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Flutdaten, neue Vorhersagen

16.03.2005


Wie die kürzlichen Ereignisse zeigten, können Überschwemmungen einen erheblichen Verlust von Leben und Eigentum verursachen und zu heftigen finanziellen Einbußen führen. Daher ist es entscheidend, Fluten - sowie die möglicherweise am stärksten betroffenen Überschwemmungsgebiete - genau vorhersagen zu können.

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Die letzte Flut in Europa (2002) wurde als die schlimmste seit Jahrhunderten bezeichnet. Neuere, durch präzisere und effektivere Mittel erlangte Informationen lassen nun jedoch darauf schließen, dass diese weit verbreiteten katastrophalen Ereignisse geringer gewesen sein dürften als früher erlebte Fluten.

Statistische Standarddaten auf der Grundlage von Wasserstandsaufzeichnungen zur Flutvorhersage sind von fragwürdigem Wert. In der Vergangenheit haben Ungenauigkeiten und typische Beschränkungen dieser statistischen Praktiken die genaue Vorhersage des Ausmaßes und der Reichweite von Flutereignissen erschwert und somit einen noch größeren Verlust von Leben und Eigentum riskiert.

SPHERE-GIS trägt zur Verbesserung dieser Umstände bei. Die Technologie soll sowohl räumliche als auch vektorielle Datenmodelle liefern und stellt darüber hinaus eingehende Daten zur Reichweite von Flüssen und zu Einzugsgebieten, Topografien, Höhenmodelle sowie politische Fakten wie beispielsweise zu kommunalen Grenzen zur Verfügung.

Das System beruht auf archivierten Daten aus amtlichen und kirchlichen (historischen) Quellen sowie auf durch geologische und geomorphologische Verfahren gewonnenen Paläoflut-Aufzeichnungen. Darüber hinaus wird es durch seine Sammelverfahren für vektorielle und räumliche Daten weiter gesteigert, die beispiellose Informationen für hydrologische und geografische Modelle liefern. Dies umfasst Informationen zu Einzugsgebieten, Subgebieten, Flüssen, Reservoiren und Messungsstationen sowie behördlichen Beschränkungen, Topografien, Bahnstrecken, Straßen, Stadtzentren und Parks.

SPHERE-GIS beinhaltet kundenspezifisch anpassbare Tools, die seine Funktionalität steigern, einige davon verfügen über die Anzeige von Kartendaten, statistische Funktionen und eine nutzerfreundliche Schnittstelle, die in Visual Basic entwickelt wurde. So kann der Nutzer Menüs und Tools zur Manipulation grafischer und alphanumerischer Informationen auswählen.

Dadurch etabliert sich das Programm als äußerst effektives Tool zur Vorhersage und Modellierung von Flutdaten, das in der Lage ist, das Risiko für Superstrukturen wie Staudämme, Kraftwerke und andere Infrastrukturen zu beurteilen. Da es auf archivierten Flutinformationen beruht, statistische Analysen ermöglicht und die geologische Topografie beurteilen kann, gilt es als vielseitiges Tool für das Flutmanagement.

Dr. Gerardo Benito | ctm
Weitere Informationen:
http://www.ccma.csic.es

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