Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Abhörsicherheit In-a-Box

24.09.2013
it-sa 2013: VPN-Entwicklung von NCP und Fraunhofer SIT erhält BSI-Freigabe – Hardware-Lösung für abhörsichere Internetverbindung zwischen Standorten

Die „Secure VPN GovNet Box“ der Firma NCP hat die Sicherheitsfreigabe des Bundesamtes für Sichere Informationstechnik (BSI) erhalten. Die Hardware-Lösung, die NCP zusammen mit dem Fraunhofer SIT entwickelt hat, verschlüsselt die Internet-Kommunikation zwischen Standorten.


Die "Secure VPN GovNet Box", eine Entwicklung von NCP und Fraunhofer SIT. NCP

Fraunhofer SIT war beteiligt an Design und Implementierung des Produkts und unterstützte NCP auch bei der Zertifizierung durch das BSI. Leitgedanke des Projekts war es, Unternehmen und Behörden einen vertraulichen Kommunikationskanal zur Verfügung zu stellen und so wirksam vor Wirtschaftsspionage zu schützen.

„Die GovNetBox verwendet modernste Techniken der IT Sicherheit, wie etwa ein hardware-basiertes Schutzkonzept auf Basis von Trusted Computing. Dies ermöglicht höchste Sicherheit und gute Benutzbarkeit“, sagt Dr. Carsten Rudolph, Abteilungsleiter am Fraunhofer SIT. „Die NCP Secure VPN GovNet-Box basiert auf NCPs Next Generation Network Access Technology. Dahinter stehen ausschließlich Eigenentwicklungen – ohne jegliche Hintertüren zu den Spähprogrammen in- und ausländischer Geheimdienste“, sagt Peter Söll, Geschäftsführer der NCP engineering GmbH. Die Projektpartner zeigen die Box vom 8. bis 11. Oktober auf der it-sa in Nürnberg.

Die „NCP Secure VPN-GovNet Box“ ist vom BSI zugelassen für Verschlusssachen für den Dienstgebrauch (VS-NfD). Hierfür waren zahlreiche Vorarbeiten notwendig: Die Mitarbeiter des Instituts haben die Architektur entworfen, die Implementierung mit einem Prototypen unterstützt und NCP auch im weiteren Verlauf sowie bei der Zertifizierung beraten. Um geheime Hintertüren und fehlerhafte Programmierung weitgehend auszuschließen, wurde im Rahmen von Entwicklung und Zulassungsverfahren alle wichtigen Elemente der VPN-Box überprüft, darunter Zufallsgeneratoren, Algorithmen und Software-Libraries.

Die Handhabung ist denkbar einfach: Die Box wird einfach per USB an den Computer angeschlossen und per Ethernet, WLAN oder UMTS mit dem Internet verbunden. Zur Authentisierung steckt der Benutzer seine Smartcard in die Box und gibt auf dem PIN-Pad der Box seine PIN ein. Bei korrekter Eingabe stellt die Box eine verschlüsselte Verbindung zur Gegenstelle auf dem Unternehmensserver her. Solange die Internetverbindung allein über die Box hergestellt wird, sorgt dies für Abhörsicherheit der gesamten Kommunikation. Das Risiko des Missbrauchs oder Diebstahls von Zugangsdaten und PIN über Viren und Trojaner auf dem PC des Benutzers wird minimiert.

Teil der Implementierung ist ein Trusted-Platform-Modul (TPM). Dabei handelt es sich um einen Chip, der im Rahmen von Trusted Computing-Konzepten verwendet wird. Mittels kryptographischer Verfahren prüft der TPM den Zustand von Software und Hardware. Er gewährt den Zugriff auf geheime Schlüssel nur, wenn die Software auf der VPN-Box nicht manipuliert wurde. Andernfalls verweigert er die Schlüssel. Der TPM wird in der Box zum Schutz von Konfigurationsdaten verwendet und hat als passives Element keinen weiteren Einfluss auf das Verhalten der Box. Schnittstellen und Standards für den TPM definiert die von verschiedenen Industrievertretern getriebene Trusted Computing Group.

Oliver Küch | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.sit.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Schnelle Time-to-Market durch standardisierte Datacenter-Container
28.03.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Modellfabrik Industrie 4.0: Forschungs- und Trainingsplattform für Wissenschaft und Wirtschaft
28.03.2017 | Hochschule Konstanz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hannover Messe: Elektrische Maschinen in neuen Dimensionen

28.03.2017 | HANNOVER MESSE

Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome

28.03.2017 | Medizin Gesundheit

Antibiotikaresistenz zeigt sich durch Leuchten

28.03.2017 | Biowissenschaften Chemie