Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

GMD-Projekt mqube bietet kooperativen Planungsprozessen eine Bühne

26.06.2001


Wenn der Star die Bühne betritt, ist alles perfekt inszeniert: Tänzerinnen schweben von der Decke, Gebäude bauen sich aus dem Nichts auf, ins rechte Licht gesetzt von Batterien von Scheinwerfern.

Solch einer Show gehen aufwändige und komplexe Planungsprozesse voran, die sich durch die Arbeiten im Projekt mqube erheblich vereinfachen lassen. Die Forscher am GMD-Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT) entwickeln ein Mobiles Multi-User-Mixed-Reality-System, das kooperative Planungsprozesse unterstützt. Dabei kommen Spitzen-Technologien aus den Bereichen Augmented Reality, Character Animation, Object-Tracking und Tangible Interfaces zum Einsatz.

Das System mqube ergänzt Objekte auf einer maßstabsgetreuen realen Modellbühne um virtuelle Objekte und computeranimierte virtuelle Akteure. Reale Darstellung und virtuelle Elemente mischen sich für die Nutzer und werden als wahre Bestandteile der Szene wahrgenommen. Die Nutzer des Systems tragen semitransparente Projektionsbrillen. Neu entwickelte Benutzerschnittstellen erlauben es ihnen, unmittelbar mit den dargestellten Objekten zu interagieren. Der Computer tritt somit als Rechner in den Hintergrund und erlaubt ein intuitives Arbeiten auf dieser Mixed Reality Stage.

Das mqube-System besteht aus wenigen, kleinen und leichten Komponenten. Es lässt sich deshalb kurzfristig an wechselnden Orten einsetzen und schränkt die Zahl der Nutzer nicht ein.
Anwendungsmöglichkeiten eröffnen sich etwa bei der Planung von Bühnenbildern, Gebäuden und im Messebau. Das mobile und vergleichsweise kostengünstige System bietet darüber hinaus völlig neue Anwendungsfelder für den Einsatz von Augmented Reality nicht nur in großen, sondern auch in mittelständischen und kleinen Unternehmen.

Projektpartner unter Federführung der GMD sind das Fraunhofer-Institut für Informations- und Datenverarbeitung (FhG-IITB) in Karlsruhe, das Laboratory for Mixed Realities (LMR) an der Kunsthochschule für Medien in Köln, das Physikalische Institut der Universität Bonn, die cutup vision GmbH in Köln, die Theatertechnische Systeme GmbH (TTS) in Syke und die FOUR TO ONE: scale design, Institut für Licht- und Bühnensimulation GmbH in Hürth.

mqube ist eines von 15 Projekten, die im Ideenwettbewerb zur Virtuellen und Erweiterten Realität ausgezeichnet worden sind. Um die Entwicklung der neuen Simulationstechnologien zu fördern, initiierte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im vergangenen Jahr diesen Wettbewerb und fördert nun seit April 2001 die 15 prämierten Projekte.

Ansprechpartner:
Dr. Wolfgang Broll, Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT),
Schloss Birlinghoven, 53754 Sankt Augustin, Tel.: 02241-14-2715, Fax.: -2084,
E-Mail: wolfgang.broll@gmd.de

Ute Schuetz | idw

Weitere Berichte zu: Augmented FIT GMD-Projekt Reality

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Fraunhofer IPM präsentiert »Deep Learning Framework« zur automatisierten Interpretation von 3D-Daten
22.08.2017 | Fraunhofer IPM

nachricht Kieler Wissenschaft entwickelt exzellentes Forschungsdatenmanagement
21.08.2017 | ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich

Bereits lange vor dem Studienabschluss haben vier Studenten des PFH Hansecampus Stade ihr ingenieurwissenschaftliches Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Malte Blask, Hagen Hagens, Nick Neubert und Rouven Weg haben bei einem internationalen Wettbewerb der American Helicopter Society (AHS International) den zweiten Platz belegt. Ihre Aufgabe war es, eine Designstudie für ein helikopterähnliches Fluggerät zu entwickeln, das 24 Stunden an einem Punkt in der Luft fliegen kann.

Die vier Kommilitonen sind im Studiengang Verbundwerkstoffe/Composites am Hansecampus Stade der PFH Private Hochschule Göttingen eingeschrieben. Seit elf...

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Zukunft des Leichtbaus: Mehr als nur Material einsparen

23.08.2017 | Veranstaltungen

Logistikmanagement-Konferenz 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Spot auf die Maschinerie des Lebens

23.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die Sonne: Motor des Erdklimas

23.08.2017 | Physik Astronomie

Entfesselte Magnetkraft

23.08.2017 | Physik Astronomie