Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Virtuelles Klassenzimmer bei caesar

09.05.2005


RAFT-Projekt des Fraunhofer FIT ermöglichte Schülern des Bonner Aloisiuskollegs eine virtuelle Exkursion



Exkursionen sind eine spannende Angelegenheit für Schüler. Sie ermöglichen es ihnen, neue Erfahrungen zu machen und an einem Thema hautnah dran zu sein. Doch was passiert, wenn Orte besucht werden sollen, die aufgrund ihrer Kapazität für eine herkömmliche Exkursion nicht geeignet sind? Für solche Fälle hat das Fraunhofer Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT) das EU-Projekt RAFT (Remote Accesible Field Trips, d.h. "fernzugängliche Exkursionen") ins Leben gerufen. Ein Teil der Schüler geht auf eine Exkursion und überträgt das Erlebte mit modernster Technik ins Klassenzimmer. Die übrigen Schüler können so alles live mitverfolgen. Im Rahmen von RAFT besuchte am 7.5. eine Schülergruppe des Bonner Aloisiuskollegs das Schüler-Simulationslabor (SimuLab) des Forschungszentrums caesar.



Die Schüler der Jahrgangsstufe 12 führten eine Digitalkamera, ein Notebook und PDAs mit sich, um das Geschehen im SimuLab zu ihren Kameraden ins Klassenzimmer zu übertragen. Stefan Hartmann, der das SimuLab betreut, hielt einen Kurs zur Finanzmathematik ab, bei dem die Schüler das Prinzip eines speziellen Finanzderivats (eine Option auf eine Aktie) kennen lernten. Zeitgleich lernten die Schüler im Klassenraum, wie man in einer Bank den Preis einer Option mit Hilfe von Rekursionsformeln theoretisch bestimmt. Anschließend stellten beide Schülergruppen per Live-Videokonferenz ihre Ansätze vor und verglichen ihre Ergebnisse. Die Schüler sollten hierbei das Prinzip verstehen, mit dem man Optionen bewertet und die stochastische Simulation als Instrument zur Bestimmung von Preisen spielerisch kennen lernen.

Die Veranstaltung stellte ein spannendes außerschulisches Event für die Schüler dar und gab einen visionären Blick auf die Schule von morgen unter konsequentem Einsatz der neuen Medien. Weitere Informationen über das RAFT-Projekt finden Sie im Internet unter http://www.raft-project.de.

Das SimuLab bei caesar ist kein "typisches" Schülerlabor, in dem experimentiert wird: Schülerinnen und Schüler bekommen dort Kenntnisse über numerische und stochastische Simulationen vermittelt. Simulationen haben sich zu einem unverzichtbaren Werkzeug für die Aufklärung von naturwissenschaftlichen, technischen und ökonomischen Phänomenen entwickelt. Neben der Forschung nutzt auch die Industrie Simulationen, um Prozesse zu planen und zu steuern; dies erlaubt ein effektives und kostengünstiges Arbeiten, weil es kostspielige und langwierige Experimente zum Teil ersetzen kann. Das SimuLab wird von der "Stiftung Jugendhilfe" der Sparkasse Köln/Bonn gefördert.

Das internationale Forschungszentrum caesar (center of advanced european studies and research) hat 1999 die Arbeit aufgenommen. Mit inzwischen über 220 Mitarbeitern forschen interdisziplinäre Teams in den Bereichen Materialwissenschaften/ Nanotechnologie, Medizintechnik und Biotechnologie. Forschung und industrielle Anwendung gehen Hand in Hand: caesar entwickelt innovative Produkte und Verfahren und unterstützt die Wissenschaftler bei Firmenausgründungen.

Francis Hugenroth | idw
Weitere Informationen:
http://www.caesar.de
http://www.caesar.de/simulab
http://www.raft-project.de

Weitere Berichte zu: Exkursion Klassenzimmer SimuLab Simulation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Smart Living: VDE-Institut entwickelt Cloud-basierte interoperable Testplattform
15.02.2017 | VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.

nachricht Saarbrücker Informatiker machen „Augmented Reality“ fotorealistisch
15.02.2017 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie