Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

FLOrlp - FLächeninformationen Online

18.03.2004


Das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz hat das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE in Kaiserslautern beauftragt, im Rahmen einer Fallstudie das Internet-basierte Geo-InformationsSystem (GIS) "FLächeninformationen Online - FLOrlp" zu konzipieren und prototypisch zu realisieren.



"Mit dem System soll die Beantragung flächenbezogener Agrarbeihilfe für den Landwirt vereinfacht werden", erklärte Harald Glahn, Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium. Rheinland-Pfalz nehme im eGovernment-Bereich im bundesweiten Vergleich bereits eine führende Rolle ein, die mit diesem richtungsweisenden Projekt aus der Landesverwaltung weiter ausgebaut und gestärkt werde, betonte Glahn. Das Pilotprojekt stelle die erste Ausbaustufe für die geplante interaktive Online-Beantragung landwirtschaftlicher Förderungsmaßnahmen dar.

... mehr zu:
»FLOrlp »GIS »Online »Rheinland-Pfalz


Jährlich stellen ca. 20 000 Landwirte in Rheinland-Pfalz einen Antrag auf flächenbezogene Beihilfe. Hierfür erstellt der Landwirt eine Auflistung seiner bewirtschafteten Flächen und benennt deren Größe sowie die jeweiligen Flurstücksnummern. Diese Angaben erfolgen teils auf Basis von Katasterinformationen, die der Landwirt beim zuständigen Katasteramt einholt, teils auf Basis selbst durchgeführter Messungen. Mit FLOrlp wird die Beschaffung dieser Informationen erleichtert. Der Landwirt kann sich nun die Lage und Ausdehnung seiner Bewirtschaftungseinheiten ("Schläge") in Form von Karten und Luftbildern über das Internet anzeigen lassen. Er kann ferner flächen- und unternehmensbezogene Sachdaten online abrufen.

Ab April 2004 beginnt der Pilotbetrieb von FLOrlp. Bis Jahresende ist der Ausbau zum Produktivsystem beabsichtigt.

FLOrlp bietet dem Landwirt ebenso wie der Verwaltung insbesondere folgende Vorteile:
  • Die GIS-Funktionen des Systems (z.B. Messen, Zoomen, Maßstabswahl) ermöglichen es dem Landwirt, zu jeder Zeit präzise Informationen über Lage und Ausdehnung seiner Schläge abzurufen und für die Antragstellung zu nutzen. Dies erhöht die Korrektheit der in den Anträgen gemachten Angaben. Das Risiko, dass auf Grund falscher Flächenangaben dem Landwirt finanzielle Nachteile entstehen, wird somit erheblich reduziert.

  • Auf Grund der höheren Antragsqualität verringern sich auch die Aufwände zur Kontrolle und Korrektur der Anträge in der Verwaltungs- und in der Vor-Ort-Kontrolle. Hiervon profitieren sowohl der Landwirt als auch die Verwaltung.

  • FLOrlp greift auf dieselbe Informationsbasis zu wie die verwaltungseigenen GIS-Systeme. Der Landwirt weiß somit stets, welche Informationen über seinen Betrieb und die von ihm beantragten Flächen der Verwaltung aktuell vorliegen. Ferner hat er auf diese Weise Kenntnis von den Katasterinformationen, die die Verwaltung zur Antragsprüfung heranzieht. Das Verwaltungshandeln wird damit für den Landwirt insgesamt transparenter.

Das System basiert auf dem OpenSource Map Server der Universität Minnesota (UMN) und unterstützt die offenen Standards WMS (Web Map Service) und GML (Geography Markup Language) des Open GIS Consortiums (OGC). Die Systemoberfläche wurde mit dem GIS-Client der CCGIS durch die ISB AG realisiert. Die Internetanbindung des webbasierten GIS erfolgt in der Umgebung des rlp-Service24, der eGovernment-Integrationsplattform des Landesbetriebs für Daten und Information (LDI). Der Betrieb ist eingebettet im Gesamtsystem der Geodatenserver zur Erfüllung der Aufgaben des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau.

Staatsekretär Harald Glahn wird am Freitag, 19. März 2004 den offiziellen Startschuss für FLOrlp auf dem Gemeinschaftsstand des Landes Rheinland-Pfalz in Halle 11, Stand D39, auf der CeBIT in Hannover geben.

Kontakt

Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft
und Weinbau Rheinland-Pfalz
Gerhard Geißner
Stiftsstraße 9
55116 Mainz
Telefon: +49 (0) 6131 / 16 25 81
Telefax: +49 (0) 6131 / 16 17 25 81
E-Mail: gerhard.geissner@mwvlw.rlp.de

Fraunhofer-Institut für
Experimentelles Software Engineering
Dipl.-Inform. Petra Steffens
Geschäftsfeld E-Government
Sauerwiesen 6
67661 Kaiserslautern
Telefon: +49 (0) 6301 / 707-160
Telefax: +49 (0) 6301 / 707-200
E-Mail: petra.steffens@iese.fraunhofer.de


Dipl.-Inform. Petra Steffens | idw
Weitere Informationen:
http://www.iese.fraunhofer.de
http://www.mwvlw.rlp.de

Weitere Berichte zu: FLOrlp GIS Online Rheinland-Pfalz

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Brain-Computer-Interface: Wenn der Computer uns intuitiv versteht
18.01.2017 | Technische Universität Berlin

nachricht »Lernlabor Cybersicherheit« startet in Weiden i. d. Oberpfalz
12.01.2017 | Fraunhofer-Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wie der Nordatlantik zum Wärmepirat wurde

23.01.2017 | Geowissenschaften

Immunabwehr ohne Kollateralschaden

23.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

23.01.2017 | Physik Astronomie