Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutsches Forschungsnetz erreicht 10-Gigabit/s-Marke

30.10.2002


Als eines der ersten nationalen Forschungsnetze etabliert das Deutsche Forschungsnetz (DFN) 10 GBit/s-Technologie für das Wissenschaftsnetz.


Bislang sind auf nationaler Ebene 2,5 Gbit/s-Verbindungen Standard. 10 GBit/s-Verbindungen in Kernnetzen sind in Europa und Übersee bislang nur in den Niederlanden und in Großbritannien sowie im Europäische Forschungsbackbone GÉANT, an dessen Aufbau der DFN-Verein beteiligt ist, verfügbar. Die Vernetzung der Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland nimmt damit weltweit einen Spitzenplatz ein.

Die erste Hochleistungsstrecke wurde am 11. Oktober in das Wissenschaftsnetz integriert. Auf den ausgebauten Abschnitten lassen sich künftig mehr als 5000 Audio/Video-Ströme gleichzeitig über das Wissenschaftsnetz übertragen. Die dabei transportierte Datenmenge beträgt umgerechnet fast eine Million Buchseiten pro Sekunde. Vor allem zeitkritische multimediale Anwendungen wie Videokonferenzen oder die Übertragung von Vorlesungen über das Netz und andere Formate des e-Learning und e-Teaching machen den Ausbau des Netzes erforderlich. Neue Anforderungen entstehen auch durch mobiles Computing und die Integration neuer Dienste in eine einheitliche Infrastruktur.


Das vom Verein zur Förderung eines Deutschen Forschungsnetzes e.V. betriebene Gigabit-Wissenschaftsnetz verbindet in Deutschland nahezu alle Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowohl untereinander als auch mit den Wissenschaftsnetzen in den übrigen Industrienationen. Als deutsche Internet2-Initiative gehört das DFN bereits seit Jahren zu den leistungsstärksten Kommunikationsnetzen weltweit.

"Der Einsatz von 10 Gbit/s-Verbindungen in nationalen Forschungsnetzen stellt international ein Novum dar. Bislang wurden derartige Kapazitäten nur durch Bündelung mehrerer Kanäle erreicht," hebt Prof. Dr. Eike Jessen, Vorstandsvorsitzender des DFN-Vereins, die Bedeutung des Upgrades hervor. Die Integration der Hochleistungsstrecken in die Infrastruktur des Deutschen Forschungsnetzes erfolgt mittels neuester Routertechnologie und wird durch "CISCO 12416"-Einheiten realisiert. Vor dem Einsatz im Gigabit-Wissenschaftsnetz wurden die Router in den Labors des DFN-Vereins unter anderem in Hinblick auf Durchsatz und Funktionalität getestet.

Das Gigabit-Wissenschaftsnetz als technische Basis des Deutschen Forschungsnetzes besteht aus 27 über das Gebiet der Bundesrepublik verteilten Kernnetzknoten sowie aus Zugangsleitungen von den Standorten der nutzenden Einrichtungen zu diesen Knotenpunkten. Mit seinen mehr als 550 angeschlossenen Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland und mit einem monatlich empfangenen Datenvolumen von zuletzt 800 TeraByte gehört das Deutsche Forschungsnetz zu den größten und leistungsfähigsten Kommunikationsnetzen weltweit.

Ausbau und Betrieb des Gigabit-Wissenschaftsnetzes werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung bmb+f mit rund 35 Millionen Euro gefördert.

Kai Hoelzner | idw
Weitere Informationen:
http://www.dfn.de/presse/dfn-presse/pm02-10-28.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Vom Edge- bis zum Cloud-Datacenter - Rittal zeigt in Monaco innovative Lösungen für Datacenter
29.05.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Layouterfassung im Flug: Drohne unterstützt bei der Fabrikplanung
19.05.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Methode für die Datenübertragung mit Licht

Der steigende Bedarf an schneller, leistungsfähiger Datenübertragung erfordert die Entwicklung neuer Verfahren zur verlustarmen und störungsfreien Übermittlung von optischen Informationssignalen. Wissenschaftler der Universität Johannesburg, des Instituts für Angewandte Optik der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) präsentieren im Fachblatt „Journal of Optics“ eine neue Möglichkeit, glasfaserbasierte und kabellose optische Datenübertragung effizient miteinander zu verbinden.

Dank des Internets können wir in Sekundenbruchteilen mit Menschen rund um den Globus in Kontakt treten. Damit die Kommunikation reibungslos funktioniert,...

Im Focus: Strathclyde-led research develops world's highest gain high-power laser amplifier

The world's highest gain high power laser amplifier - by many orders of magnitude - has been developed in research led at the University of Strathclyde.

The researchers demonstrated the feasibility of using plasma to amplify short laser pulses of picojoule-level energy up to 100 millijoules, which is a 'gain'...

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebensdauer alternder Brücken - prüfen und vorausschauen

29.05.2017 | Veranstaltungen

49. eucen-Konferenz zum Thema Lebenslanges Lernen an Universitäten

29.05.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz an der Schnittstelle von Literatur, Kultur und Wirtschaft

29.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Intelligente Sensoren mit System

29.05.2017 | Messenachrichten

Geckos kommunizieren überraschend flexibel

29.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

1,5 Millionen Euro für vier neue „Innovative Training Networks” an der Universität Hamburg

29.05.2017 | Förderungen Preise