Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Eiszeiten von dramatischen Klimaschwankungen begleitet

12.04.2007
Temperaturanstieg führt zu Kettenreaktionen im globalen System

Die Erde war innerhalb, aber auch zwischen den vergangenen Eiszeiten enormen Klimaschwankungen ausgesetzt. Forscher haben nun herausgefunden, dass das Schmelzen von großen Eismassen in Amerika und der Antarktis vor 60.000 Jahren ungeahnte Auswirkungen auch auf weit entfernte Schauplätze wie die Barents-Region in Russland und Norwegen hatte. "Das Eis in der Barentssee begann durch den ansteigenden Meeresspiegel zu schwimmen, brach auf und schmolz schließlich komplett. Die riesigen Mengen an Frischwasser im Ozean löste eine regelrechte Kettenreaktion aus", so Eiliv Larsen, Geologe am norwegischen Geologieinstitut NGU http://www.ngu.no , im pressetext-Interview.

Die Wissenschaftler vermuten, dass die Zufuhr von riesigen Wassermengen in die Ozeane unter anderem dafür verantwortlich zeichnet, dass globale Erwärmungen innerhalb sehr kurzer Zeit stattfinden können. "Während die Abkühlungsphasen durch den sich ändernden Strahlungseinfluss auf die Erde eher einen graduellen Verlauf aufweisen, kann sich bei einer globalen Erwärmung die Temperatur aufgrund dieser Kettenreaktionen innerhalb von 50 bis 100 Jahren um mehrere Grad Celsius nach oben schrauben", so Larsen in Bezug auf die vorangegangenen Eiszeiten.

Dem Wissenschaftler zufolge hat sich zudem auch gezeigt, dass externe Strahlungs-Einflüsse in verschiedenen Regionen der Erde zu völlig unterschiedlichen Reaktionen führen. So habe in der letzten großen Eiszeit Sibirien vor 90.000 Jahren den Kältehöhepunkt erlebt, während dieser in Mitteleuropa erst vor 20.000 Jahren stattgefunden habe. Vielmehr sei das Gletscherwachstum in Nord- und Mitteleuropa um diese Zeit für die sibirische Region wie ein Schutzschild vor der externen Strahlung gewesen, erklärt Larsen.

Den vom Menschen verursachten Klimawandel betrachtet Larsen ungeachtet der kurzen Zeitperiode mit Sorge. "Natürlich ist der betroffene Zeitraum erdgeschichtlich gesehen wie ein Wimpernschlag. Das beobachtete und prognostizierte Aussterben von Pflanzen und Tieren geht aber in einer Schnelligkeit vor sich, wie wir es seit dem Aussterben der Dinosaurier nicht mehr erlebt haben", so der Wissenschaftler. Darüber hinaus gebe es unter Klimaforschern auch die Theorie, dass die Erde durch die außerplanmäßige Erwärmung in diesem Zustand "einfrieren" könnte und damit ihre natürlichen Zyklen unterbrochen werden.

Martin Stepanek | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.ngu.no

Weitere Berichte zu: Eiszeit Erwärmung Kettenreaktion Klimaschwankung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht GRACE Follow-On erfolgreich gestartet: Das Satelliten-Tandem dokumentiert den globalen Wandel
23.05.2018 | Helmholtz-Zentrum Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ

nachricht PM des MCC: CO2-Entzug aus Atmosphäre für 1,5-Grad-Ziel unvermeidbar
23.05.2018 | Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: GRACE Follow-On erfolgreich gestartet: Das Satelliten-Tandem dokumentiert den globalen Wandel

Die Satellitenmission GRACE-FO ist gestartet. Am 22. Mai um 21.47 Uhr (MESZ) hoben die beiden Satelliten des GFZ und der NASA an Bord einer Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Air Force Base (Kalifornien) ab und wurden in eine polare Umlaufbahn gebracht. Dort nehmen sie in den kommenden Monaten ihre endgültige Position ein. Die NASA meldete 30 Minuten später, dass der Kontakt zu den Satelliten in ihrem Zielorbit erfolgreich hergestellt wurde. GRACE Follow-On wird das Erdschwerefeld und dessen räumliche und zeitliche Variationen sehr genau vermessen. Sie ermöglicht damit präzise Aussagen zum globalen Wandel, insbesondere zu Änderungen im Wasserhaushalt, etwa dem Verlust von Eismassen.

Potsdam, 22. Mai 2018: Die deutsch-amerikanische Satellitenmission GRACE-FO (Gravity Recovery And Climate Experiment Follow On) ist erfolgreich gestartet. Am...

Im Focus: Faserlaser mit einstellbarer Wellenlänge

Faserlaser sind ein effizientes und robustes Werkzeug zum Schweißen und Schneiden von Metallen beispielsweise in der Automobilindustrie. Systeme bei denen die Wellenlänge des Laserlichts flexibel einstellbar ist, sind für spektroskopische Anwendungen und die Medizintechnik interessant. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) haben, im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts „FlexTune“, ein neues Abstimmkonzept realisiert, das erstmals verschiedene Emissionswellenlängen voneinander unabhängig und zeitlich synchron erzeugt.

Faserlaser bieten im Vergleich zu herkömmlichen Lasern eine höhere Strahlqualität und Energieeffizienz. Integriert in einen vollständig faserbasierten...

Im Focus: LZH zeigt Lasermaterialbearbeitung von morgen auf der LASYS 2018

Auf der LASYS 2018 zeigt das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) vom 5. bis zum 7. Juni Prozesse für die Lasermaterialbearbeitung von morgen in Halle 4 an Stand 4E75. Mit gesprengten Bombenhüllen präsentiert das LZH in Stuttgart zudem erste Ergebnisse aus einem Forschungsprojekt zur zivilen Sicherheit.

Auf der diesjährigen LASYS stellt das LZH lichtbasierte Prozesse wie Schneiden, Schweißen, Abtragen und Strukturieren sowie die additive Fertigung für Metalle,...

Im Focus: Achema 2018: Neues Kamerasystem überwacht Destillation und hilft beim Energiesparen

Um chemische Gemische in ihre Einzelbestandteile aufzutrennen, ist in der Industrie die energieaufwendige Destillation gängig, etwa bei der Raffinerie von Rohöl. Forscher der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) entwickeln ein Kamerasystem, das diesen Prozess überwacht. Dabei misst es, ob es zu einer starken Tropfenbildung kommt, was sich negativ auf die Trennung der Komponenten auswirken kann. Die Technik könnte hier künftig automatisch gegensteuern, wenn sich Messwerte ändern. So ließe sich auch Energie einsparen. Auf der Prozesstechnik-Messe Achema in Frankfurt stellen sie die Technik vom 11. bis 15. Juni am Forschungsstand des Landes Rheinland-Pfalz (Halle 9.2, Stand A86a) vor.

Bei der Destillation werden Flüssigkeiten durch Verdampfen und darauffolgende Kondensation des Dampfes in ihre Bestandteile getrennt. Ein bekanntes Beispiel...

Im Focus: Vielseitige Nanokugeln: Forscher bauen künstliche Zellkompartimente als molekulare Werkstatt

Wie verleiht man Zellen neue Eigenschaften ohne ihren Stoffwechsel zu behindern? Ein Team der Technischen Universität München (TUM) und des Helmholtz Zentrums München veränderte Säugetierzellen so, dass sie künstliche Kompartimente bildeten, in denen räumlich abgesondert Reaktionen ablaufen konnten. Diese machten die Zellen tief im Gewebe sichtbar und mittels magnetischer Felder manipulierbar.

Prof. Gil Westmeyer, Professor für Molekulare Bildgebung an der TUM und Leiter einer Forschungsgruppe am Helmholtz Zentrum München, und sein Team haben dies...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Rotierende Rugbybälle unter den massereichsten Galaxien

23.05.2018 | Physik Astronomie

Invasive Quallen: Strömungen als Ausbreitungsmotor

23.05.2018 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Matrix-Theorie als Ursprung von Raumzeit und Kosmologie

23.05.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics