Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erlanger Forscher suchen neue Strategien vor Sturzfluten

07.12.2007
Wenn der Regen kommt, kann aus einem friedlich vor sich hin plätschernden Bach schnell ein reißender Strom werden, der über die Ufer tritt und Keller und Grundstücke unter Wasser setzt.

Wissenschaftler der Universität Erlangen-Nürnberg wollen jetzt im Rahmen eines Forschungsprojekts Strategien entwickeln, mit denen man solch verheerende Sturzfluten künftig eindämmen kann. Das Projekt des Erlanger Lehrstuhls für Geologie in Zusammenarbeit mit dem Büro für ökologische Studien Bayreuth ist voraussichtlich im August 2009 abgeschlossen und wird mit 121.000 Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert.

"Unser Hauptaugenmerk liegt auf den kleinen schnellen Hochwässern, die in den letzten Jahren immer häufiger vorkommen", erklärt der Erlanger Geograph David Bertermann, der das Forschungsprojekt betreut. Sie entstehen, wenn der Boden nach heftigem Regen oder starker Schneeschmelze die großen Niederschlagsmengen nicht mehr aufnehmen kann. Das Wasser sammelt sich in Bächen und Flüssen und tritt rasch über die Ufer. Solche Sturzfluten können große wirtschaftliche Schäden verursachen, da sie Bevölkerung und Behörden meist völlig unverbereitet treffen.

"Um solche Hochwasserereignisse abzumildern, müssen wir in den Einzugsgebieten an den Oberläufen der Flusssysteme in den Mittelgebirgen ansetzen", sagt Bertermann. Die Erlanger Wissenschaftler haben deshalb die Gebiete um Rothenkirchen im Frankenwald und um Weidenberg im Fichtelgebirge für ihre Forschungen ausgewählt. Hier wollen sie analysieren, wie stark neben der Gestaltung der Bach- und Flussläufe die Bodenbeschaffenheit, die Vegetation und die Landnutzung beeinflussen, ob Regen- und Schmelzwasser versickert oder sich in Flüssen sammelt und zu einer potentiellen Gefahr wird. Am Ende ihrer Arbeit sollen Hinweise und Lösungsvorschläge stehen, wie Infrastruktur und Bewirtschaftung in kleinen, aber auch größeren Einzugsgebieten möglichst ökologisch gestaltet werden können, um den optimalen Hochwasserschutz zu erreichen.

... mehr zu:
»Fluss »Sturzflut

Die Universität Erlangen-Nürnberg, gegründet 1743, ist mit 26.200 Studierenden, 550 Professoren und 2000 wissenschaftlichen Mitarbeitern die größte Universität in Nordbayern. Ihre Schwerpunkte in Forschung und Lehre liegen an den Schnittstellen von Naturwissenschaften, Technik und Medizin in enger Verknüpfung mit Jura, Theologie, Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften.

Weitere Informationen für die Medien:

David Bertermann
Tel.: 09131/85-25824
bertermann@geol.uni-erlangen.de

Ute Missel | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-erlangen.de/

Weitere Berichte zu: Fluss Sturzflut

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Neue Einblicke in das 2004 Sumatra-Erdbeben
14.11.2017 | Technische Universität München

nachricht Folgen des Klimawandels: Oder warum wird das Wasser unter Borkum überwacht?
14.11.2017 | Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte