Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

ASK-IT macht mobil: Fraunhofer IAO präsentiert Ergebnisse

14.02.2008
Personen, die aus unterschiedlichsten Gründen in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, stehen im Mittelpunkt des europäischen Forschungsprojekts ASK-IT. Ziel des Projekts ist es, deren Alltag durch die Entwicklung spezieller technischer Hilfsmittel und Dienstleistungen zu erleichtern.

Im Rahmen des europäischen Forschungsprojekts ASK-IT arbeitet das Fraunhofer IAO zusammen mit 42 Forschungspartnern aus insgesamt 13 europäischen Ländern seit 2004 an der Entwicklung von speziellen technischen Hilfsmitteln, Informationsmöglichkeiten sowie Dienstleistungen zur Unterstützung von Personen mit Handicap im Bereich Mobilität. Verantwortungsbereich und Aufgabe des IAO war es, User-Interfaces - also Benutzerschnittstellen - für die verschiedenen Zielgruppen zu konzipieren.

Die zentrale Herausforderung bestand darin, den speziellen Bedürfnissen der einzelnen, in unterschiedlichen Bereichen eingeschränkten Gruppen gerecht zu werden und sowohl Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen als auch mit Seh-, Geh-, Hör- und Körper-behinderungen zu helfen. Nach einer Analyse der Eignung unterschiedlicher User-Interface-Elemente für die einzelnen Benutzergruppen entwickelte das Forscher-team insgesamt 13 geeignete Prototypen, darunter u.a. die beiden folgenden:

Die haptische Navigationsunterstützung hilft Blinden oder Tauben dabei, anhand eines weiteren Sinnes Informationen aufzunehmen. Durch die Codierung von Information mittels Vibration können z.B. die Wegfindung erleichtert und Gefahrensituationen reduziert werden. Dabei sind Vibrationsmotoren an den Handgelenken befestigt: zwei auf der Vorderseite und zwei auf der Rückseite. Durch Ansteuerung der vier Vibratoren mit unterschiedlichem Rhythmus, Dauer und Kombination der vier Motoren, können verschiedene Anweisungen und Informationen übermittelt werden. So bedeutet beispielsweise die Vibration der beiden Motoren am rechten Handgelenk, dass eine Richtungsänderung nach rechts erfolgen soll. Die Aktivierung aller vier Motoren gleichzeitig hingegen bedeutet, dass gestoppt werden soll.

... mehr zu:
»ASK-IT
Die Fußgängernavigation für Blinde funktioniert über die Darstellung zentraler Orientierungspunkte und Navigationsanweisungen durch synthetische und alltagsbezogene Sounds. In Interviews mit Blinden wurde ermittelt, welche Informationen für sie relevant sind. Daraufhin wurden Sounds für die unterschiedlichen Situationen entworfen: Orientierung (öffentliches Gebäude, Bahnhof, Haltestelle), Gefahrenmeldungen (Baustelle, Straßenkreuzung, Treppe) und Wegfindung (geradeaus, links, rechts, falsche Richtung).

Mehr Informationen zu den Ergebnissen des Projekts ASK-IT finden Sie im Internet unter www.ask-it.org.

Ihre Ansprechpartnerin für weitere Informationen
Fraunhofer IAO
Cornelia Hipp
Nobelstraße 12, 70569 Stuttgart
Telefon +49 711 970-2314, Fax +49 711 970-2300
cornelia.hipp@iao.fraunhofer.de

Claudia Garád | idw
Weitere Informationen:
http://www.ask-it.org

Weitere Berichte zu: ASK-IT

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Saarbrücker Forscher erstellen digitale Objekte aus unvollständigen 3-D-Daten
12.10.2017 | Universität des Saarlandes

nachricht Big Data: Flächendeckendes Messnetz für Feinstaub
09.10.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Im Focus: Smart sensors for efficient processes

Material defects in end products can quickly result in failures in many areas of industry, and have a massive impact on the safe use of their products. This is why, in the field of quality assurance, intelligent, nondestructive sensor systems play a key role. They allow testing components and parts in a rapid and cost-efficient manner without destroying the actual product or changing its surface. Experts from the Fraunhofer IZFP in Saarbrücken will be presenting two exhibits at the Blechexpo in Stuttgart from 7–10 November 2017 that allow fast, reliable, and automated characterization of materials and detection of defects (Hall 5, Booth 5306).

When quality testing uses time-consuming destructive test methods, it can result in enormous costs due to damaging or destroying the products. And given that...

Im Focus: Cold molecules on collision course

Using a new cooling technique MPQ scientists succeed at observing collisions in a dense beam of cold and slow dipolar molecules.

How do chemical reactions proceed at extremely low temperatures? The answer requires the investigation of molecular samples that are cold, dense, and slow at...

Im Focus: Kalte Moleküle auf Kollisionskurs

Mit einer neuen Kühlmethode gelingt Wissenschaftlern am MPQ die Beobachtung von Stößen in einem dichten Strahl aus kalten und langsamen dipolaren Molekülen.

Wie verlaufen chemische Reaktionen bei extrem tiefen Temperaturen? Um diese Frage zu beantworten, benötigt man molekulare Proben, die gleichzeitig kalt, dicht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

17.10.2017 | Physik Astronomie

Partnervermittlung mit Konsequenzen

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungsnachrichten