Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erwärmung der Weltmeere gefährdet CO2-Absorption

12.12.2006
ESA startet zwei Forschungsprojekte

Die Weltmeere absorbieren CO2 aus der Atmosphäre, wodurch sie einen entscheidenden Einfluss auf das Klima haben. Diese Fähigkeit wurde aber durch die zunehmenden Klimaveränderungen stark beeinträchtigt. Die European Space Agency (ESA) startet nun zwei Projekte, die systematisch Daten über die Farbe und Temperatur der Weltmeere sammeln sollen. Die ESA hofft dadurch, eine Bestandsaufnahme und Prognosen für die Zukunft erstellen zu können.

"Zwar haben sich die Ozeane erwärmt, Verallgemeinerungen sind hier jedoch nicht zulässig. Wichtig ist die Frage des Ausmaßes der Erwärmung in einzelnen Gebieten wie beispielsweise den polaren oder den tropischen Meeresgebieten", erklärt Eberhard Fahrbach vom Alfred Wegener Institut für Polar- und Meeresforschung im Gespräch mit pressetext. So seien auch die Auswirkungen der Ozeanerwärmung unterschiedlich: Im arktischen Ozean könne das Meereis schmelzen, während es in den tropischen Meeren zu stärkeren Hurrikans kommen könne.

Das Medspiration Project soll nun die Temperatur der Wasseroberflächen auf den Weltmeeren messen. Das zweite Projekt GlobCOLOUR soll Daten über die Farbe der Meere liefern. Phytoplankton, mikroskopisch kleine maritime Pflanzen, die in der Nähe der Ozeanoberfläche treiben, absorbieren das CO2 und wandeln es in organische Kohlenstoffverbindungen um. Da Phytoplankton grün ist, kann es mittels Farbsensoren aus dem Weltraum geortet werden.

... mehr zu:
»CO2 »Erwärmung »Ozean »Phytoplankton »Weltmeere

"Phytoplankton hat einen großen Einfluss auf die Menge von CO2 in der Atmosphäre und reagiert sehr empfindlich auf Umweltveränderungen", erklärt Emeritus Andre Morel von der French Observatoire Océanolgique de Villefranche. Aus diesen Beobachtungen des Phytoplanktons wollen Forscher Prognosen für zukünftige Entwicklungen ableiten.

Die Erwärmung und die Veränderung des Salzgehalts der Ozeane haben Auswirkungen auf die Schichtung des Meereswassers. "Dadurch verschieben sich Lebensräume wie etwa die des Planktons," so Fahrbach. Weiters hätten diese Veränderungen Auswirkungen auf den natürlichen Klimakreislauf.

Beide Projekte sollen in einem ersten Schritt Daten erheben, die in einem zweiten Schritt miteinander verglichen werden. Für die Erhebung setzt die ESA unterschiedliche Satellitensysteme ein. Für Medspiration sollen der ESA Satellit Envisat und Meteosat-8 (USA und Japan) eingesetzt werden. Für GlobCOLOUR sollen die Farbsensoren der Satelliten Envista (ESA), Aqua (NASA) sowie SeaWiFS (GoeEye) eingesetzt werden.

Victoria Danek | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.esa.int
http://www.awi-bremerhaven.de

Weitere Berichte zu: CO2 Erwärmung Ozean Phytoplankton Weltmeere

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Internationales Team um Oldenburger Meeresforscher untersucht Meeresoberfläche
21.03.2017 | Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg

nachricht Weniger Sauerstoff – ist Humboldts Nährstoffspritze in Gefahr?
17.03.2017 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen