Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fraunhofer ISST entwickelt Bepreisungsstandard für Geodaten

18.12.2002


Ein System, mit dem die komplexe Bepreisung von Geodaten im Internet vollautomatisch kalkuliert wird, konnte das Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST jetzt als Diskussionsgrundlage in das Open GIS Consortium (OGC) einbringen. Die führenden Unternehmen für Geo-Informationssysteme (GIS) haben sich 1994 im OGC zusammen geschlossen, um gemeinsam Standards für ihre Produkte zu entwickeln. Seit zwei Jahren engagiert sich das Fraunhofer ISST in diesem Rahmen. Schon bald könnte das hier entwickelte Preiskalkulations- und Bestellsystem für Geodaten im Internet internationaler Standard werden.



Mit WPOS, dem "Web Pricing and Ordering Service", hat das Fraunhofer ISST eine Möglichkeit geschaffen, den Erwerb von Geodaten für alle Nutzer einfacher, effektiver und vor allem schneller zu machen. "Geodaten liegen heute meist in digitaler Form vor", erklärt Dr. Bernhard Holtkamp, Abteilungsleiter Informationsmanagement am Fraunhofer ISST in Dortmund. "Durch die digitale Bereitstellung und Verarbeitung entstehen sehr breite Variationsmöglichkeiten, wie die Daten konfiguriert und bestellt werden können." Für viele Nutzer sind nur spezielle Ausschnitte aus den Datensätzen von Interesse. So müssen Feuerwehrleute zum Beispiel wissen, wo bei einem Sturm Gefahrenzonen sind. Einen Landschaftsplaner interessiert dagegen vielleicht, wo noch Siedlungsgebiete entstehen könnten.

... mehr zu:
»Bepreisungsstandard »Geodaten »NRW »OGC »WPOS


Entsprechend muss ein Anbieter digitaler Geodaten für sehr unterschiedliche Produkte teilweise sehr komplexe Preisberechnungen automatisch durchführen können, wenn er seine Kunden online bedienen will. Besonders wichtig ist dabei die Vernetzung verschiedener Anbieter: Musste bisher zum Beispiel jedes einzelne Katasteramt für seinen Zuständigkeitsbereich befragt werden, könnte es in Zukunft mit WPOS die Möglichkeit geben, die Daten mehrerer Ämter gleichzeitig anzufordern. WPOS erstellt eine Gesamtrechnung für den Kunden und ermittelt die Beträge für die einzelnen Anbieter.

"Unternehmen, die WPOS jetzt erwerben, haben also gute Chancen, den bald weltweit genutzten Standard einzuführen", so Dr. Bernhard Holtkamp. "In einer deutschen Vermessungsverwaltung wird es bereits installiert. Zuvor hat es sich im Rahmen der Initiative Geodaten-Infrastruktur NRW (GDI NRW) für unterschiedliche Geoprodukte und die zugehörigen Preismodelle bereits bewährt." Mit WPOS ist es dem Fraunhofer ISST gelungen, durch Forschung und Entwicklung eine große Lücke im Geoinformationsmarkt zu schließen.

Weitere Informationen zu WPOS erhalten Sie von Dr. Bernhard Holtkamp (Telefon: +49 (0) 2 31/9 76 77-3 00 oder
E-Mail: holtkamp@do.isst.fhg.de).

B.A. Britta Schmitz | idw
Weitere Informationen:
http://www.isst.fhg.de

Weitere Berichte zu: Bepreisungsstandard Geodaten NRW OGC WPOS

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Klimawandel schwächt tropische Windsysteme
20.10.2017 | MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften an der Universität Bremen

nachricht An der Wurzel des Amazonas: Bodentiefe bestimmt Vegetationstyp
20.10.2017 | Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise