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VDE-Institut zertifiziert Photovoltaik-Module nach neuem Prüfverfahren

09.06.2011
- Gütesiegel „VDE Quality Tested“ basiert auf erweitertem Standard
- Prüfverfahren erhöht Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit von Photovoltaik-Modulen

Zusammen mit Experten von Markenherstellern der Photovoltaik (PV)-Industrie und seinem Partner Fraunhofer-ISE hat das VDE-Institut einen neuen Ansatz zur Validierung von PV-Modulen mit dem Schwerpunkt einer hohen Zuverlässigkeit entwickelt. Hiermit wird ein neuer Qualitätslevel bei der Modul-Prüfung und -Zertifizierung erreicht werden.

Die Zertifizierung mit dem VDE Gütesiegel „Quality Tested“ erfolgt auf Basis eines höheren Standards als er aktuell in der Industrie zu finden ist. Die ersten Zertifikate „VDE Quality Tested“ übergibt das VDE-Institut auf der Intersolar Messe 2011 in München an die Firmen Q-Cells und BP Solar. „Mit den erhöhten Anforderungen an die Gebrauchseigenschaften und der Erweiterung der Kontrolle im Fertigungsprozess weisen wir nicht nur die Sicherheit des Produktes nach, sondern erreichen zusätzlich eine größere Nachhaltigkeit“, erklärt Dipl.-Ing. Manfred Disser vom VDE-Institut. Die von den VDE-Experten erarbeiteten Anforderungen gehen über die bestehenden Normen hinaus und sollen zukünftig in einer VDE-Anwendungsregel zusammengefasst werden.

Das VDE-Institut in Offenbach hat das Gütesiegel entwickelt, um das Vertrauen in die Qualität von PV-Modulen bei Investoren, Betreibern und Versicherern zu erhöhen. „Es hilft nicht nur aufzuzeigen, dass eine hohe Zuverlässigkeit und optimierte Funktionssicherheit erreicht wird, sondern auch, dass die kontinuierliche Überwachung des Fertigungsprozesses in der Massenproduktion in unterschiedlichen Fertigungsstätten für eine gleich bleibende hohe Qualität sorgt“, so Disser weiter. Wenn alle Prüfungen nach den betreffenden Normen und die zusätzlichen Anforderungen mit positivem Ergebnis geprüft wurden, erteilt das VDE Prüf- und Zertifizierungsinstitut die Genehmigung zum Führen des Gütesiegels „Quality Tested“.

Anforderungen die über die bekannten Normen IEC 61215 (VDE 0126-31) Bauarteignungsprüfung- und Bauartzulassungen von kristallinen Modulen; IEC 61730-1 und IEC 61730-2 (VDE 0126-30-1 und VDE 0126-30-2) Sicherheitsqualifikation von PV-Modulen, hinausgehen sind beispielsweise:

- Durchführung von Tests mit erhöhter Prüfmusteranzahl
- Temperaturwechselprüfung mit erhöhten Zyklen
- Feuchte-Wärme-Prüfung mit erhöhter Prüfzeit
- Dynamische mechanische Belastungsprüfung
- Bei allen Tests darf die maximale Degradation der Leistung 5 Prozent über die gesamte Prüfsequenz nicht überschreiten
- kontinuierliche, überwachte Tests während der Produktion
- kontinuierliches Monitoring an aus der Produktion entnommenen Modulen
Marktteilnehmer profitieren von VDE-Prüfsiegel
„Unsere langjährige internationale Erfahrung hat gezeigt, dass Kundenvertrauen nur dann aufrecht zu erhalten sind, wenn Unabhängigkeit, Neutralität und Qualität kompromisslos sichergestellt werden“, unterstreicht Manfred Disser. Markenhersteller möchten daher die über das Normal-Maß hinausgehende Qualität ihrer Produkte hervorheben und sich Marktvorteile sichern. Anwender profitieren von der erhöhten Zuverlässigkeit der PV-Module. Aufgrund des steigenden Bedarfs an erneuerbaren Energien wird mit der Herstellung und Installation von Photovoltaik-Modulen weltweit bereits ein Umsatzvolumen von rund 40 Milliarden US-Dollar erzielt. Nach Expertenmeinung ist bis 2014 sogar das Erreichen der 100 Milliarden-Dollar-Marke möglich. Auf diesem aufstrebenden Markt wird der schnelle Zugang zu internationalen Endabnehmern sowohl für Hersteller wie für Händler immer entscheidender. Daher hat das Offenbacher VDE-Institut in den vergangenen Jahren ein globales Netzwerk aus eigenen Niederlassungen und engen Kooperationen mit internationalen Partnern aufgebaut, wodurch elektrische und elektronische Komponenten über Landesgrenzen hinweg geprüft und zertifiziert werden können. Neben Prüfzentren für Photovoltaik in Albuquerque, Freiburg, Shanghai und Singapur, verfügt das VDE-Institut über Labore in Shenzen, Hongkong, Taipeh und Osaka. Insgesamt testet das VDE Prüf- und Zertifizierungsinstitut jährlich rund 100.000 Bauteile und Geräte auf Qualität, Sicherheit und die Einhaltung von Grenzwerten.

Über das Label VDE Quality Tested:

- Der Zeichengenehmigungsinhaber ist berechtigt das Gütesiegel „Quality Tested“ auf seinem Produkt anzubringen und in den Verkaufsunterlagen zu verwenden
- Besondere Produkteigenschaften sind im Label ausgewiesen
- Das „Quality Tested“ Label beinhaltet eine spezifische ID-Nummer
- Eine Verifizierung der Gültigkeit des Labels im web ist via ID-Nummer möglich
- Zertifikat und Produktdatenblatt sind einzusehen unter
http://www.vde.com/zertifikate
Weitere Informationen zum VDE-Institut unter www.vde-institut.com
Über den VDE:
Der Verband der Elektrotechnik Elektronik und Informationstechnik (VDE) ist mit 35.000 Mitgliedern (davon 1.300 Unternehmen, 8.000 Studierende, 4.000 Young Professionals) und 1.000 Mitarbeitern einer der großen technisch-wissenschaftlichen Verbände Europas. Der VDE vereint Wissenschaft, Normung und Produktprüfung unter einem Dach. VDE-Tätigkeitsfelder sind der Technikwissenstransfer, die Forschungs- und Nachwuchsförderung der Schlüsseltechnologien Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik und ihrer Anwendungen. Die Sicherheit in der Elektrotechnik, die Erarbeitung anerkannter Regeln der Technik als nationale und internationale Normen, Prüfung und Zertifizierung von Geräten und Systemen sind weitere Schwerpunkte. Das VDE-Zeichen, das 63 Prozent der Bundesbürger kennen, gilt als Synonym für höchste Sicherheitsstandards. Die Technologiegebiete des VDE: Informationstechnik, Energietechnik, Medizintechnik, Mikroelektronik, Mikro- und Nanotechnik sowie Automation. Mehr Informationen zum VDE finden Sie unter: www.vde.com.

Pressekontakt: Melanie Mora, Telefon: 069 6308-461, melanie.mora@vde.com

Melanie Mora | VDE
Weitere Informationen:
http://www.vde.com

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