Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erste GPS-Bojen für Indonesien auf den Weg gebracht

26.08.2005


Bulmahn: "Aufbau des Tsunamifrühwarnsystems geht zügig voran"


Spitzentechnologie aus Deutschland steht für den Export nach Indonesien bereit. "Der Aufbau des Tsunami-Frühwarnsystems im Indischen Ozean geht zügig voran", sagte Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn am Donnerstag in Hamburg. Gemeinsam mit ihrem indonesischen Kollegen Kusmayanto Kadiman hat die Ministerin die ersten GPS-Messbojen und Drucksensoren zur Fahrt nach Indonesien verabschiedet. Noch im Oktober sollen die Bojen vom deutschen Forschungsschiff SONNE vor der indonesischen Küste ausgesetzt werden. "Das schnelle Handeln Deutschlands bringt den Menschen in Indonesien viel Hoffnung und Zuversicht", sagte Bulmahn. Deutschland habe eine weltweit herausragende Georisiko-Forschung, weshalb es so schnell auf die verheerende Katastrophe vom 26. Dezember reagieren konnte, so die Ministerin.

Bulmahn wies darauf hin, dass Deutschland mit seinen wissenschaftlich-technischen Kapazitäten führender Partner beim Aufbau des Frühwarnsystems sei. "Der Vorteil des deutschen Konzeptes ist, dass es Daten in Echtzeit liefert und damit schnellstmögliche Vorwarnzeit sichert." Gleichzeitig sei es für Beobachtungsnetze weiterer Länder offen. Kernstück des Systems seien die mit GPS ausgestatteten Mess-Bojen und die Ozeanboden-Drucksensoren. Diese liefern verlässliche Informationen über die Meeresspiegelhöhe, die sie online an die Satelliten weitergeben, so Bulmahn.


Die Bundesregierung stellt im Rahmen ihrer Wiederaufbauhilfe in der betroffenen Region 45 Millionen Euro für den Aufbau eines Tsunami-Frühwarnsystems bereit. Der Aufbau erfolgt in enger Kooperation mit der UNESCO/IOC, die die Koordination eines übergreifenden Frühwarnsystems für den Indischen Ozean übernommen hat.

Unter Federführung der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF), vertreten durch das GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ), arbeiten verschiedene wissenschaftliche Einrichtungen in enger Kooperation: Konsortium Deutsche Meeresforschung (KDM), Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Stiftung Alfred Wegener Institut für Meeres- und Polarforschung (AWI), Forschungszentrum Geesthacht (GKSS), Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) und Universität der UN in Bonn (UNU).

| BMBF - Pressereferat
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de

Weitere Berichte zu: Indonesien Ozean Tsunami-Frühwarnsystem

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Was macht Korallen krank?
08.12.2017 | Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT)

nachricht Neue Weltkarte zeigt Karstgrundwasserleiter
04.12.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Im Focus: Realer Versuch statt virtuellem Experiment: Erfolgreiche Prüfung von Nanodrähten

Mit neuartigen Experimenten enträtseln Forscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht und der Technischen Universität Hamburg, warum winzige Metallstrukturen extrem fest sind

Ultraleichte und zugleich extrem feste Werkstoffe – poröse Nanomaterialien aus Metall versprechen hochinteressante Anwendungen unter anderem für künftige...

Im Focus: Geburtshelfer und Wegweiser für Photonen

Gezielt Photonen erzeugen und ihren Weg kontrollieren: Das sollte mit einem neuen Design gelingen, das Würzburger Physiker für optische Antennen erarbeitet haben.

Atome und Moleküle können dazu gebracht werden, Lichtteilchen (Photonen) auszusenden. Dieser Vorgang verläuft aber ohne äußeren Eingriff ineffizient und...

Im Focus: Towards data storage at the single molecule level

The miniaturization of the current technology of storage media is hindered by fundamental limits of quantum mechanics. A new approach consists in using so-called spin-crossover molecules as the smallest possible storage unit. Similar to normal hard drives, these special molecules can save information via their magnetic state. A research team from Kiel University has now managed to successfully place a new class of spin-crossover molecules onto a surface and to improve the molecule’s storage capacity. The storage density of conventional hard drives could therefore theoretically be increased by more than one hundred fold. The study has been published in the scientific journal Nano Letters.

Over the past few years, the building blocks of storage media have gotten ever smaller. But further miniaturization of the current technology is hindered by...

Im Focus: Successful Mechanical Testing of Nanowires

With innovative experiments, researchers at the Helmholtz-Zentrums Geesthacht and the Technical University Hamburg unravel why tiny metallic structures are extremely strong

Light-weight and simultaneously strong – porous metallic nanomaterials promise interesting applications as, for instance, for future aeroplanes with enhanced...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Papstar entscheidet sich für tisoware

08.12.2017 | Unternehmensmeldung

Natürliches Radongas – zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs

08.12.2017 | Unternehmensmeldung

„Spionieren“ der versteckten Geometrie komplexer Netzwerke mit Hilfe von Maschinenintelligenz

08.12.2017 | Biowissenschaften Chemie