Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Preise auf Knopfdruck

02.04.2008
Preisschilder an Supermarktregalen zu ändern, ist oft mit Rennerei für die Angestellten verbunden. Mit einem System von vernetzten Displays lassen sich Preise schnell und jederzeit von einem zentralen Computer aus aktualisieren.

Manchmal erlebt man an der Kasse eine freudige Überraschung: T-Shirt, Kamera, Schokolade sind günstiger als auf dem Regal ausgezeichnet. Mitunter entpuppt sich ein Produkt auch als teurer. Die wenigen Mitarbeiter in Elektro-, Bau- und Supermärkten sind meist überlastet. Für das Aktualisieren der Schilder an den Regalen bleibt da oft wenig Zeit. Das gilt auch für elektronische Displays: Bei Preisänderungen müssen die Flash-Speicherkarten im entsprechenden Display ausgetauscht werden.

Ein vernetztes elektronisches Anzeigensystem soll den Mitarbeitern die Rennerei beim Preisschild wechseln künftig ersparen – und dem Kunden Überraschungen. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Mikroelektronische Schaltungen IMS in Duisburg haben die vernetzten Displays gemeinsam mit der Firma renzel media entwickelt. »Über einen zentralen Rechner im Büro kann der Filialleiter die Preise auf den Displays schnell und unkompliziert ändern«, sagt Hans-Christian Müller, Gruppenleiter am IMS.

»Dazu haben wir in jedem Screen einen Empfänger integriert. Über einen Sender im zentralen Computer lässt sich jedes Display einzeln ansteuern.« Sind etwa die Erdbeeren im Sonderangebot, muss der Filialleiter lediglich die Datei, die den neuen Preis enthält, in das Hauptverzeichnis kopieren – und schon aktualisiert sich die Anzeige am Erdbeer-Regal. Damit der Preis an der richtigen Anzeigentafel geändert wird, trägt diese Datei als Namen den Nummerncode des entsprechenden Displays. Die Software, mit der die Preisschilder erstellt werden, liefert die Firma renzel media direkt mit.

... mehr zu:
»Datenpaket »Display »Preisschild

Der Computer zerlegt die Bilder, die angezeigt werden sollen – etwa eine Schale Erdbeeren mit dem entsprechenden Preis – in kleine Datenpakete und sendet sie an den Empfänger. Hier wird das Bild wieder zusammengesetzt und angezeigt. Geht ein Datenpaket bei der Funk-übertragung verloren, fragt der Empfänger automatisch beim Sender nach – das fehlende Paket wird erneut geschickt. Der Grund für diese Datenpakete:

Die Displays besitzen nur einen kleinen Prozessor, damit sie energiesparend arbeiten und nicht zu viel Wärme entwickeln. »So können auch dicht schließende Gehäuse verwendet werden, was an manchem Installationsort von Vorteil ist – etwa an einem Kühlregal, wo Feuchtigkeit unvermeidbar ist«, sagt Müller. Der Prototyp des vernetzen Anzeigensystems mit 25 Displays ist vom 21. bis 25. April auf der Hannover-Messe zu sehen (Halle 6, Stand K10). Nun planen die Forscher, ihre Entwicklung serienreif zu machen.

Martin Ackeren | Fraunhofer Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.ims.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: Datenpaket Display Preisschild

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Sicheres Bezahlen ohne Datenspur
17.10.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Saarbrücker Forscher erstellen digitale Objekte aus unvollständigen 3-D-Daten
12.10.2017 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mobilität 4.0: Konferenz an der Jacobs University

18.10.2017 | Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

18.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Biokunststoffe könnten auch in Traktoren die Richtung angeben

18.10.2017 | Messenachrichten

»ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern

18.10.2017 | Energie und Elektrotechnik