Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Dritte Expedition ins Rote Meer im vollen Gange an der Kaust

06.12.2011
Die dritte Expedition ins Rote Meer von der "King Abdullah University of Science and Technology" (KAUST) ist so gut wie abgeschlossen - die Segel wurden am 15. September von der Universität aus gehisst.

Diese 81 Tage dauernde Forschungsreise ist die erste Expedition für den Direktor des "Red Sea Research Center", Xabier Irigoien, der nur wenige Wochen zuvor zu KAUST berufen wurde.

Irigoien war vorher der Leiter des "Pelagic Fisheries and Biological Oceanography" bei AZTI (Institut für Fischerei und Lebensmittelwissenschaften) in Pasaia (Spanien). Er erhielt seinen Doktor in Ozeanografie von der Universität Bordeaux in Frankreich.

An der 2011 KAUST Red Sea Expedition (KRSE) sind ungefähr 60 Fakultäten und Forscher vom KAUST und einige der bekanntesten Institutionen für Meereskunde beteiligt: "Woods Hole Oceanographic Institution" (WHOI), USA, "American University of Cairo" (AUC), Ägypten, "Hellenic Center for Marine Research" (HCMR), Griechenland und die "Hong Kong University of Science and Technology" (HKUST), China. An der Expedition sind auch nationale Teilnehmer beteiligt:

"King Abdulaziz University", das Landwirtschaftsministerium, "Saudi Geological Survey" und "General Commission of Survey of the Ministry of Defense and Aviation".

"Die hochmoderne und interdisziplinäre Initiative der Expedition zielt darauf ab, die Meereskunde und die Bildung über die Meere in Saudi-Arabien voranzubringen. Aufgrund des grossen Rahmens und der hochmodernen Technologie wird die Expedition als ein Meilenstein in der Meeresforschung im Roten Meer in Erinnerung bleiben", erklärte Irigoien.

An Bord des 62 Meter langen Forschungsschiffs Aegaeo nehmen die Forscher zahlreiche Messungen vor und sammeln Proben für viele verschiedene Studien, eingeschlossen gross angelegter Untersuchungen im Bereich Ozeanografie, Salzsee- und Tiefseemikrobiologie, kalte Quellen und deren entsprechende Lebensräume sowie Fauna in der Tiefsee und der pelagischen Zonen.

Die Probenentnahmestrategie der Expedition wird durch die Expertise der Forscher und der Verwendung hochmoderner Ausrüstung realisiert, eingeschlossen der Nutzung von selbstaufnehmenden ozeanografischen Instrumenten und Unterwasser-Beobachtungssystemen (sowohl bemannt als auch ferngesteuert).

"Die Grösse von KRSE ist einfach enorm, sieht man die Besonderheiten der einbezogenen Forschungsziele und der Herausforderungen bei der Erreichung der Probenanforderungen" erklärte Dr. Abdulaziz Al-Suwailem, Manager von KAUSTs "Coastal and Marine Resources Core Lab", welches die Vorbereitungen für die Expedition anführte.

Der diversifizierte Aufgabenbereich der Expedition ist im grossen Ausmass fachübergreifend. Während die Wissenschaftler und Forscher von KAUST hauptsächlich vom "Red Sea Research Center" der Universität stammen, gehören zu den anderen an den Forschungen teilnehmenden Zentren und Laboren unter anderem das KAUST "Water Desalination and Reuse Center", die "Physical Sciences and Engineering Division", das "Analytical Core Lab", das "Advanced Nanotechnology, Imaging, and Characterization Core Lab" und das "Coastal and Marine Resources Core Lab".

Während der Teilschritte eins bis vier wurden gross angelegte hydrografische Proben von über 100 Stationen genommen, es wurden mikrobiologische Studien zur Analyse der Unterschiede zwischen Salzwasser- und Nicht-Salzwasser-Seen durchgeführt sowie eine Studie über mesopelagische Fische und Salzwasserseen durch die Anwendung von akustischen und Kamera-Verankerungen. Darüber hinaus wurde eine Untersuchung einer KRSE 2010 Entdeckung durchgeführt: ein Kältelauge-Sickerwassersystem.

Der aktuelle und letzte Abschnitt untersucht das mögliche Auftreten von Tiefsee-Korallen jenseits der Reichweite des Sonnenlichts und nimmt Proben von Tiefsee-Fauna.

Informationen über KAUST

KAUST ist eine internationale Hochschule, die sich der Entwicklung der Naturwissenschaft und Technologie durch interdisziplinäre Forschung, Bildung und Innovation verschrieben hat. Die einzigartige Matrixstruktur der Universität unterstützt sowohl die grundlegende als auch zielorientierte Forschung in weltweit wichtigen Gebieten wie Energie, Wasser, Lebensmittel und Umwelt.

Die Universität befindet sich an der Küste des Roten Meeres, ungefähr 90 Kilometer (50 Meilen) im Norden von Dschidda. Das gesamte Gebiet der abgeschlossenen Gemeinschaft spannt sich über 36 Millionen Quadratmeter, einschliesslich eines einzigartigen Korallenriff-Ökosystems, welches die Universität als Meeresschutzgebiet erhält. Im Jahr 2011 wurde KAUST vom führenden Wissenschafts- und Technologiemagazin R&D Magazine als "Lab of the Year" ausgezeichnet.

Weitere Informationen

KAUST [http://www.kaust.edu.sa ]

Marine Science Faculty and Student Openings [http://www.kaust.edu.sa/academics/faculty/red_sea_advert.pdf ]

KAUST Red Sea Expedition 2011 [http://krse.kaust.edu.sa ]

Red Sea Research Center [http://rsrc.kaust.edu.sa/pages/home.aspx]

Coastal and Marine Resources Core Lab [http://cmor.kaust.edu.sa/Pages/Home.aspx ]

Für weitere Informationen:
Christopher Sands, Leiter der Universitätskommunikation
christopher.sands@kaust.edu.sa
+966-54-470-1201

Christopher Sands | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.kaust.edu.sa
http://www.multivu.com/mnr/52797-kaust

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen
26.04.2017 | Leibniz-Institut für Troposphärenforschung e. V.

nachricht Flechten aus dem Bernsteinwald
25.04.2017 | Georg-August-Universität Göttingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie