Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Virtual-Reality-System zur Verbrechensaufklärung

25.05.2005


"Commissario Computer" löst Fälle in 3D




Der kalifornische Spezialist von High-Performance-Computing (HPC) SGI hat ein Virtual-Reality-System entwickelt, das bei der Aufklärung von Verbrechen behilflich sein soll. Durch eine leistungsfähige Visualisierungs-Engine können praktisch alle Verbrechensdetails realitätsnahe nachgestellt werden - von der Flugbahn der Geschosse bis zur Körperbewegung der Täter und Opfer.



Das "RiTriDEC" (Ricostruzione Tridimensionale della Dinamica dell’Evento Criminale) der italienischen Kriminalpolizei in Rom ist das erste Forensik-Labor, das die SGI-VR (Virtual-Reality)-Technik zur Verbrechensaufklärung einsetzt. Zentrale Ressource des "RealityCenters" ist das Virtualisierungssystem "Onyx 350", das mit sechs Prozessoren und InfiniteReality4-Graphik ausgestattet ist und drei Barco-Projektoren sowie alle für Akustik und Stereoskopie zuständigen Systeme betreibt. Die Bilder, die das SGI-System für die sechs Meter breite und zwei Meter hohe Leinwand berechnet, sind so großflächig und detailliert, dass Nutzer laut SGI überzeugend in die virtuelle Situation "eintauchen" und sich die Verhältnisse wirklichkeitsnah nachvollziehbar machen können.

"Einer der größten Vorteile des Systems liegt darin, das Geschehen aus der Sicht unterschiedlicher Augenzeugen in Szene setzen zu können", erklärt Projektleiter Carlo Bui. "Damit ist es möglich, die Glaubwürdigkeit der Aussagen besser zu beurteilen und zugleich ganz spezielle Bedingungen des Szenariums zu berücksichtigen. So kann geklärt werden, was das Opfer sehen konnte, was der Zeuge sehen konnte, oder in welcher Lage und Entfernung von der Türe sich ein wichtiges Möbelstück befand", so Bui. Vor allem bei der Darstellung und Analyse komplexer raum-zeitlicher Verhältnisse etwa bei der Diskussion der Flugbahn der Geschosse leistet das SGI-System wichtige Dienste. Zusätzlich können die Untersuchenden mit speziellen Brillen die computerberechnete Bilddarstellung via Stereobetrieb plastisch und in 3D erleben.

Mit Hilfe der 3D-virtuellen Szenennachstellung lässt sich laut Bui alles visualisieren, angefangen von Verhältnissen, die sich aus den ersten Befunden am Tatort ergeben, bis hin zu Fakten, die man aus Laser-Messungen erhält oder die man dem mitgeschnittenen Bandmaterial aus Videoüberwachungskameras entnimmt. Geschossbahnen, Blutspuren und die Köper der zum Tatzeitpunkt Beteiligten sind flexibel und vielfältig animierbar. "Bei der Analyse der Verbrechensszene muss der Untersuchende in der Manier eines Kritikers vorgehen", betont Bui. "Es ist wie beim Analysieren eines Bildes. Das heißt es ist wichtig, das Szenario in allen seinen kleinsten Details zu erfassen", so Bui.

Wilhelm Bauer | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.sgi.com

Weitere Berichte zu: Verbrechensaufklärung Virtual-Reality-System

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Layouterfassung im Flug: Drohne unterstützt bei der Fabrikplanung
19.05.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

nachricht Intelligente Industrialisierung von Rechenzentren
15.05.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Im Focus: XENON1T: Das empfindlichste „Auge“ für Dunkle Materie

Gemeinsame Meldung des MPI für Kernphysik Heidelberg, der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

„Das weltbeste Resultat zu Dunkler Materie – und wir stehen erst am Anfang!“ So freuen sich Wissenschaftler der XENON-Kollaboration über die ersten Ergebnisse...

Im Focus: World's thinnest hologram paves path to new 3-D world

Nano-hologram paves way for integration of 3-D holography into everyday electronics

An Australian-Chinese research team has created the world's thinnest hologram, paving the way towards the integration of 3D holography into everyday...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

Branchentreff für IT-Entscheider - Rittal Praxistage IT in Stuttgart und München

22.05.2017 | Veranstaltungen

Flugzeugreifen – Ähnlich wie PKW-/LKW-Reifen oder ganz verschieden?

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Myrte schaltet „Anstandsdame“ in Krebszellen aus

22.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

22.05.2017 | Physik Astronomie

Wie sich das Wasser in der Umgebung von gelösten Molekülen verhält

22.05.2017 | Biowissenschaften Chemie