachzeitschrift Physical Review Letters aus, wie Quantentechnologien dabei helfen können, die Methoden des maschinellen Lernens weiter zu verbessern.

In selbstfahrenden Autos, IBM's Watson oder Google's AlphaGo sind Computerprogramme am Werk, die aus Erfahrungen lernen können. Solche Maschinen werden im Zuge...

Im Focus: Synthese-chemischer Meilenstein: Neues Ferrocenium-Molekül entdeckt

Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) haben zusammen mit Kollegen der Freien Universität Berlin ein neues Molekül entdeckt: Die Eisenverbindung in der seltenen Oxidationsstufe +4 gehört zu den Ferrocenen und ist äußerst schwierig zu synthetisieren.

Metallocene werden umgangssprachlich auch als Sandwichverbindungen bezeichnet. Sie bestehen aus zwei organischen ringförmigen Verbindungen, den...

Im Focus: Neue Entwicklungen in der Asphären-Messtechnik

Kompetenzzentrum Ultrapräzise Oberflächenbearbeitung (CC UPOB) lädt zum Expertentreffen im März 2017 ein

Ob in Weltraumteleskopen, deren Optiken trotz großer Abmessungen nanometergenau gefertigt sein müssen, in Handykameras oder in Endoskopen − Asphären kommen in...

Im Focus: Mit OLED Mikrodisplays in Datenbrillen zur verbesserten Mensch-Maschine-Interaktion

Das Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP arbeitet seit Jahren an verschiedenen Entwicklungen zu OLED-Mikrodisplays, die auf organischen Halbleitern basieren. Durch die Integration einer Bildsensorfunktion direkt im Mikrodisplay, lässt sich u.a. die Augenbewegung in Datenbrillen aufnehmen und zur Steuerung von Display-Inhalten nutzen. Das verbesserte Konzept wird erstmals auf der Augmented World Expo Europe (AWE), vom 18. – 19. Oktober 2016, in Berlin, Stand B25 vorgestellt.

„Augmented Reality“ (erweiterte Realität) und „Wearable Displays“ (tragbare Displays) sind Schlagworte, denen man mittlerweile fast täglich begegnet. Beide...

Im Focus: OLED microdisplays in data glasses for improved human-machine interaction

The Fraunhofer Institute for Organic Electronics, Electron Beam and Plasma Technology FEP has been developing various applications for OLED microdisplays based on organic semiconductors. By integrating the capabilities of an image sensor directly into the microdisplay, eye movements can be recorded by the smart glasses and utilized for guidance and control functions, as one example. The new design will be debuted at Augmented World Expo Europe (AWE) in Berlin at Booth B25, October 18th – 19th.

“Augmented-reality” and “wearables” have become terms we encounter almost daily. Both can make daily life a little simpler and provide valuable assistance for...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von der Probe zum digitalen Modell - MikroskopieTrends ´16

26.09.2016 | Veranstaltungen

300 Experten diskutieren auf größter Entrepreneurship-Konferenz im deutschsprachigen Raum

26.09.2016 | Veranstaltungen

Idealer Ablauf für GMP-konforme Projekte

26.09.2016 | Veranstaltungen

 
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Phänotyp auf Knopfdruck

26.09.2016 | Biowissenschaften Chemie

Effiziente elektrische Antriebe: TU Graz startet Christian Doppler Labor

26.09.2016 | Maschinenbau

Methodenentwicklung an BESSY II: Automatische Auswertung beschleunigt die Suche nach neuen Wirkstoffen

26.09.2016 | Biowissenschaften Chemie