Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kompetenzzentrum "Virtuelles Büro der Zukunft" wird eröffnet

05.12.2003


Japanischer IT-Gigant wählt Kaiserslautern als europäischen Forschungsstandort



Als weltweit einzigartige Forschungsplattform für Software Engineering und Dokumentenmanagement ist das neue Kompetenzzentrum Virtuelles Büro der Zukunft mit dem japanischen IT-Giganten RICOH als erstem Kooperationspartner heute in Kaiserlautern eröffnet worden. Das japanische Unternehmen mit 75 000 Beschäftigten zählt weltweit zu den führenden Anbietern von Bürokommunikationssystemen. Ziel des neuen Kompetenzzentrums ist es, Forschungs- und Entwicklungskooperationen mit Unternehmen durchzuführen und innovative Produkte auf dem Feld der "Intelligenten Büroanwendung" zu entwickeln. Auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aus der Region können sich mit ihren komplementären Kompetenzen einbringen. Das neue Kompetenzzentrum wird derzeit am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und dem Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering (IESE) eingerichtet. RICOH möchte die Nähe zur Technischen Universität und dem geplanten Technologiepark, PRE-Uni-Park, nutzen, um in Zusammenarbeit mit dem DFKI und dem Fraunhofer IESE innovative Lösungen für das Büro der Zukunft zu entwickeln.

... mehr zu:
»DFKI »Engineering »Kompetenzzentrum »RICOH


Nach sorgfältiger Analyse von mehr als fünfzehn potenziellen Standorten in Europa (darunter fünf in Deutschland) hat RICOH sich für Kaiserslautern als Wunschstandort entschieden. Ausschlaggebend hierfür war, dass das mit Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz gegründete Kompetenzzentrum Virtu-elles Büro der Zukunft eine ideale Umgebung für die von RICOH geplanten Forschungsarbeiten in den Bereichen Soft-ware Engineering und Dokumentenmanagement bietet. Nach Aussage von Frau Dr. Kunii, einer der Senior Vice Presidents von RICOH, ist Kaiserslautern der europäische Standort mit der höchsten Kompetenz auf diesen für die Zukunft des Unternehmens RICOH wichtigen Forschungsgebieten. Darüber hinaus präsentiere die Stadt Kaiserslautern mit ihrer seit vielen Jahren bestehenden Partnerschaft zu Bunkyoku, dem Sitz des zentralen Softwareforschungs- und Entwicklungsbereichs ("Software R&D Group") von RICOH und ihrer angesehenen Technischen Universität ideale Voraussetzungen für eine fruchtbare Zusammenarbeit.

Wissenschaftsminister Jürgen Zöllner und Wirtschaftsstaats-sekretär Harald Glahn sowie Universitätspräsident Prof. Schmidt, Prof. Dengel und Prof. Rombach begrüßten die Entscheidung des IT-Giganten und stellten gemeinsam das neue Kompetenzzentrum Virtuelles Büro der Zukunft an der Universität Kaiserslautern vor. Dabei verwies Minister Zöllner auf die exzellente Strukturpolitik am Wissenschaftsstandort Kaiserslautern, durch die die Forschungskompetenz der Universität und der außeruniversitären Forschungseinrichtungen so gebündelt werde, dass ein weltweit sichtbarer Leuchtturm mit großer Anziehungskraft für Wirtschaftsunternehmen entstanden sei. "Einem weltweit führenden Anbieter von Bürokommunikationssystemen und einem weltweit vernetzten Informationstechnikstandort sollte es gemeinsam gelingen, den Takt der Entwicklung zu bestimmen, die ersten wichtigen Meilensteine einzurammen und attraktive Zukunftsvisionen anzusteuern", sagte Zöllner im Hinblick auf die Zusammenarbeit des Kompetenzzentrums mit dem japanischen Unternehmen. Staatssekretär Glahn betonte, dass der gezielte Ausbau des Forschungspotenzials am Standort Kaiserslautern mit dem neuen Kompetenzzentrum eine große Chance für zukünftige Kooperationen und Technologietransfer darstelle. "Sowohl RICOH wie auch die kleinen und mittelständischen Unternehmen aus der Region werden ihren Nutzen aus der Ansiedlung ziehen können und gemeinsam einen wichtigen Beitrag zur Schaffung zukunftsfähiger, innovativer Arbeitsplätze in der Region leisten", betonte Glahn.

Nach einer ersten Beauftragung des DFKI im März dieses Jahres und mit der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages durch Professor Rombach für das Fraunhofer IESE am 7. November in Tokio wurde die Vorlaufphase der geplanten Forschungskooperation erfolgreich abgeschlossen. Bereits drei Tage nach Vertragsunterzeichnung trafen die ersten Mitarbeiter von RICOH in Kaiserslautern ein, um ihre Projektarbeit am Fraunhofer IESE vorzubereiten. In Kürze wird RICOH eine Kontaktstelle im PRE-Park einrichten, der ersten Adresse für Hightech-Unternehmen in Kaiserslautern. In zwei ersten Projekten soll unter dem Dach des neuen Kompetenzzentrums die weitere strategische Kooperation vorbereitet werden. In den Projektgruppen werden jeweils drei von RICOH entsandte Mitarbeiter und drei Wissenschaftler aus den Kaiserslauterer Forschungszentren arbeiten. Die beiden Projekte werden am Fraunhofer IESE in Siegelbach sowie am DFKI auf dem Campus der Technischen Universität Kaiserslautern angesiedelt sein.

Professor Dieter Rombach, Leiter des Fraunhofer IESE, und Professor Andreas Dengel, Standortsprecher und Wissenschaftlicher Direktor am DFKI, äußerten große Freude über die Entscheidung der Firma RICOH für Kaiserslautern. Beide sind sich einig, dass diese Ansiedlung einen Meilenstein für den weiteren Ausbau des IT-Standorts Kaiserslauterns darstellt. "Wenn die Kooperation sich bewährt", so Professor Dengel, "sehen wir gute Chancen für ein langfristiges Engagement von RICOH in Kaiserslautern". "Hiervon versprechen wir uns wichtige Impulse für den Forschungs- und Wirtschaftsstandort Kaiserslautern", so Professor Rombach. Auch Zöllner und Glahn brachten ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass RICOH auf Grund der erstklassigen Forschungsinfrastruktur in Kaiserslautern schon bald die Ansiedlung eines Forschungslabors in Kaiserslautern in Betracht ziehen werde.

Ansprechpartner am DFKI: Udo Urban
Tel. 0631/205-4531, urban@dfki.de

Ansprechpartner am Fraunhofer IESE: Petra Steffens
Tel. 06301/707-160, petra.steffens@iese.fraunhofer.de

Petra Steffens | Fraunhofer IESE
Weitere Informationen:
http://www.iese.fhg.de/Press_Media/pm_ricoh_dfki_iese/

Weitere Berichte zu: DFKI Engineering Kompetenzzentrum RICOH

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Fraunhofer IPM präsentiert »Deep Learning Framework« zur automatisierten Interpretation von 3D-Daten
22.08.2017 | Fraunhofer IPM

nachricht Kieler Wissenschaft entwickelt exzellentes Forschungsdatenmanagement
21.08.2017 | ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer IPM präsentiert »Deep Learning Framework« zur automatisierten Interpretation von 3D-Daten

22.08.2017 | Informationstechnologie

Globale Klimaextreme nach Vulkanausbrüchen

22.08.2017 | Geowissenschaften

RWI/ISL-Containerumschlag-Index erreicht neuen Höchstwert

22.08.2017 | Wirtschaft Finanzen