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Abhörsichere Datenübertragung dank Lichtstrahl

10.05.2005


Wissenschaftler der University of Melbourne haben eine neue Technologie entwickelt, die es zukünftig unmöglich machen wird, Gespräche abzuhören oder sensible Daten zu erschleichen. Grundlage dieser Innovation sind kleinste, in einer Mikrowelle gezüchtete Diamanten. Das neue Verfahren ist Dr. James Rabeau zufolge ein großer Fortschritt für Finanzunternehmen, Sicherheitsfirmen, Regierungen oder auch Privatpersonen, die sensible Daten unter absolut sicheren Bedingungen übertragen müssen.



Laut Rabeau vom Fachbereich Physik der University of Melbourne werden gegenwärtig die meisten Informationen durch Glasfaser übertragen. Um diese Informationen mit absoluter und unknackbarer Sicherheit von A nach B übertragen zu können, sind die besonderen Eigenschaften von Licht entscheidend. Lichtstrahlen bestehen aus Milliarden kleinen Partikeln, auch bekannt als Photonen. Zur Zeit ist es möglich, einige dieser Photonen vom Lichtstrahl umzuleiten oder zu entfernen und die Informationen, denen sie entsprechen, zu rekonstruieren. Wenn aber die Informationen in einer Kette aus einzelnen Photonen transportiert werden, würde das Entfernen einzelner Photonen die Information zerstören und den Kommunikationsfluss unterbrechen. Der Abhörende würde keine brauchbaren Informationen erhalten und Sender und Empfänger würden sofort bemerken, dass sie abgehört werden.

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"Die größte Einschränkung für den Einsatz dieser Technologie war bisher das Fehlen einer billigen und zuverlässigen Lichtquelle, die über entsprechende Anpassungen verfügt, um den Lichtstrahl aus einzelnen Photonen zu erzeugen", so Dr. Rabeau. Dieses Problem konnte das Team um Rabeau nun lösen.

Die patentierte Methode basiert auf einer leicht abgewandelten Mikrowellentechnologie, mit deren Hilfe kleinste Diamantpartikel auf den Enden von Glasfasern gezüchtet werden. Das Ergebnis ist eine Vorrichtung, die die entscheidenden einzelnen Lichtpartikel erzeugt.

Bereits jetzt stellen zwei Unternehmen Geräteausstattungen her, die diese Form der Verschlüsselung ermöglichen. Die verwendeten Lichtquellen sind dabei allerdings unzulänglich. Die von den Wissenschaftlern der University of Melbourne entwickelte Technologie gilt als Spitzenkandidat, um die bestehenden Lichtquellen zu ersetzen.

Weitere Informationen in englischer Sprache: Dr. James Rabeau, Tel.: 0061-425-826 137, Email: j.rabeau@unimelb.edu.au

Sabine Ranke-Heinemann | idw
Weitere Informationen:
http://www.ranke-heinemann.de
http://www.ranke-heinemann.at
http://www.wissenschaft-australien.de

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