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Schnelle Diagnose von Alzheimer durch Computer

25.02.2008
Treffsicherheit liegt bei 96 Prozent

Wissenschaftler des University College haben ein Computerprogramm entwickelt, das Alzheimer bei Patienten schneller diagnostizieren kann als Ärzte auf diesem Gebiet. Dadurch würden auch die Chancen für eine effektive Behandlung von Alzheimer steigen. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 96 Prozent kann der Computer Gehirnschädigungen infolge von Alzheimer feststellen, so die Wissenschaftler. Derzeit ist eine exakte Diagnose von Alzheimer nur nach dem Tod möglich.

Hervorgerufen wird die Krankheit durch Bildung von Plaque und fibrillären Ablagerungen im Gehirn. Gegenwärtig kann Alzheimer nur in Kombination mit Gehirnscans, Bluttests und Patienteninterviews diagnostiziert werden. Die Treffgenauigkeit liegt bei nur 85 Prozent. Auch zu anderen Formen der Demenz kann nur schwer unterschieden werden, da sich die Diagnose als schwierig und zeitaufwendig darstellt.

Die Wissenschaftler programmierten zur Erkennung von Alzheimer einen Standardcomputer so um, dass dieser zwischen Gehirnscans von Alzheimerpatienten und gesunden Patienten unterscheiden konnte. Der Computer zeigte den Unterschied der beiden Gehirne dabei so exakt an, als wäre eine einzige klinische Magnetresonanztomographie durchgeführt worden. "Der Vorteil im Gebrauch von Computern liegt darin, dass diese billiger, schneller und fehlerfrei sind", meint Richard Frackowiak, Wissenschaftler am University College London.

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"Die neue Methode gewährt eine objektive Diagnose, die besonders in jenen Teilen der Welt angewendet werden kann, in denen ein Engpass an ausgebildetem Fachpersonal besteht und deshalb eine verlässliche Diagnose benötigt wird", so Frackowiak weiter. In den meisten Fällen lässt sich laut Frackowiak Alzheimer nur dann feststellen, wenn das Gehirn schon stark in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Durch eine Weiterentwicklung der Diagnose mit Computer können neue Ansätze in der Medikamententherapie gefunden sowie Kosten gespart werden. "Trotz dieser technischen Entwicklung müssen noch weitere Untersuchungen in diesem Bereich getätigt werden, um mehr Vorteile aus dieser Technik zu ziehen", meint Frackowiak abschließend.

Sandra Haas | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.ucl.ac.uk/

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