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Entwicklung neuseeländischer Wissenschaftler ermöglicht optimale Standortermittlung für Windkraftanlagen

24.07.2006
Wissenschaftler der neuseeländischen University of Canterbury haben ein fortschrittliches meteorologisches Instrument zur Windmodellierung entwickelt. Die Identifizierung geeigneter Standorte für Windkraftanlagen ist damit beispielsweise schnell und einfach realisierbar.

Das so genannte Environmental Prediction Systems (EPS) wurde am Centre for Atmospheric Research an der University of Canterbury entwickelt. Dank eines Abkommens zwischen Canterprise - ein Unternehmen der University of Canterbury, dessen Kernaufgabe es ist, mit Firmenausgründungen und Industrieabkommen die Kommerzialisierung von Technologien voranzutreiben - und dem Unternehmen Connell Wagner wird die wirtschaftliche Nutzbarmachung dieser Entwicklung bereits vorangetrieben.

Das EPS verwendet weltweite Beobachtungsdaten von Bodenstationen, Satelliten, Wetterballons, speziellen Bojen sowie von Schiffen und Flugzeugen. Auf Basis der erhaltenen Daten erstellt das EPS technisch ausgefeilte dreidimensionale Modelle der Atmosphäre, über die zuverlässige Vorhersagen zu Windgeschwindigkeit und -richtung an einem beliebigen Ort gemacht werden können. Dabei werden über das EPS jene Prozesse bestimmt, die für unterschiedliche Windbedingungen verantwortlich sind. Der Betrachtungsbereich wird hierzu schrittweise von größeren Regionen auf die relevanten Gebiete, wie beispielsweise Bergrücken oder bestimmte Grundstücke, fokussiert. Die mit unterschiedlichen Auflösungsstufen arbeitenden Windmodelle, beziehen dann Informationen zu topographischen Faktoren und Oberflächenstrukturen mit ein, um den Einfluss lokaler Gegebenheiten auf das Windenergiepotential zu berechnen.

Die Anwendungspotentiale des EPS sind enorm und reichen von der Bestimmung eines optimalen Standorts für Windenergieanlagen bis zur kurzfristigen Vorhersage des Outputs einer Windkraftanlage in einem bestimmten Zeitraum. Kosten und Zeitaufwand für die Bestimmung des Windenergiepotentials lassen sich dabei erheblich reduzieren, da die Notwendigkeit von Vor-Ort Beobachtungen minimiert wird. Damit leistet EPS einen wichtigen Beitrag zur Erschließung von Windenergie - der Energiequelle mit den höchsten Wachstumsraten weltweit im Kampf gegen den Klimawandel.

Weitere Informationen:
Institut Ranke-Heinemann / Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund
Pressestelle
Friedrichstr. 95
10117 Berlin
Email: berlin@ranke-heinemann.de
Tel.: 030-20 96 29 593
Das Institut Ranke-Heinemann / Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund ist die zentrale Verwaltungsstelle aller australischen und neuseeländischen Universitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz, zuständig für Wissens- und Forschungstransfer, Forschungsförderung sowie Studenten- und Wissenschaftleraustausch und für die Betreuung von Studierenden und Schülern, die ein Studium Down Under vorbereiten.

Sabine Ranke-Heinemann | idw
Weitere Informationen:
http://www.ranke-heinemann.de
http://www.wissenschaft-neuseeland.de
http://www.ranke-heinemann.at

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