Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Startschuss für neues Batterieforschungszentrum an der Universität Münster gefallen

21.09.2009
Münster ist "Ready to MEET": Am Montag, 21. September 2009, ist an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster der Startschuss für das "MEET-Batteriezentrum" gefallen.

In einer Auftaktveranstaltung machte der Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen, Prof. Dr. Andreas Pinkwart, die Bedeutung des neuen Batteriekompetenzzentrums an der WWU für Nordrhein-Westfalen deutlich. Ebenso verwies er auf die ambitionierte Planung des Projekts im Hinblick auf die Einführung der Elektromobilität.

Auch Prof. Dr. Ursula Nelles, Rektorin der WWU, hob die Bedeutung hervor: "MEET ist eine Vision, die Forschung, Politik und Wirtschaft zusammenbringt." Die besondere Relevanz für die Industrie unterstrich zudem der Leiter der Konzernforschung des Volkswagenkonzerns, Prof. Dr. Jürgen Leohold. VW ist einer der Träger der Stiftungsprofessur für Angewandte Materialwissenschaften zur Energiespeicherung und Energieumwandlung von Prof. Dr. Martin Winter am Institut für Physikalische Chemie der WWU.

Das Forschungsprojekt "MEET - Münster Electrochemical Energy Technology (elektrochemische Energietechnologie)" - soll unter der Leitung von Prof. Winter und Dr. Gerhard Hörpel elektrochemische Energiespeicher, und hier zeitlich vorrangig die Lithium-Ionen-Technologie, in Nordrhein-Westfalen und in Deutschland wettbewerbsfähiger machen. Dies geschieht nun durch den stufenweisen Aufbau eines Institutes zur Materialforschung an der WWU.

Mittel- und langfristig soll das MEET-Zentrum die Technologie für innovative Materialien für elektrochemische Elektrizitätsspeicher mit deutlich verbessertem Verhältnis von Kosten zu Leistung sowie mit verbesserter Sicherheit für stationäre, aber auch automobile Anwendungen bereitstellen. "Vor dem Hintergrund der immensen Zunahme der internationalen Bedeutung der elektrischen Energiespeicher, vor allem aber der nationalen Programme zur Elektromobilität und Energieeffizienz, werden über das geplante Forschungscenter der Bedarf an wissenschaftlicher Grundlagenforschung und industrieller Anwendung an einem Ort zusammengeführt", so Dr. Hörpel.

Die Stärken der Universität Münster - die seit langem vorhandene fachbereichsübergreifende Kompetenz in Materialwissenschaften und Materialanalytik sowie die über die Stiftungsprofessur von Prof. Winter neu erworbene Kompetenz in angewandter Energiematerial-Forschung und -Entwicklung - werden in das MEET-Konzept integriert und weiter ausgebaut. Dadurch werden vorhandene Synergiepotenziale maximal ausgenutzt. "Mit der Einführung dieses essentiellen aber bisher fehlenden Gliedes MEET wird die Lücke zwischen Grundlagen- und Industrieauftragsforschung im Bereich der elektrochemischen Speichertechnologien geschlossen - und das am derzeit für diese Thematik aussichtsreichsten Ort in Deutschland, in Münster", so Dr. Hörpel.

Das MEET-Batterielabor - der "Kern" des MEET-Batteriezentrums, in dem die Entwicklung neuer Batteriematerialien sowie die Herstellung von Batterie-Prototypen stattfinden wird - wird voraussichtlich im Herbst 2010 fertiggestellt werden. Das Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen fördert das Projekt mit 5,5 Millionen Euro für die kommenden drei Jahre. 7,5 Millionen Euro trägt die Universität Münster. Weitere Fördermittel werden vom Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen sowie vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie übernommen.

Dr. Christina Heimken | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-muenster.de
http://www.uni-muenster.de/Chemie.pc/winter/index.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht E-Mobilität: Neues Hybridspeicherkonzept soll Reichweite und Leistung erhöhen
12.12.2017 | Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES

nachricht Meilenstein in der Kreissägetechnologie
11.12.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Neue Wirkstoffe aus dem Baukasten: Design und biotechnologische Produktion neuer Peptid-Wirkstoffe

13.12.2017 | Biowissenschaften Chemie

Analyse komplexer Biosysteme mittels High-Performance-Computing

13.12.2017 | Informationstechnologie