Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Computerprogramm simuliert dreidimensional gewebte Schalen

04.04.2003


Hochschule Niederrhein präsentiert Forschungsergebnisse auf der Techtextil-Messe in Frankfurt/Main



Eine Forschergruppe der Hochschule Niederrhein am Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik arbeitet an einer Simulations-Software, mit der dreidimensionale Gewebe konstruiert und dargestellt werden sollen. Prof. Dr.-Ing. Alexander Büsgen, Prof. Dr.-Ing Karin Finsterbusch und Dipl.-Ingenieurin Andrea Birghan werden durch Webversuche der Firma Shape 3 Innovative Textiltechnik GmbH unterstützt, die dreidimensionale Tex-tilien und deren Verfahren entwickelt. Erste Ergebnisse des ak-tuellen Forschungsprojekts werden vom 8. bis 10. April auf der Techtextil-Messe in Frankfurt/Main präsentiert.



Bisher wurden 3D-Gewebe mit Hilfe von Webversuchen erarbeitet. Dabei ist die Abstimmung der Geometrie auf die Gewe-bekonstruktion und hier vor allem auf die richtigen Bindungen sehr aufwendig. Die Orientierung der Fäden, die sich durch die Geometrie verändernde Fadendichte, die Schiebefestigkeit der Fäden, das Fadenaufnahmevermögen der Bindung und die optische Qualität der Oberfläche mussten bisher nach persönlicher Erfahrung des Textilingenieurs eingeschätzt und mit Versuchen überprüft werden.

"Die Simulation des 3D-Webens", so Prof. Büsgen, "soll eine Voraussage ermöglichen, ob und wie ein Gewebe dreidimensional hergestellt werden kann. Mit der Variation von textilen Parametern soll eine Optimierung der dreidimensionalen Gewebe am Bildschirm ermöglicht werden".

Die ersten Ergebnisse liegen jetzt vor. Anhand einer nahtlos gewebten Kofferschale aus Carbonfasern kann die Simulation überprüft werden. Die Voraussagen, an welchen Stellen Faltenbildungen auftreten, welche Fadenorientierungen sich geometriebedingt ergeben und welche Fadendichten daraus resultieren, stimmen nach Auskunft der Forscher sehr gut mit dem gewebten Muster überein.

Das Forschungsvorhaben - hochschulintern gefördert durch den Innovationsfonds NRW - wird auf der Techtextil-Messe bei ei-nem Symposium auch durch einen Vortrag von Prof. Büsgen über "CAD-Simulation von dreidimensional gewebten Formen für eine rationelle Gewebeentwicklung" vorgestellt.

Kontakt: Prof. Dr. Alexander Büsgen, Tel. 02161-186706
email: alexander.buesgen@hs-niederrhein.de

Rudolf Haupt M.A. | idw

Weitere Berichte zu: Bindung Gewebe Simulation Techtextil-Messe

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Ein stabiles magnetisches Bit aus drei Atomen
21.09.2017 | Sonderforschungsbereich 668

nachricht Drohnen sehen auch im Dunkeln
20.09.2017 | Universität Zürich

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie