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Simulation umweltfreundlicher Industrieprozesse

05.08.2003


Eine integrierte Software zur Bewältigung sämtlicher Schritte eines Industrieprozesses trägt nicht nur zur Verringerung umweltschädlicher Auswirkungen bei, sondern senkt zugleich auch die Gesamtproduktionskosten und sorgt für eine gleichbleibend hohe Qualität.



Anscheinend gibt es einen Konflikt zwischen wachsenden industriellen Aktivitäten und der Sorge um den Schutz der Umwelt. Theoretische Ansätze liefern jedoch Techniken und Modelle, nach denen man industrielle Aktivitäten durchaus umweltfreundlich gestalten kann, ohne Einbußen bei der Produktqualität oder Steigerungen der Produktionskosten hinnehmen zu müssen. Gleichwohl klafft zwischen Theorie und Praxis noch immer eine beträchtliche Lücke.



Diese Lücke zu schließen, ist das Ziel des Projekts MAPP (Multivariate Approach for statistical Process control and cleaner Production, Multivariater Ansatz für eine statistische Prozesssteuerung und sauberere Produktion). Darin wurde ein integriertes Softwarepaket entwickelt, das bei der Verringerung umweltschädlicher Einflüsse durch industrielle Betriebsabläufe helfen soll. Parallel zu dieser Verringerung soll die Software als Hilfsmittel zur Senkung der Produktionskosten und zur Steigerung der Produktqualität dienen. Die Software besteht aus verschiedenen Modulen zur Durchführung aller Einzelschritte vom Data Mining über die Datenerfassung, die Datenbankerstellung und Umweltsimulation bis hin zur Echtzeit-Implementierung.

Der Entwicklung liegt das Grundkonzept zugrunde, dass eine bessere Prozesssteuerung durch die Anwendung von Modellen erreicht werden kann, die den Zusammenhang zwischen allen Parametern eines industriellen Prozesses beschreiben. Dazu zählen alle Parameter von den Prozesseingangsgrößen bis zu den Kosten und der Qualität des Endprodukts, aber natürlich auch ihre Auswirkungen auf die Umwelt. Das Endergebnis ist ein Prozess, der weniger Kosten, aber auch weniger Umweltschäden verursacht.

Die Software wurde in verschiedenen Industriezweigen getestet, darunter die Automobilherstellung und die Abwasseraufbereitung. Dabei wurde nachgewiesen, dass Online-Prognosen durchaus ein Ersatz für zeitintensive und teure Laborarbeit sein können. Darüber hinaus vermittelt die Software dem Bediener von ihrem Aufbau her eine anschaulichere Darstellung des gesamten Prozesses und damit eingehendere Kenntnisse über die darin stattfindenden Abläufe. Das Ergebnis ist eine bessere und straffere Steuerung des Prozesses.

Kontakt:

Jonas Rottorp
IVL Swedish Environmental Research Institute Ltd.
Haelsingegatan 43 , PO Box 210 60
100 31 Stockholm, Sweden
Tel: +46-8-59856302
Fax: +46-8-59856390
Email: jonas.rottorp@ivl.se

Jonas Rottorp | ctm
Weitere Informationen:
http://www.ivl.se

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